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  • Mo., 11. April 2016, 16:18 Uhr
    Rotary-Präsident aus Nepal besucht Wormser Club

    Rotary-Spende gut angelegt

    Kai Hornuf, Inner-Wheel-Präsidentin Sanneliese Stein und Arun Reqmi, der sich äußerst dankbar für die Soforthilfe aus Worms zeigte.

    Arun Reqmi ist Präsident des Rotary Club Dillibazar in Kathmandu und war dieser Tage auf Deutschlandreise. Sein Besuch führte ihn auch nach Worms, wo er ein Meeting des Rotary Club Worms-Nibelungen besuchte.


    Nachdem der Wormser Club im letzten Sommer nach den verheerenden Erdbeben in Nepal spontan eine Spende an seinen Club in Kathmandu überwiesen hatte, konnte Arun Reqmi nun in beeindruckenden Bildern belegen, dass das Geld aus Worms gut angelegt wurde.


    Bei der tödlichsten Katastrophe in der Geschichte Nepals starben mehr als 8.600 Menschen. Über 10.000 wurden verletzt. In den schwer erreichbaren Bergen wurden ganze Dörfer zerstört – Trinkwasser war kaum noch verfügbar. 3,5 Millionen Menschen benötigten Nahrungsmittelhilfe, rund 500.000 Häuser wurden zerstört.


    Doch der Wiederaufbau läuft auch nach knapp einem Jahr noch viel zu schleppend. Die neue Regierung im Land scheint der Probleme nicht Herr zu werden. Tatsächlich hat sich die nepalesische Regierung in den Monaten nach dem Beben weniger mit den Folgen der Erdstöße als mit dem Ausarbeiten einer neuen Verfassung beschäftigt. Die Regierung argumentierte, dass eine neue, föderale Verfassung eine gerechtere Verteilung der Hilfsgelder garantiere. Deshalb habe die Reform Vorrang.


    Doch die jahrelang verschleppte neue Verfassung hat viele staatliche Gelder verschlungen - Geld, das besser in der Aufbauhilfe nach dem Erdbeben im vergangenen April investiert worden wäre. Arun Reqmi beschrieb nun die schwierige Lage im Land nach den Erdbeben. So werden Hilfsgelder zum Beispiel nicht weitergegeben oder zugesagte günstige Kredite für zwei Prozent kosten nach langer Bearbeitungszeit am Ende sieben Prozent.


    Arun Reqmi konnte aber versichern, dass die Hilfe aus Worms direkt und ohne jede Verzögerung über seinen Club dort eingesetzt wurde, wo sie am dringendsten gebraucht wurde. Der Rotary Club Dillibazar in Kathmandu hat es geschafft, mit dem Geld noch rechtzeitig vor dem Einsetzen der Monsunregenfälle für die Bewohner eines besonders stark zerstörten Dorfes 300 Schutzhütten zu errichten. Reqmi zeigt sich äußerst dankbar für die Soforthilfe aus Worms, aber auch von weiteren deutschen Rotary Clubs, die sich dem Wormser Beispiel angeschlossen hatten.


    Dennoch ließ der nepalesische Rotary-Präsident keinen Zweifel daran, dass angesichts der schwierigen Situation im Land weitere private und direkte Hilfe dringend benötigt wird. Über einen Hilfsverein bestehe die Möglichkeit, für Nepal zu spenden. So konnte Reqmi bei seinem Besuch gleich einen weiteren Spendenscheck von Inner-Wheel-Präsidentin Sanneliese Stein entgegennehmen.


    Spenden an den Verein kann man unter folgender Bankverbindung:


    Freunde Nepals e.V.


    DE36 3006 0601 0002 5261 66


    Verwendungszweck: Erdbeben/Arun


    Bitte Anschrift nicht vergessen!

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