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Mo., 20. Februar 2017, 15:35 Uhr
Bei der HSG Kastellaun-Simmern setzte es eine zu hohe 32: 22-Niederlage / Mannschaft nicht gefestigt
Rote Karte für Maurice Meitzler warf Osthofener Handballer aus der Bahn
Eine überzogene Rote Karte, so TGO-Trainer Dieter Bösing, beendete bereits nach 20 Minuten den aktiven Einsatz von Maurice Meitzler, der bis dahin schon drei Tore für die TGO hatte erzielen können. Am Ende stand eine 22:32-Niederlage bei der HSG Kastellaun/Simmern. Foto: Felix Diehl
VON KLAUS DIEHL | Wenn man im tiefsten Tabellenkeller steckt, wie die TGO-Handballer in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar, da fehlt auch oftmals die Glücksgöttin „Fortuna“ oder die Schiedsrichter spielen hierbei öfters eine negative Rolle. So auch am letzten Sonntagabend gegen 17.20 Uhr, in der IGS-Sporthalle in Kastellaun, als eine wohl spielentscheidende Schiedsrichterentscheidung Osthofen in der Schlussphase der ersten Halbzeit mächtig aus dem Rhythmus brachte. Denn bei einer normalen Abwehraktion von Maurice Meitzler zogen die Unparteiischen zur Überraschung aller die Rote Karte und verwiesen den bis dahin sehr gut spielenden „Meitzel“ auf die Tribüne.
Nicht nur im Angriff fehlte der bis dahin auffällig agierende TGOler, sondern auch im Innenblock der Abwehr war Osthofen mit einer dadurch notwendigen Umstellung auf Dauer nicht mehr stabil genug. Da auch Peter Gasz nach der ersten Hälfte wegen Rückenschmerzen ausfiel, war der eingespielte Innenblock im zweiten Spielabschnitt nicht mehr vorhanden. Auch fehlten die Torhüter Patrick Quickert und Thorsten Heck. Konnte die TGO zu Spielbeginn den Gastgebern in der voll besetzten Halle beim 4:4 noch Paroli bieten, setzte sich Kastellaun über 13:11 bis zur Halbzeit auf 16:12 Tore ab. Osthofen war total verunsichert und konnte diesen Riss im Mannschaftsgefüge auch nach der Pause nicht mehr wettmachen, verdeutlicht auch durch etliche Phasen in der zweiten Halbzeit mit mäßigen Angriffsleistungen auf TGO-Seite. Schlecht vorbereitete und zu hektisch abgeschlossene Aktionen verhinderten einen engeren Spielstand. Zwar war man bei 19:17 noch mal in Schlagdistanz, musste dann aber Kastellaun/Simmern über 25:20 bis zum Endstand von 32:22 ziehen lassen.
Die jungen TGO-Spieler konnten über die gesamte Spieldauer nicht an die Leistung des letzten Heimspiels anknüpfen und auch die erfahrenen Spieler ließen hier einiges liegen. Immer wieder scheiterten sie an dem gut aufgelegten Torhüter der Gastgeber, der letztendlich mit die spielentscheidende Figur war. „Wir haben mit der gezeigten Leistung verdient verloren, da gibt es nichts schön zu reden, auch wenn die Entscheidung der Schiedsrichter mit der Roten Karte absolut überzogen war und unser Konzept ins Wanken brachte“, so TGO-Chefcoach Dieter Bösing. Andererseits darf man aber auch festhalten, dass, wenn auswärts Punkte geholt werden sollen, auch anders aufgetreten werden muss. Eine gefestigte Mannschaft hätte aus dieser Schiedsrichter-Entscheidung, frei nach dem Motto: „Jetzt erst recht“, sicherlich ein Stück mehr Positives gemacht. Doch gefestigt sind die TGO-Handballer leider zu wenig, weshalb sie auch weiter auf dem letzten Tabellenplatz liegen. Allerdings ist die Niederlage um fünf Tore zu hoch ausgefallen.
Für die TGO-Herren spielten: Max Weißbach, Jan-Niklas Seelig (Tor), Fabian Hack, Jan Scherer (1), Paul Gasz (3), Jan Keller, Luca Steinführer (4/2), Tobias Aul, Daniel Eckel (je 1), Leo Vuletic (3), Eric Popple (2), Björn Scheuer (3), Maurice Meitzler (3), Christopher Müller (1).