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  • Mo., 14. August 2023, 09:30 Uhr
    PFEDDERSHEIM: Heimaufgabe verloren

    Rückschlag für die TSG

    Yoel Yilma sorgte für die Struktur im Spiel. Die Probleme lagen aber in der eigenen Defensive und in der Ungefährlichkeit vorne in der Box. Foto: Felix Diehl


    Von Marcus Diehl › Eigentlich sollte jetzt die Saison für die TSG Pfeddersheim so richtig anfangen. An den ersten drei Saisonspielen wurden die Hochkaräter abgearbeitet und jetzt kommen die Gegner auf Augenhöhe. Gegen den FC Blau-Weiß Karbach war der der erste Saisonsieg geplant. Die Hoffnung war nicht unberechtigt und war sicherlich auch im Reich der Möglichkeiten. Aber Realität und Anspruch liegen halt nicht beisammen. Die TSG Pfeddersheim verlor das Heimspiel mit 1:2. Nicht weil der Gegner übermächtig war oder die eigene Leistung miserabel, sondern weil die TSG sich wieder einmal selbst um den verdienten Lohn bringt. Trainer Tobias Ehrenberg: „Das Spiel endet 2:1 für den Gegner und man fragt sich, Warum? Es ist halt Oberliga und in dieser Liga werden haarsträubende Fehler gnadenlos bestraft, auch wenn sie noch so klein sind.“ Die Gäste haben ein Geschenk verteilt, die TSG zwei. Dann kann es keine Überraschung sein, wenn das Spiel verloren geht. Nach dem Schlusspfiff läuft Tobias Ehrenberg über das Spielfeld: „Das darf nicht passieren, das darf nicht passieren. Zwei Individuelle Fehler von uns werden gnadenlos bestraft. Dies müssen wir so schnell wie möglich abstellen.“
    Die Prognosen im Vorfeld zeigte ein Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften auf. Vor allem in der ersten Halbzeit hatte diese Einschätzung sicherlich bestand. Das erste Geschenk verteilten die Gäste nach wenigen Sekunden. Ein katastrophaler Fehlpass in Richtung eigene Defensive erreichte nicht den anvisierten Mitspieler. Der Ball landete genau in den Füßen vom Pfeddersheimer Torjäger Sebastian Kaster. Im vollen Sprint ließ er Torhüter Marc Reifenschneider keine Gegenwehr und den anschließenden Torschuss konnte Kapitän Jannik Mohr gerade noch verhindern. Aber nur mit einem elfmeterwürdigen Foul. Die Chancen nahm der gefoulte dankend an und verwandelte sicher zur Führung der TSG. Besser kann doch ein Spiel nicht beginnen. Die frühe Führung hätte doch Sicherheit in das Spiel der TSG bringen müssen. Doch im Gegenzug konnte Matthias Tillschneider einen erfolgreichen Abschluss der Gäste gerade noch verhindern. Die Gäste hatten ihren ersten Schock schnell verdaut.

    Aktionen etwas zu hektisch

    Die TSG versuchte durch Yoel Yilma aus der eigenen Abwehrreihe heraus mit langen Bällen über die gegnerische Defensive hinweg zum Erfolg zu kommen. Das Spiel wog hin und her und hatte wenige Pausen zum Durchschnaufen. Leider ohne große Toraktionen oder Strafraumszenen. Bei beiden Teams waren die Aktionen etwas zu hektisch. Etwas mehr Ruhe wäre das richtige Mittel gewesen. Wenn die Angriffe gut strukturiert durchgeführt wurden, kam sofort Gefahr auf. Nur das Spielglück war nicht auf der Seite der TSG. Sebastian Kaster knallte den Ball an den Pfosten. Jetzt war die TSG dabei, die Geschenke zu verteilen. Auf dem sprichwörtlichen Bierdeckel ließ sich Pascal Schmidt von seinem Gegenspieler austanzen. Die Absicherung dahinter fehlte und bei der Hereingabe kam Nico Hajda den berühmten Schritt zu spät. Unverdient war der Ausgleich aber nicht. Der Pfostenschuss war im Nachhinein die spielentscheidende Situation. Auch für TSG-Trainer Tobias Ehrenberg: „ Nach dem frühen Tor hätten wir nachlegen müssen und hatten dabei mit dem Pfostentreffer das Pech angezogen. Beim Ausgleich stellen wir uns dilettantisch an.“ Die Unsicherheit von Torhüter Marc Reifenschneider hätte die TSG besser ausnutzen müssen. Fast alle Flanken konnte er nicht fest zugreifen. Zur Pause stand ein verdientes und leistungsgerechtes Remis auf der Anzeigentafel. Es war kein gutes Spiel von beiden Seiten, zu viele Fehler praktiziert, aber interessant war es auf alle Fälle. Langweilig wurde es einem nicht.

    TSG kam entschlossener aus der Pause

    Zum Wiederanpfiff musste Trainer Tobias Ehrenberg schon wechseln. Marcos Bresser musste mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung in der Kabine bleiben. Geändert hat sich das Auftreten der TSG. Sie kamen zwar entschlossener, aber nicht gerade zielstrebiger aus der Pause heraus. Die Gäste hatten ihre Mühe, sich aus der Defensive zu befreien. Die TSG bestimmte zwar das Tempo und kamen über die rechte Seite zu guten Aktionen, aber vor dem Tor war ihr Latein am Ende. Die entscheidenden Pässe waren zu ungenau. Der erste Schuss auf das Pfeddersheimer Gehäuse in der zweiten Hälfte kam in der 69. Minute. Zwei Minuten später das nächste Geschenk. Ein Freistoß von der rechten Seite ausgeführt segelte an Freund und Feind vorbei, auf langen Pfosten zu. Da stand, von der Pfeddersheimer Abwehr völlig vergessen, Kevin Leidig und er hatte keine Mühe per Kopf den Ball zu versenken. David Boateng hatte ihn aus den Augen verloren. Ein Treffer zum falschen Zeitpunkt. Gerade als die TSG immer besser in das Spiel hinein kam, wurde ihnen der Zahn gezogen. Bis zum Schlusspfiff wurden keine nennenswerten Situationen mehr registriert. Ein Spiel in der sich die TSG selber geschlagen hat. Fehler in Zukunft auf das Minimum reduzieren und vorne an der Genauigkeit arbeiten.

    Am Mittwoch ist Fabio Schmidt wieder mit in der Partie. Ein Typ mit seiner Power und Willensstärke wird das Spiel der TSG beleben. Die TSG spielt um 19:30 Uhr in Dudenhofen.
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