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  • Mo., 10. Dezember 2018, 13:39 Uhr
    Die Wormser Volksbühne zeigte an Schulen und Kindergärten den Märchenklassiker und erntete dafür großen Beifall

    "Rumpelstilzchen" begeisterte Zuschauer

    Die Volksbühne Worms bot in diesem Jahr als Weihnachtsmärchen für Kindergärten und Schulen das „Rumpelstilzchen“ – Es durfte herzlich gelacht, „mitgelitten“ und freudig verfolgt werden. Als Regisseur zeichnete sich Peter Schmitt verantwortlich. (Assistenz Charlotte Rüdiger / Souffleuse Irmgard Lehmann)

    Ein bis ins kleinste Detail großartig gestaltetes Bühnenbild (Martin Schmitt, Holger Jaeckel, Eva- Maria, Nicole und Peter Schmitt) lud von Beginn ein, das liebenswert und perfekt inszenierte Stück zu verfolgen.

    Das Stück in der Fassung von Walter Passion wurde geschickt durch weitere Charaktere ergänzt, wie die Mäuse Mira und Mara, gespielt von Nicole Schmitt und Kerstin Bulut. Die beiden Sympathieträger des Stückes hielten sich immer an der Seite der liebreizenden Müllerstochter Mona, herrlich dargestellt von Cornelia Weber. Deren Vater, der Müller Michael, realistisch verkörpert durch Lothar Ohl, schloss übermütig mit König Konrad, majestätisch dargestellt von Torben Hebing, eine Wette ab.

    In dieser Wette geht es darum, dass seine Tochter Stroh zu Gold spinnen kann. Am Hofe des Königs wird die verzweifelte Müllerstochter in eine Kammer voller Stroh gesperrt, zuvor noch von besten Wünschen des Hofstaates begleitet. Hier überzeugten ein vorwitziger, jedoch ehrfürchtiger Bote Benjamin (Gerhard Baum) sowie dem vorlauten, mit Bällen und Worten jonglierenden Hofnarren Heinrich (Rüdiger Glaser). Dazu kamen die Hofdamen Heidi (Ina Krehbiel), Katharina (Roswitha Ramb) und der königlichen Schneiderin Sabine (Margret Owens). Die einzelnen Rollen schienen den jeweiligen Schauspielern förmlich auf den Leib geschrieben.

    In Ihrer misslichen Lage kommt das Rumpelstilzchen, empathisch und kindgerecht verkörpert durch Patricia Hauswirt, auf den Plan, das natürlich nicht uneigennützig, rasche Hilfe verspricht. Es spinnt an drei aufeinanderfolgenden Tagen alles Stroh zu Gold, als die arme Müllerstochter jedoch Nichts mehr hat, was es ihm geben kann, kommt es letzlich zum Pakt. In ihrer Verzweiflung verspricht sie ihm gar ihr erstes Kind. 

    Die Spannung steigt als die Mäuse und der vorlaute Hofnarr dem Rumpelstilzchen in den Wald folgen, es dort belauschen, um dessen wirklichen Namen herauszufinden. Bei der großen Geburtstagsfeier nach einem Jahr muss die Königin handeln. Mit Blitz, Donner, genialen Licht- und Spezialeffekten verschwindet das übervorteilte Rumpelstilzchen in der „Versenkung“. Die unterschiedlichen Umbauszenen wurden hervorragend gelöst, in dem man Zwischenvorhänge einsetzte und die verschiedenen Charaktere auch vor dem Vorhang erscheinen ließ. 

    Anwesende Besucher waren von der Inszenierung jedenfalls mehr als begeistert, was sie auch mit lang anhaltendem Applaus honorierten.

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