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Mo., 23. Dezember 2019, 10:27 Uhr
DGB STADTVERBAND WORMS: Kein Verständnis für Planungen am Poseidon-Bad / Einzugsgebiet rund um den Fahrweg größer
S-Bahn-Haltepunkt West könnte kommen? – S-Bahn-Haltepunkt Nord ist vergessen!
Am Poseidon-Parkplatz an der Carl-Villinger-Straße fahren die Züge in Richtung Monsheim noch achtlos vorbei. Ob dort ein Haltepunkt Worms-West entsteht, ist noch offen. Bis Ende des 1. Quartals 2020 wird ein Statement seitens der Bahn erwartet. Foto: Gernot Kirch
Dieser Tage war zu lesen, dass Baudezernent Uwe Franz am Rande einer anderen Veranstaltung erwähnt hat, dass der S-Bahn-Haltepunkt West (also der in der Nähe von Poseidon-Bad, Hallenbad und Wormatia-Stadion) im Rahmen einer „Stationsoffensive“ der Bahn realisiert werden könnte, erklärte Bernhard Elz für den DGB Stadtverband Worms. Er erläuterte: „Wir meinen uns erinnern zu können, dass der Konzernbeauftragte der Bahn bei einem Besuch in Worms vor einigen Wochen gesagt haben soll, dass zusätzliche Mittel von Bund und Land zur Verfügung gestellt werden um kleinere Bahnhöfe zu sanieren, renovieren und zu verschönern. Worms ist einer der kleineren Bahnhöfe, denn unser Bahnhof soll demnächst neue Türen bekomme. Von Neubau von Bahnstationen war da keine Rede.“
Neubau einer S-Bahn-Haltestelle Worms-West?
„Für wen eigentlich? Wo kommen sagen wir mal jeden Tag 6.000 Fahrgäste her, die dann an diesem Haltepunkt ein oder aussteigen? Besucher des Poseidon-Bades + Besucher des Heinrich-Völker-Hallenbades + Besucher des Wormatia-Stadions (in welcher Klasse spielt Wormatia? – wie viele Fans und Gäste kommen da alle 14 Tage zum Heimspiel? + Anwohner in der Nähe? + Schulen? In der weiteren Nähe dem Bauhof der Stadt und auf dem ehemaligen Rheinmöve-Gelände entstehen in nächsten Jahren große Wohnsiedlungen. Aber der Bahnhaltepunkt ist davon meilenweit entfernt!“, so Elz.
Was war mit S-Bahn-Haltepunkt Worms-Nord?
Im Norden entsteht ab kommendes Jahr die Bahnunterführung Fahrweg. Das ist wohl schon vertraglich gesichert. Das wäre es dann, die leidigen Staus vor den geschlossenen Schranken sind dann kein Thema mehr. „Wir der DGB-Stadtverband Worms, haben schon zur Kommunalwahl 2009 einmal die Forderung erhoben, dort einen Bahnhaltepunkt einzuplanen“, sagt Bernhard Elz. Dieser Haltepunkt wurde aus verschiedenen Gründen abgelehnt, auch weil die Stadt Worms vor den zu erwartenden anteiligen Kosten zurückschreckte. Jetzt werde die Unterführung Fahrweg gebaut, übrigens mit einseitigem Radweg, also wird man doch wieder eine Ampel brauchen, damit die Radfahrer die Straßenseite sicher wechseln können.
Dieser S-Bahn-Haltepunkt Worms-Nord habe ein riesiges Einzugsgebiet, wenn man Park&Ride-Parkplätze für die Bahnfahrer in Neuhausen, Herrnsheim, Abenheim schaffe, die sich dann nicht mehr zum Hauptbahnhof quälen müssen oder nach Osthofen ausweichen. Dieser Bahnhaltepunkt sei für die Bewohner „In den Lüssen“ einschließlich des neu entstehenden Wohngebietes zu Fuß leicht erreichbar, selbst für die Beschäftigten im Industriegebiet Nord zu Fuß oder mit dem Fahrrad in kürzester Zeit. An diesem Haltepunkt könnte der erste Wormser Shuttlebus-Parkplatz entstehen, um die Autos der Besucher, Arbeitnehmer und Gäste der Stadt Worms aus der Innenstadt herauszuhalten, fügt Elz weiter an.
Dieser Haltepunkt könnte mit einer Verbindung zur „Grünen Schiene“ den Zugang zur grünen Verbindung zwischen Bahnhof und Rheinpromenade schaffen, selbst Herrnsheimer Schloss und Schlosspark könnten partizipieren (ein Tätigkeitsfeld für das „Nibelungenbähnchen“ ohnegleichen). Zudem führen in der Nähe dieses Haltepunktes führen alle wichtigen Radwegeverbindunge Richtung Norden vorbei, argumentiert Bernhard Elz. „Also, was brauchen wir, einen Bahnhaltepunkt West „oder“ Nord? Doch wohl eindeutig Nord“, betont Bernhard Elz als Fazit. Hoffentlich hat man hier nicht schon alle Chancen auf Verwirklichung vertan, hofft der DGB-Sprecher.