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  • So., 13. März 2016, 17:30 Uhr
    Die Adler unterliegen im entscheidenden Pre-Play-Off Spiel mit 2: 4 Toren in Köln / Umstrittene Schiedsrichterentscheidungen begünstigen Haie

    Saison-Aus für Mannheimer Kufencracks

    Adler-Stürmer Kai Hospelt scheint als erster Abgang fest zu stehen. Er schließt sich wohl den Kölner Haien an. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler haben am Sonntagnachmittag im dritten und entscheidenden Pre-Play-Off Match in Köln mit 2:4 (0:1/1:2/1:1) Toren verloren. Damit ist die Saison für die Adler vorbei, denn Köln hat jetzt zwei Matches gewonnen und Mannheim nur eines. Köln spielt ab Dienstag in den Haupt-Play-Offs gegen Berlin, die Mannheimer Cracks fahren in Urlaub.

    Die Kölner Haie waren am Sonntag das stärkere Team und kommen letztlich verdient in die Play-Offs. Doch hat der Sieg der Domstädter einen bitteren Nachgeschmack, denn die Schiedsrichtern gaben zwei Tore für die Haie, die irregulär waren, da diesen beiden Kölner Treffern Foulspiele vorausgingen und die Unparteiischen hätten abpfeifen müssen, um Kölner Cracks auf die Strafbank zu schicken. Doch dies taten die Schiris nicht. Aber nun zu diskutieren, was wäre gewesen, wenn das 1:0 und das 3:0 nicht geben worden wäre, ist müßig. Die mangelhafte Qualität der deutschen Schiedsrichter ist bekannt, doch daran das Aus der Adler festzumachen, würde zu kurz greifen. Die Mannheimer spielten eine grottenschlechte Saison, daran kann auch das relativ starke Auftreten in den Pre-Play-Offs nichts ändern. Dass die Adler in den Pre-Play-Offs auf starke Haie trafen, haben sie sich selbst zuzuschreiben, denn mit diesem starken Kader hätten sich die Nordbadener frühzeitig mit einem vorderen Tabellenplatz für die Haupt-Play-offs qualifizieren müssen.

    Auch in Köln trat bei Mannheim wieder die Schwachstelle auf, die sich wie ein roter Faden durch die Saison zogen. Dies ist die Abschlussschwäche. Die Adler schossen - wie in der ganzen Saison - zu wenig Tore, der komplette Sturm litt auch in Köln unter Ladehemmung. Und der Mannheimer Top-Torjäger der Punktrunde, Ryan MacMurchy, fehlte im dritten Match aufgrund einer Verletzung. Hinzu kamen bei den Adlern Schnitzer in der Defensivarbeit.

    Mannheim steht nun vor einem Scherbenhaufen der Saison 2015/16 und die ersten Konsequenzen werden wohl schon in den nächsten tagen getroffen werden. Man darf gespannt sein.

    Zur Chronologie

    1. Drittel

    Nach wenigen Sekunden hatte der Kölner Johannes Salmonsson bereits die erste dicke Chance. Auf der Gegenseite prüfte Adler-Stürmer Martin Buchwieser den Goalie. Ein körperbetonter, aber disziplinierter Auftakt von beiden Teams. Insgesamt eine flotte Partie, doch zunächst mit wenigen ganz großen Torszenen, da Köln wie Mannheim viel Wert auf die Defensivarbeit legten. Ab der 7. Minute Köln in Überzahl, da Christoph Ullmann auf der Strafbank saß. Als Adler-Verteidiger Sinan Akdag in Unterzahl alleine auf der Kölner Gehäuse zufuhr, wurde er gelegt und erhielt einen Penalty zugesprochen. Der Mannheimer vergab aber die große Chance. Die Adler überstanden die Unterzahl unbeschadet. In der 10. Minute in Foul gegen Adler-Spielmacher Glen Metropolit, was nicht geahndet wurde. In der 12. Minute eine große Chance für den Kölner Nick Latta, der frei vor Torsteher Youri Ziffzer zum Schuss kam. Die Domstädter in dieser Phase das spielbestimmende Team. Die dickste Haie-Chance in der 14. Minute als drei Kölner in einer „3 auf 1“ Situation zufuhren. Aber Johannes Salmonsson scheiterte. In der 17. Minute war es aber soweit und der Kölner Francois Bouches traf zum 1:0 für die Haie. Allerdings war der Treffer eigentlich irregulär, da dem Tor ein Foul von Francois Boucher an Adler-Verteidiger Steve Wagner vorausging. Steve Wagner ging nach dem Stockfoul zu Boden und Franois hatte freie Bahn zum Schuss. Die Haie-Führung nicht unverdient, aber wie gesagt, ein eigentlich irregulärer Treffer, den die Schiedsrichter nie hätten geben dürfen. In der 19. Minute Adler-Star Marcel Goc mit einem schönen Schuss, jedoch kein Tor. Fazit: Ein ausgeglichenes Drittel mit einer 1:0 Führung für Köln. Das Tor allerdings irregulär. Torschüsse: Mannheim 7 - Köln 14

    2. Drittel

    Die Adler ab der 22. Minute in Überzahl. Doch nicht die Mannheimer haben die größte Gelegenheit, sondern der Kölner Francois Boucher bei einem Konter. Auch in der Folge die Domstädter gefährlicher, Dragan Umicevic in der 25. Minute mit einem herrlichen Solo, aber er vergibt. In der 26. Minute ist es dann aber soweit und Patrick Hager markierte das 2:0 für die Rheinländer. Köln jetzt dominierend, die Adler etwas unsortiert. Aber der 30. Minute die Nordbadener wieder stärker. Brandon Yip in der 31. Minute mit einem schönen Schuss, aber ohne Fortune. Die Partie weiterhin auf hohem Niveau und mit großer körperlicher Präsenz. In der 37. Minute das 3:0 durch Andreas Falk. Doch auch dieser Treffer war irregulär. Denn dem Torschuss vorausgegangen war ein Foul des Kölner Francois Boucher, der dem Mannheimer Verteidiger Dennis Reul den Schläger wegschlug, sodass dieser ohne Spielgerät war. Und auch danach schoben zwei Haie-Spieler den Schläger von Dennis Reul illegal weg, sodass dieser nicht an sein Spielgerät herankam. Die dadurch freie Schussbahn nutzte Haie-Stürmer Andreas Falk zum 3:0 Führungstreffer. In der 40. Minute dann der Anschlusstreffer von Marcel Goc zum 1:3, was auch der Pausenstand war. Fazit: Köln insgesamt das stärkere Team, doch gab es leider wieder einen irregulären Treffer für die Haie. Torschüsse: Mannheim 11 - Köln 14

    3. Drittel

    Die Adler waren bemüht, aber es gab kaum ein Durchkommen. Die Kölner Abwehr stand sehr gut und stabil. Dann waren noch zehn Minuten zu spielen und den Adlern rannte die zeit davon. Die Mannheimer zunächst sogar im Glück, dass die Domstädter bei ihren zahlreichen Konter nicht das Ergebnis zu ihren Gunsten erhöhten. In der 54. Minute dann die Vorentscheidung, als der Kölner Andreas Falk zum 4:1 für die Rheinländer einschoss.In Überzahl verkürzte Adler-Stürmer Jon Rheault in der 56. Minute auf 2:4 Tore. Doch gelang den Adlern nicht mehr die Wende. Fazit: Köln brachte die Partie clever über die Runde, Mannheim fiel nichts ein, um die Haie-Festung zu knacken.

    Statistik

    Köln : Mannheim 4:2 (1:0/2:1/1:1)

    Tore: 1:0 (17:23) Boucher (Müller/Eriksson) - EQ; 2:0 (25:08) Hager (Weiß/Syvret) - EQ; 3:0 (36:50) Falk (Aslund/Lalonde) - EQ; 3:1 (38:29) M. Goc (Kink/Buchwieser) - EQ; 4:1 (53:55) Falk (Boucher) - EQ; 4:2 (56:00) Rheault (Metropolit/Richmond) - PP1;

    
Schiedsrichter: Brüggemann / Piechaczek
    
Strafen: Mannheim 6 Min - Köln 4 Min
    Torschüsse: Mannheim 30 - Köln 38
    
Zuschauer:  11.000
    Aufstellungen:

    Mannheim: Ziffzer (Emery) – Wagner, Akdag, Carle, Reul, Richmond, Goc, Lashoff - Kink, Joudrey, Yip, Hospelt, Ullmann, Rheault, Raedeke, Metropolit, Arendt, Hecht, M. Goc, Buchwieser

    Köln: Wesslau (Dshunussow) - Müller, Eriksson, Syvret, Lalonde, Sulzer, Ankert, Lüdemann - Boucher, Falk, Aslund, Gogulla, Hager, Salmonsson, Weiß, Latta, Umiicevic, Zerressen, Stephens, Ohmann
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