Mittels Sandstrahlen lassen sich Farbreste, Rost und sonstige Verschmutzungen von Oberflächen befreien. Bei dem Verfahren trifft das Strahlmittel, das nicht unbedingt Sand sein muss, mit maximaler Geschwindigkeit auf die Oberfläche auf. Die metallverarbeitende Industrie und das Bauwesen nutzen das Verfahren sehr häufig, auch bei Heimwerkern ist es beliebt. Neben dem Säubern von Oberflächen dient es auch der Erzeugung von optischen Effekten wie etwa der Mattierung von Stein oder Glas.
Zubehör zum Sandstrahlen
Um das Verfahren durchzuführen, sind neben dem Strahlmittel (zum Beispiel Aluminiumsilikat oder SI-Silikat) ein Kompressor, eine Sandstrahlpistole mit der passenden Düse und eine Kabine erforderlich. Letztere kann sehr klein sein. Nicht immer erfolgt die Bearbeitung in der Sandstrahlkabine, denn im Freien werden auch Fassaden oder Kfz-Teile so gereinigt. Wenn es aber eine Kabine sein soll, gibt es unter anderem Tischmodelle im kleinen, leicht zu verstauenden Format, mit denen sich Kleinteile reinigen lassen. Der Arbeitsdruck ist in diesem Fall sehr leicht einzuregulieren, die Anwendung dient zum Beispiel dem Säubern von Schrauben oder Schmuck. Die Minikabine hat die Maße 44 x 37,5 x 34 cm und passt damit auf jede Werkbank. Zuerst wird das Strahlmittel eingefüllt, dann platziert der Anwender auf einem Rost im Arbeitsraum das Strahlobjekt. Ein Kompressor schleudert das Strahlmittel auf das Objekt. Die Bedienung der fixierten Sandstrahlpistole erfolgt mit einem Pedal. Für den Arbeitsdruck gibt es an der Seite einen Regler. Diese kleinen Kabinen haben keine eingebaute Absaugvorrichtung. Zum Lieferumfang gehören neben der Kabine und der Pistole vier Glasschutzfolien, der Druckregler, das Pedal, eine LED-Beleuchtung mit Transformator, eine verriegelbare Klappe, Filter, Düsen und Schutzhandschuhe.
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Größere Modelle
Wer ein größeres Modell benötigt, entscheidet sich für die Kabine mit 175 Liter Volumen, die zusammen mit den Strahlmitteln geliefert wird. Sie verfügt ebenfalls über eine LED-Beleuchtung, beseitigt zuverlässig Schmutz, Rost und Farbe, verfügt über eine schlag- und kratzfeste Pulverbeschichtung und wird von https://www.datona.de/ montiert ausgeliefert. Mit ihrem großen Sichtfenster eignet sie sich unter anderem für die Black-Line- und Blue-Line-Werkzeugwagen des Anbieters. Durch die große Frontklappe passen auch Auto- und Motorradteile, weshalb das Modell bei Hobbyschraubern und Heimwerkern, aber auch bei Profis außerordentlich beliebt ist.
Mitgelieferte Strahlmittel
Die mitgelieferten Strahlmittel sind je 25 kg Korund, Speedblast (Granatsand) und Glasperlen, wenn ein Besteller diese Sandstrahlkabine im preisgünstigen Set bestellen. Glasstrahlperlen eignen sich als mineralische Feinstrahlmittel speziell für die chemisch neutrale Oberflächenbehandlung. Sie verursachen weder Fremdablagerungen noch Korrosion auf der Oberfläche. Die mikroskopisch kleinen Glasperlen bestehen aus hartelastischem Natronglas. Für die Rostbehandlung sind Glasperlen sehr gut geeignet. Die mineralischen Korundstrahlmittel eignen sich unter anderem sehr gut, um Oberflächen aufzurauen. Dabei bestimmen der Strahldruck und die Korngröße die Rauigkeit. Naturstein, Holz und Kunststoffe lassen sich damit sehr gut bearbeiten. Durch seine Härte ist Korund ein extrem verschleißarmes Strahlmittel. Speedblast eignet sich sehr gut für das Strahlen aller Metallsorten, aber auch von Glas, Holz und Stein.
Anwendung
Die Kabine wird zuerst mit dem gewählten Strahlmittel befüllt. Auf ihren Gitterrost legt der Anwender den zu bestrahlenden Gegenstand. Durch den Stahlrost fällt das Strahlmittel zurück in den Behälter, wird dort wieder kontinuierlich angesaugt und gelangt erneut in den Kreislauf. Eine LED-Beleuchtung sorgt für gute Sicht.
Seit wann gibt es das Sandstrahlen?
Die Technik ist schon sehr alt, das erste Patent darauf meldete der britische Ingenieur Benjamin C. Tilghman im Jahr 1870 an. Die Industrie nutzte Sandstrahlen damals auch zum Schärfen von verschiedenen Werkzeuge, wie etwa Feilen. Das erste und lange Zeit ausschließliche Strahlmittel war Quarzsand. Da man schnell die Vorzüge des Verfahrens entdeckte, kamen schließlich auch andere Strahlmittel zum Einsatz. Die Technologie änderte sich ebenfalls. 1931 meldeten die beiden deutschen Erfinder Karl Grocholl und Hans Weber das Schleuderradstrahlen zum Patent an. Ein US-Ausrüster baute auf der Basis dieses Patents kurz darauf großtechnische Anwendungen für Gießereien. Sandstrahlen verlängert die Lebensdauer von metallischen Oberflächen durch eine Veränderung ihrer Mikrostruktur. Es kann übrigens trocken oder nass erfolgen. Ähnliche Verfahren funktionieren auch mit Trockeneis. Die Reinigungsgrade reichen beim Sandstrahlen von SA 1 bis SA 3, mögliche Verfahren sind das Niederdruck-, das Mikrosand- und das Injektionssandstrahlen sowie das Vakuumverfahren.