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  • Di., 23. Januar 2024, 15:38 Uhr
    PATERNUSBAD: Weiterhin Hoffen und Bangen auf Fördergelder für zweiten Bauabschnitt

    Sanitärgebäude wird im Frühsommer fertiggestellt

    Fazit der gemeinsamen Baustellenbegehung: es sind alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Interimsbetrieb im Sommer zu ermöglichen. Foto: Freizeitbetriebe Worms GmbH/Nina Hochstrasser


    Der Haushaltsausschuss des Bundestags wird darüber entscheiden, welche Schwimmbäder, Sportstätten und Kultureinrichtungen mit Bundesmitteln gefördert werden. Von den 400 Millionen aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ erhofft sich die Stadt Worms Fördergelder in Höhe von bis zu 75 Prozent für die technische Sanierung des Paternusbades in Worms-Pfeddersheim.

    Aktuell werden die erforderlichen technischen Voraussetzungen für eine vorübergehende Wiederinbetriebnahme des beliebten Freibades Paternusbad geschaffen und der Fortschritt der Bauarbeiten im ersten Bauabschnitt geht zügig voran.

    Auswahl obliegt Haushaltsausschuss

    Die Entscheidung bezüglich der beantragten Fördergelder für den zweiten Bauabschnitt aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“, finanziert aus dem Sondervermögen Klima- und Transformationsfonds (KTF), steht jedoch noch aus. „Bisher wurde noch keine abschließende Bewertung der Projektskizzen durchgeführt“, berichtet Stadtentwicklungsdezernent Timo Horst über den aktuellen Sachstand. Die Projektauswahl obliege dem Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages.

    Hintergrund ist die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) zum Nachtragshaushalt 2021. Aufgrund des höchstrichterlichen Urteils vom 15. November 2023 - 2 BvF 1/22 - hat das Bundesministerium der Finanzen das KTF mit einer haushaltswirtschaftlichen Sperre gemäß § 41 BHO belegt. Horst: „Das bedeutet, dass bis auf Weiteres keine neuen Rechtsverpflichtungen über Haushaltsmittel eingegangen werden dürfen.“ Ungeachtet dessen würden Vorbereitungen getroffen, um nach einer etwaigen Mittelfreigabe unverzüglich reagieren zu können.

    Anlagen für Interimsbetrieb gewartet

    So wurde die gesamte Schwimmbadtechnik erneut für den vorübergehenden Betrieb geprüft, um die Mindestanforderungen für den Interimsbetrieb erfüllen zu können. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Chlorgranulatanlage getauscht und mit den Filteranlagen verbunden. Letztere wurden überholt, Sand abgesaugt und durch neuen Filtersand ersetzt. Pumpen und Schieber wurden gewartet und Dichtungen ausgetauscht. Die Maßnahmenliste bis zur Wiederinbetriebnahme ist lang.

    Schwierige Beckenabsenkungen

    Die größte Herausforderung stellt nach wie vor die Beckenabsenkung dar: Nicht nur die Beckenumgänge wurden davon tangiert, auch werden Risse in Wand und Boden vermutet, die für die bestehenden Leckagen ursächlich sein könnten. Um den Überlauf für das komplette Becken gewährleisten zu können, wird ein Anheben der einen oder ein Absenken der anderen Beckenseite geprüft – die technischen Prüfverfahren dazu laufen.

    Eingangsbereich nimmt weiter Gestalt an

    Der neue Eingangsbereich nimmt währenddessen zunehmend Gestalt an. Das Kassen- und Sanitärgebäude befindet sich im fortgeschrittenen Rohbaustadium, und die Terminierung für das Richtfest – ein wichtiger Meilenstein – steht damit kurz bevor. Im Juni soll das Paternusbad wieder öffnen. Es wird eine Interimslösung sein, solange der zweite Bauabschnitt noch auf sich warten lässt und Übergangslösungen für die technischen Herausforderungen gefunden sind, so hatten es die zuständigen Gremien entschieden.

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