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  • Fr., 17. April 2015, 11:44 Uhr
    NK unterstützt Monsheimer Abiturientin, Paten für ihren Friedensdienst im Ausland zu finden

    Sarah geht nach Gouda

    Wer Sarah bei ihrem einjährigen sozialen Jahr in Holland unterstützen möchte, kann sich gern an den Nibelungen Kurier wenden. Foto: Vera Konersmann

    Von Vera Konersmann Die 19-jährige Sarah Hallmer aus Monsheim hat Großes vor. Nachdem sie ihr Abitur am Gauß-Gymnasium bestanden hatte, beschloss sie erstmal Zeit im Ausland zu verbringen. Schließlich entschied sie sich einen Friedensdienst zusammen mit der Organisation „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste“ (ASF) zu leisten. Ab kommenden Herbst wird sie sich ein Jahr in Gouda, Holland, sozial in einer Lebensgemeinschaft für Menschen mit und ohne geistige Behinderung engagieren. „Zu meinen Aufgaben werden unter anderem die individuelle Begleitung von einer Person, Austeilen von Medizin, Teilnahme an Veranstaltungen, Hilfe im Haushalt und vieles mehr gehören“, erklärt Sarah. Im Vorfeld hatten sich zahllose Interessierte  aus ganz Deutschland beworben, um ihren Friedensdienst im Ausland zu erbringen. Nach striktem Bewerbungsverfahren ist die Monsheimerin nun eine von 180 jungen Leuten, die in 13 verschiedenen Ländern an sozialen Projekten teilnehmen werden. Die ASF unterstützt Einrichtungen, die mit Menschen mit geistiger Behinderung, mit sozialer Benachteiligung, mit älteren Menschen und Holocaust-Überlebenden arbeiten. „Ursprünglich wäre ich gern nach Israel gegangen, um dort in einem Frauenhaus tätig zu sein“, berichtet Sarah. Ihre Familie sei aber schließlich nicht unglücklich darüber, dass die 19-jährige nun nach Gouda geht, was ihre zweite Wahl war. „Meine Mutter hatte ein wenig Angst davor, dass ich in ein krisengeschütteltes Land wie Israel geschickt werde, aber dennoch hätte sie mich unterstützt. Das Jahr im Ausland sehe ich als wichtiges Erlebnis. Grade die Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung wird mit Sicherheit eine prägende Erfahrung für das gesamte Leben“, freut sich Sarah auf die bevorstehende Zeit.


    Von ihren Freunden würde sie häufig darauf angesprochen, was es mit der Aktion Sühnezeichen auf sich habe, was ein Friedensdienst mit Vergebung zu tun habe? „Ich verweise sie dann immer auf den Leitspruch der ASF, der besagt, dass die Völker, die von uns Gewalt erlitten haben, uns erlauben mögen, in ihrem Land etwas Gutes zu tun“.


    Das Ziel der ASF ist es, dass jeder, der Interesse an einem Friedensdienst hat, seinen Friedensdienst leisten kann - unabhängig von Herkunft, religiöser Überzeugung und finanziellen Möglichkeiten. „Daher wurden wir alle gebeten, uns, neben staatlichen Förderungen und einem festgelegten Eigenanteil zur Finanzierung, einen Patenkreis aufzubauen. Dieser Patenkreis soll aus mindestens 15 Leuten bestehen, die ein Jahr lang monatlich mindestens 15 Euro spenden, um das 15.600 Euro teure Vorhaben zu fördern“, bittet die Abiturientin um Mithilfe durch die Bevölkerung. Im Gegenzug werden die Paten über Sarahs Tätigkeiten und Erfahrungen unterrichtet und bekommen ihre Projektberichte zugesandt.


    Wer Sarah gerne als Pate zur Seite stehen möchte, kann sich gern per E-Mail (konersmann@nibelungen-kurier.de) oder telefonisch an den Nibelungen Kurier wenden. Wir leiten den Kontakt dann weiter.


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