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  • Mo., 11. April 2016, 12:02 Uhr
    Neue Wege bei „GOLD. Der Film der Nibelungen” / Filmdreh mit zweifacher Brün- und Kriemhild / Budget 3,7 Millionen Euro

    „Schauspieler haben Respekt vor den Festspielen!”

    „GOLD. Der Film der Nibelungen: Am Montagmorgen wurden Ensemble und Inhalt der diesjährigen Festspiel-Aufführung vorgestellt. Foto: Vera Beiersdörfer


    VON VERA BEIERSDÖRFER  Bei „GOLD. Der Film der Nibelungen” rücken Regisseur Arsenij Kubik, Produzent Konstantin Trauer (Uwe Ochsenknecht) und Drehbuchautor Charlie P. Weide (Josef Ostendorf) am Wormser Dom bei einem Nachtdreh den Königinnenstreit in den Fokus der Handlung. Die zweite Aufführung unter neuer Intendanz erzählt die Geschichte eines jungen Nachwuchsregisseurs, eines exzentrisch-genialen Produzenten sowie zweier Brunhild- und Kriemhild-Darstellerinnen. Angestachelt, durch von einem Society Reporter  (Dominic Raacke) gezielt gestreute Verleumdungen und Gerüchte, folgt eine Flut von Emotionen.

    Langjährige Unterstützer und neue Weggefährten
    OB Michael Kissel freut sich auf eine Fortsetzung an der wohl schönsten Spielstätte Deutschlands. Die neue Ära der Festspiele braucht viele Unterstützer, darunter auch das Land, das 650.000 Euro zur Verfügung stellt, wie Kulturstaatssekretär Walter Schumacher informierte. "Die Aufführungen, das Rahmenprogramm sowie kulinarische Events machen den gesamten Festspiel-Charme aus", so Sascha Kaiser mit Hinweis auf die langjährigen Förderer wie EWR und neuen Partnern, darunter Evonik. Zusammen freue man sich auf eine spannende Inszenierung mit hochkarätigem Ensemble.

    Das Budget beläuft sich auf 3,7 Millionen Euro, davon trägt die Stadt 1,5 Millionen. Das ZDF zeichnet in diesem Jahr erstmals die Festspiele auf. Für die Stadt ein gewaltiges Unterfangen, das nicht alleine in der 6-8 wöchigen heißen Phase der Spielzeit bewältigt werden müsse, erklärt OB Kissel.

    Extreme überregionale Aufmerksamkeit
    Intendant Nico Hofmann und Künstlerischer Leiter Thomas Schadt betonten unisono, dass man mit dem ersten Jahr sehr zufrieden gewesen sei. „Viel Rückendeckung der Bürger und der Stadt”, meinte Hofmann, der auf eine extreme überregionale Aufmerksamkeit verwies. Dieses Jahr spüre man zudem eine andere Art der Aufmerksamkeit für Worms: „Die Schauspieler haben Respekt vor den Festspielen!”

    Als sehr intensiv und physisch anstrengend beschreibt Schadt Jahr 1 der Festspiele unter der neuen Intendanz. „Aber im positiven Sinne”, ergänzt der Künstlerische Leiter. „Dieses Jahr gehen wir neue Wege”, so Schadt, „bereits ausgetrampelte Pfade sollen nicht betreten werden”. Wert legen die Verantwortlichen auch auf die Nachwuchsarbeit. Das Siegerstück des Autorenwettbewerbes, das sich mit dem Frauenbild der Nibelungen beschäftigt, soll ebenfalls aufgeführt werden.

    Doppelbesetzung birgt Zündstoff
    Qualität stehe trotzdem vor großen Namen, führt Intendant Hofmann aus. „Zusagen solch hochkarätiger Darsteller erhält man nur, wenn das Stück qualitativ überzeugt”, meint Hofmann weiter. Ein fantastischer und spezieller Spielort mit einem speziellen Publikum, charakterisiert Hofmann den Schauplatz. „Der Stoff ist schon so häufig interpretiert worden, jetzt will ich das Thema in die Gegenwart holen”, begründet Autor Albert Ostermaier die Idee zu einem Filmdreh mit zweifacher Brunhild und zweifacher Kriemhild, „was durchaus für Zündstoff sorgen wird.”

    Mehr zu den Festspielen lesen Sie im NK am Mittwoch

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