Chinesische Küche / Gender-Beef bei Annette Glücklich aus Wiesoppenheim und Teampartner Serkan Güzelcoban / Die neue Kochshow „Top Chef Germany“ am 15. Mai um 20.15 Uhr in SAT.1
Scheitern Sterne-Köche an anspruchsvoller Shanghai-Küche?
Annette Glücklich schlägt sich tapfer durch die neue Challenge. Foto: SAT.1 / André Kowalski
Wie gut kennen sich deutsche Sterne-Köche mit asiatischen Köstlichkeiten aus? Werden die Wan Tans gekocht oder gedämpft? Beinhaltet das Gericht Wasserspinat oder asiatische Knoblauchstangen? In Folge zwei der neuen Kochshow „Top Chef Germany“ am Mittwoch, dem 15. Mai, um 20.15 Uhr, erwartet die Kandidaten in der Berliner „Long March Canteen“ eine knifflige Herausforderung. Küchenchef Guanfeng Guang ist der Inbegriff der modernen Shanghai-Küche und beliebt in Berlins Feinschmecker-Szene. Jury-Chef Eckart Witzigmann verehrt diese Küche: „Ich bewundere die Technik, die Tradition, die Kultur und die Geschmacksrichtung mit der richtigen Balance zwischen Schärfe und Süße.“
In Zweierteams müssen die „Top Chef Germany“-Köche die Gerichte von so originalgetreu wie möglich nachkochen – ohne Rezept und auch ohne zu wissen, was drin ist. Tom Götter hat Respekt vor der Aufgabe: „Chinesische Küche – sieht einfach aus, ist es aber nicht!“ Besondere Herausforderung ist dabei für alle, die richtigen Zutaten herauszufinden, einzukaufen und zu dosieren.
Gender- Beef bei „Top Chef Germany“
330 Sternerestaurants gibt es in Deutschland, aber nur in elf davon sind die Küchenchefs weiblich. Frauen an den Herd? Halten auch die meisten männlichen Kandidaten von „Top Chef Germany“ (Mittwoch, 20.15 Uhr, in SAT.1) offenbar nicht unbedingt für eine gute Idee. Zumindest, als es darum geht, Zweierteams für die nächste Herausforderung zu bilden. Es sieht ganz danach aus, als ob keiner der acht Herren freiwillig mit einer der beiden Köchinnen Annette Glücklich und Hou Hua arbeiten möchte.
„Mich hat’s wütend gemacht, dass die Männer schon wieder alles unter sich ausmachen, immer denken, dass sie jetzt hier die sind, die toll kochen. Und die Frauen dastehen wie bestellt und nicht abgeholt. Als wären sie B-Ware!“, sagt Annette Glücklich enttäuscht von den männlichen Kollegen.
Schlussendlich wird sie von Serkan Güzelcoban als Teampartnerin gewählt – allerdings eher wie eine Küchenhilfe behandelt. Beim Einkaufen lässt Vierfach-Papa Serkan ihr nur allzu gern den Vortritt: „Die Annette ist eine dreifache Mami, sie geht jede Woche, jeden Tag einkaufen.“
Für sie zwar kein Problem, aber sich später beim Kochen komplett unterzuordnen, fällt ihr dann doch schwer: „Ich will nicht sagen: Er ist ein Macho. Aber er ist schon so ein Typ Mann, der gern den Ton angibt.“ Als sie einen fachlichen Rat geben will, blockt Serkan ab, hört nicht mal richtig zu. Schließlich ist er der Teamchef, und für ihn hat „der Chef immer das letzte Wort!“ Aber ob diese Strategie zum Erfolg führt und die Jury, bestehend aus Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann, Food-Kritikerin Alexandra Kilian und 2- Sterne-Koch Peter Maria Schnurr, überzeugen kann?
Wer wird der erste „Top Chef Germany“, gewinnt 50.000 Euro und ein Portrait im Food- Magazin „Der Feinschmecker“? Moderiert wird die SAT.1-Show von Daniel Boschmann. Alle Informationen zur Sendung finden Interessierte auf http://presse.sat1.de/TopChefGermany.