CDU Horchheim: Holpriger Weg zur Barrierefreiheit in Horchheim / Stellvertretende Ortsvorsteherin Stellmann initiiert Ortstermin mit Behindertenbeauftragtem Schall
„Schlecht nutzbar – eine Zumutung!“
Es sei der CDU Horchheim nach ein holpriger Weg zur Barrierefreiheit in Horchheim, schon seit neun Jahren. Aber die Ortsbeiratsfraktion der Christsozialen möchte ihn weiter gehen. Sie will, dass das Stolperpflaster am Marktplatz-Gehweg, neben der Hauptstraße, wegkommt. Es stelle laut CDU ein großes Hindernis dar, insbesondere für Menschen, die auf Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind.
Die Horchheimer CDU-Vorsitzende und stellvertretende Ortsvorsteherin Monika Stellmann hat nun erneut die Initiative ergriffen. Diesmal hat sie Expertise von außen geholt, vom Behindertenbeauftragten der Stadt Worms, Wolfgang Schall. Nach einer Begehung vor Ort, gemeinsam mit der Horchheimer CDU-Fraktion, zeigte Wolfgang Schall Verständnis für das Anliegen der Union: Der Bürgersteig entlang der Oberen Hauptstraße soll im Bereich des Marktplatzes geebnet werden, etwa durch Gehwegplatten oder entsprechende Pflastersteine. „Auf einem Abschnitt von etwa 30 Metern, einschließlich der Kurve, wurde auf dem Bürgersteig Kopfsteinpflaster verlegt“, erklärt Fraktionssprecher Erich Denschlag die Situation.
Gefährliche „Umgehung“
Wolfgang Schall führt aus: „Das Pflaster ist an einigen Stellen abgesenkt und für einen Rollatornutzer oder Rollstuhlfahrer schwierig zu befahren. Besonders am Übergang zur Backhausgasse ist der Gehweg ziemlich mitgenommen und nicht rollstuhlgerecht.“ Wegen der schwer einsehbaren Kurve der Oberen Hauptstraße können Betroffene nicht einfach zum Gehsteig auf der anderen Straßenseite wechseln“, schildert Denschlag das Problem. Die Situation verleite manche sogar zu einer gefährlichen „Umgehung“ direkt auf die Fahrbahn der viel befahrenen Oberen Hauptstraße.
Vorschlag einstimmig verabschiedet
Daran soll sich etwas ändern. Einen langen Atem hat die CDU bereits bewiesen. Schon 2011 hat Denschlag einen entsprechenden Antrag im Ortsbeirat mit initiiert. „Der Vorstoß war sogar einstimmig verabschiedet worden“, ruft Denschlag in Erinnerung. Passiert sei trotzdem nichts. „Zu teuer, zu kompliziert“ – so lauteten kurzgefasst die Antworten des damaligen Oberbürgermeisters. Stellmann hatte sich damit damals schon nicht zufriedengegeben und immer wieder nachgefragt, Nun hat sie Schall mit ins Boot geholt. „Er will prüfen, ob für den Ausbau besondere Förderungen beantragt werden können“, berichtet Stellmann. Zugleich will die CDU den Antrag von 2011 erneut stellen.
„Barrieren lauern aber noch an anderen Stellen“, sagt Fraktionsmitglied Friedrich Schwahn. Gemeinsam mit Wolfgang Schall haben die Christdemokraten auch den Zugang zum Bürgerhaus in Augenschein genommen. So sollen am Eingang besser erkennbare Hinweise für den barrierefreien Zugang angebracht werden. Vor dem Bürgerhaus sei die Klingel nicht gut sichtbar und nicht entsprechend beschriftet. Und am barrierefreien Eingang hinter dem Haus sei erst gar keine Klingel vorhanden. Außerdem fehle ein Hinweis auf die Öffnungszeiten. Zudem muss auch der Weg zur Rollstuhlrampe ausgebessert werden, wie die CDUler und Schall feststellten.
Die Horchheimer CDU-Vorsitzende und stellvertretende Ortsvorsteherin Monika Stellmann, Behindertenbeauftragter Wolfgang Schall, CDU-Fraktionssprecher Erich Denschlag und CDU-Fraktionsmitglied Friedrich Schwahn (von links) begutachten das Stolperpflaster am Marktplatz-Gehweg.