Di., 25.08.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Do., 28. Januar 2016, 11:54 Uhr
    Evangelisches Dekanat lädt zum Studienvormittag

    „Schnuppertag“ für Kirchenvertreter

    Einige Teilnehmer besuchten die Glaubensbrüder und -schwestern der syrisch-orthodoxen Gemeinde (Yvonne Schnur).

    Im Februar beginnt für die gewählten Vertreter der 38 evangelischen Kirchengemeinden im Dekanat Worms-Wonnegau die neue Legislaturperiode. Für ein erstes Kennenlernen lud der Dekanatssynodalvorstand (DSV) die Synodalen zu einem Studienvormittag nach Worms ein. Beim Schnuppertag“ wurden die Mitglieder des Kirchenparlaments auch über die aktuelle Flüchtlingssituation und die damit zusammenhängenden Aktivitäten der Kirche informiert, so der DSV-Vorsitzende Alexander Ebert.


    Mit der Tageslosung "Du sollst keine anderen Götter haben neben mir“ stimmte Dekan Storch die Teilnehmer thematisch auf den Begegnungstag ein: "Es ist hier von Göttern, nicht von anderen Glaubensweisen die Rede", betonte der Geistliche während der morgendlichen Andacht in der Magnuskirche.


    "Wir leben in einem neuen Jahrhundert der Flüchtlinge", zitierte Ökumenepfarrerin Dr. Erika Mohri während ihres Vortrags zum Thema Zuwendung ihren Kollegen Andreas Lipsch. Der Pfarrer ist Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft PRO ASYL und Interkultureller Beauftragter der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Bereits vor zwei Jahren habe Lipsch auf die Dringlichkeit hingewiesen, eine europäische Seenotrettung zu organisieren sowie legale und gefahrenfreie Wege nach Europa zu ermöglichen. Die Flüchtlinge dürften nicht gegen ihren Willen zwangsverteilt werden, vielmehr sollten ihre "legitimen Interessen" ausschlaggebend sein, in einem bestimmten Land Asyl zu beantragen, formulierte Mohri die Kritik der EKHN an der Dublin-Verordnung. Die Aufnahme und Integration einer steigenden Anzahl von Flüchtlingen müsse als Teil einer armutsbekämpfenden Sozialpolitik begriffen werden, schloss sich Mohri abschließend der landeskirchlichen Haltung zum Thema Flüchtlingspolitik an.


    In einem zweiten Teil der Veranstaltung besuchten die Teilnehmer die DITIB-Moscheegemeinde sowie die syrisch-orthodoxe Kirche. "Die beiden Gemeinden haben uns sehr herzlich empfangen", freute sich Alexander Ebert über das geschwisterliche Miteinander, in dem sich dem DSV-Vorsitzenden zufolge "die besondere Verbundenheit der Gemeinden in Christus" zeigte. "Wir legen großen Wert auf interreligiösen  sowie interkulturellen Austausch", bestätigt Dekan Harald Storch, "das zeigt sich an wiederkehrenden Veranstaltungen wie dem Fest der Kulturen oder den Wormser Religionsgesprächen." Dies wolle man den neuen Synodalen mit auf den Weg geben und den wiedergewählten ins Gedächtnis rufen.


     


    Beitrag aus der Rubrik

    » Aus dem Nibelungenland
    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige VHS
    Anzeige Tip SüdhessenAnzeige das WormserAnzeige Amtsblatt
    Anzeige Klinikum Worms - Tag der offenen TürAnzeige TicketshopAnzeige Cecil Cycle KN18256