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  • Do., 10. September 2026, 11:25 Uhr
    FUSSBALL OBERLIGA: Achterbahnfahrt der Wormatia / Zwei Spieler unglücklich verletzt / Rote Karte für Trainer / Am Sonntag kommt Koblenz

    Schock, Euphorie, Schock

    Laurenz Graf wird mit einem offenen Nasenbeinbruch für einige Wochen ausfallen. Gute Besserung!
    Archivfoto: Felix Diehl

    Von Marcus Diehl › Es war ein langer, spannender und actionreicher Abend, den der TSV Gau-Odernheim und der VfR Wormatia Worms am Mittwoch abgeliefert haben. Beide Fanlager durften nach dem Schlusspfiff zufrieden gewesen sein – das Derby endet mit einem gerechten 3:3 (0:1)‑Unentschieden. Eine Party mit Höhen und Tiefen für den VfR. Ein zwei Tore Vorsprung wurde verspielt, woraufhin die Mannschaft mit einer abermaligen Führung eine starke Reaktion zeigte, um am Ende doch noch erneut den Ausgleich zu kassieren. 

    Es war eine Achterbahnfahrt, die gleich zu Beginn mit einem großen Schock startete. Laurenz Graf und Tom Fladung rasselten mit den Köpfen zusammen. Nicht nur, dass beide den Platz verlassen mussten – sie landeten auf dem schnellsten Weg im Krankenhaus. Laurenz zog sich einen Nasenbeinbruch zu und Tom eine Platzwunde mit Gehirnerschütterung. Die Partie war lange Zeit unterbrochen. 

    Özkayas Geniestreich

    Belem Meslem und Aziz Alagi kamen darauf in die Partie. Trainer Artur Lemm: „Schnell mussten wir etwas zaubern, was so nicht geplant war. Gerade Laurenz hatte eine große Aufgabe“. Das war erst einmal ein Schock. Das Team musste zwei Führungsspieler ersetzen. Die Mannschaft musste sich sammeln und sich auf die neue Situation einstellen. So ist es wenig verwunderlich, dass nur die Gastgeber zu einigen Torchancen kamen. Kapital konnten sie nicht daraus schlagen.

    Ein Tor lag nur einmal in der Luft, als Nathan Büker für Luca Pedretti eingreifen musste. Dass die Wormatia mit einer Führung in die Pause ging, war einem Geniestreich von Mert Özkaya geschuldet. Er schlenzte einen Freistoß direkt in den Winkel.

    Meslem legt nach, TSV gleicht aus

    Gleich nach der Pause das 0:2 durch Belel Meslem. Es folgte ein Abnutzungskampf. Kämpferisch musste der VfR alles in die Waagschale werfen. Beide Teams zeigten Moral, jeder Zweikampf wurde gefeiert. Die Gastgeber agierten nur mit langen Bällen. Mit schön aussehendem Fußball hatte dies nicht viel zu tun – das machten sie aber clever und sehr gut. Sie spekulierten nur auf Standards – auf Eckbälle oder Einwürfe. Durch zwei schlecht verteidigte Eckbälle fiel auch der Ausgleich. Hannes Zundel und Nils Schäfer setzten die zuerst abgewehrten Bälle nachträglich ins Netz. 

    Fouls und Platzverweise

    Artur Lemm: „Um hier erfolgreich zu sein, muss man sich auf das Niveau begeben, aber versuchen, am Ende den einen Tick besser zu sein.“ Eine Punkteteilung lag in der Luft. Mit einer Gelb-Roten Karte für Gau-Odernheimer Friedrich kam noch einmal Dramatik in die Partie. Kurz darauf die 2:3‑Führung durch ein Eigentor von Bobby Edet. Jetzt schaltete sich der Schiedsrichter noch hinzu, der in der Nachspielzeit noch einmal in Erscheinung treten wollte. Beim 3:3‑Ausgleich durch Nils Schäfer wollte er ein klares Foul an Luca Pedretti nicht pfeifen. 

    Kurz darauf wurde bei einem schnellen Abschlag Luca Pedretti mit Absicht hieran gehindert. Altin Vrella schubst mit einem Reflex den Übeltäter zu Boden. Rote Karte für Altin, Gelb für den Gau-Odernheimer Schäfer. Es war die letzte Spielsekunde. Eine mehr als harte Entscheidung. Dies erzürnte auch Artur Lemm, der ebenfalls die Rote Karte gesehen hat. Übrigens die erste in seiner Trainerlaufbahn und zwar, weil er zu dynamisch auf den Schiedsrichter zugegangen ist. Über das Gesicht, das seine Truppe gezeigt hat, „und welche Leidenschaft sie an den Tag gelegt hat“, äußerte sich Artur Lemm stolz.

    Nächstes Spiel 

    Am Sonntag kommt um 16.30 Uhr der TuS Koblenz, in die EWR-Arena. Ohne drei wichtige Stammkräfte und dem Coach an der Seitenlinie. Gegen den TuS gibt es immer sehr emotionale Partien. Der Gästeblock wird gut gefüllt sein. Viel Polizei wird für Ruhe sorgen müssen. Da gilt es, dagegenzuhalten. Egal welche Truppe auf dem Platz stehen wird – sie brauchen die Fans im Rücken. Auf geht’s, Wormatia!

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