Sa., 19. Oktober 2013, 20:30 Uhr
Ausflug der Pfeddersheimer LandFrauen nach Pirmasens
Schokoladeparadies und mehr
Erst die Arbeit, dann das Vergnügen, so ist das bei den Pfeddersheimer LandFrauen und so kam auch in diesem Jahr der Ausflug erst nach dem Latwerge-Kochen ins Programm und zwar nach Pirmasens und Zweibrücken. Die weltbekannte Schuhstadt war das erste Ziel. Diesmal aber nicht der Schuhe wegen, sondern die weithin berühmte „Schoko-Welt” ließ die Reisenden die Pfalz von ihrer Schokolade-Seite her erkunden.
Süße Naschereien
Wer hat nicht schon die legendären „Nappos“ auf der Kirmes probiert, „Eiskonfekt“, „Schokoreis“ oder schokolierte Früchte, darunter auch kandierte Zitronenscheiben. Diese süßen Naschereien sprechen für sich: Osterhasen, Weihnachtsmänner, Küken, Enten, Schoko-Bürogegenstände und vieles mehr wird zum großen Teil noch in liebevoller Handarbeit gefertigt. Wie sich darüber hinaus das Werk für soziale Belange einsetzt und wie sozial und human die Mitarbeiter behandelt werden, das alles spricht für das Schoko-Paradies.
Nach ausgiebigem Probieren und dem Kauf von Mitbringseln führte die Route nach Zweibrücken. Nach dem stärkenden Mittagessen geleiteten zwei kompetente Gästeführerinnen die in zwei Gruppen aufgeteilte Reisenden durch die Rosenstadt.
Starkregen konnte Stimmung nicht trüben
Der plötzliche Starkregen überraschte die wissbegierigen Pfeddersheimerinnen, konnte aber der Stimmung nichts anhaben. Beim Stadtrundgang, der die Geschichte Zweibrückens lebendig aufleben ließ, machten die versierten Damen auf ganz amüsante Art auf viele Dinge aufmerksam, die sich mit der Rosen- und Pferdestadt verbinden lassen. Beeindruckend am Anfang das Wenige, das von dem ehemaligen Schlossgarten übrig geblieben ist.
Die Gärten zogen sich vom Schloss entlang einer Allee bis zum heutigen Niederauerbach. Diese Anlagen , im Barock-Stil, wurden in Folge der französischen Revolution verwüstet. Kanal und Allee, beides schnurgerade, erinnern noch heute an die prächtige Gartenarchitektur. Im ehemaligen alten Gefängnis wurde das Hambacher Fest vorbereitet, das Symbol für Deutschlands Kampf für Einheit und Freiheit. An die große Synagoge erinnert nur noch eine Gedenktafel, auch sie fiel in der Reichspogromnacht den Flammen zum Opfer. Die 300 Seelen der jüdischen Gemeinde erlitten das Schicksal vieler Juden.
An das Herzogschloss aus dem Jahre 1720 erinnert, nach etlichen Zerstörungen und Wiederaufbau als Kirche und Justizpalast, das heutige Oberlandesgericht und die pfälzische Generalstaatsanwaltschaft.
Der Rosengarten ist mittlerweile Veranstaltungsort für Open-Air-Konzerte und Seminare. Das Landesgestüt hat auch heute noch Funktion, nicht nur als Zucht- und Reiterbetrieb hat es einen guten Ruf, auch Rennen, Turniere, Auktionen, Zuchtprüfungen und schließlich die große Pferde-Gala verstehen zu beeindrucken.