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  • Fr., 23. März 2018, 14:15 Uhr
    Mit wechselndem Erfolg nistet seit 2007 unterschiedliche Falkenpärchen in den Türmen von Dom und Dreiflatigkeitskirche / Bilder auf webcam

    Schon zwei Falken-Eier entdeckt

    Im Turm des Wormser Doms brüten wieder Wanderfalken.


    Im Turm des Wormser Doms befindet sich wieder ein Nest von Wanderfalken. Der NABU freut sich, dass bereits zwei Eier gesichtet werden konnten. Dr. Hilmar Kienzl brachte gegenüber dem NK seine Freude zum Ausdruck und verwies auf die Möglichkeit, sich die Wanderfalken in luftiger Höhe mit Hilfe einer webcam anzuschauen. Die Internetübertragung ist auf www.worms.de einsehbar.

    Geschichte der Wormser Wanderfalken

    Die Geschichte der Wanderfalken am Wormser Dom ist eine sehr bewegte. Nachdem 2006 vom NABU in 50 Meter Höhe in einem Fenster des Domturmes neben der Volksbank eine Horstbox eingerichtet wurde, zog dort bereits 2007 ein Falkenpärchen ein. Nach Kaiser Friedrich und Kaiserin Isabella genannt, gelang ihnen in den Folgejahren gesunde Jungfalken in den Wormser Himmel fliegen zu lassen. Dann aber erlebte die interessierte Öffentlichkeit einmal durch Parasitenbefall einen raschen Tod aller Küken und einmal verschwanden plötzlich die fast flüggen Jungen, vermutliche erbeutet durch den einzigen Feind der wehrhaften Wanderfalken, dem Uhu. Als 2013 die Restaurierung des Doms auch diesen Turm erreichte und dieser für zwei Jahre eingehüllt wurde, versuchte der NABU die Falken zum Turm der Dreifaltigkeitskirche “umzuziehen“. Die Falken inspizierten zwar das neue Angebot, doch selbst im zweiten Jahr gefiel den Raubvögel dieses „Angebot“ nicht. Vermutlich fehlte ihnen die für Wanderfalken so begehrte “felsige Umgebung“, die ein romanischer Dom zu bieten hat. Als vor zwei Jahren die Renovierung am Domturm abgeschlossen wurde und den früheren Horstplatz zur Verfügung stand, tauchte ein neues Pärchen auf. Im Jahr 2016 sprach das noch nicht ganz blaugraue Rückenfederkleid des Weibchens für einen noch unreifen Jungvogel, so dass sich eine fehlende Eiablage erklärte. 2017 war der NABU überzeugt, dass eine Brut gelingen würde, denn wilde Balzflüge um den Dom und der gemeinsame Verzehr einer Taube im Boxinneren sprachen für einen Erfolg. Doch im Sommer verschwand das Interesse an dem Brutplatz und seither sieht man nur den Terzel, wie man einen männlichen Falken bezeichnet.

    2018 neuer Brutplatz

    Und wieder musste der NABU 2018 einen neuen Brutplatz anbieten. Der Einbau der neuen fünf Glocken im ersten Halbjahr in diesen Turm, zwang uns einen neuen Horstplatz am Dom zu suchen. Und wir fanden ihn. Noch ein Stockwerk höher im Turm und mehr dem Neumarkt zugewandt ist ein geeignetes Fenster, das optimale Bedingungen aufweist. In diesem höchsten Fenster des Turms, weiter weg von den Glocken und dem Glockeneinbringungsfenster, wurde eine neue Beobachtungskamera eingerichtet. Die technische Einrichtung und die laufende Übertragung des hoffentlich erfolgreichen Brutgeschehens in 2018 wird durch Spenden an den NABU finanziert und durch die Internetredaktion der Stadtverwaltung unterstützt. Der bisherige Blick auf die Dreifaltigkeitskirche und den Siegfriedbrunnen wird unverändert und jetzt sogar ganzjährig durch eine zweite 2011 von der Volksbank-Alzey-Worms gespendeten Kamera am Dom erhalten bleiben.

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