
Stark ersatzgeschwächt traten die Hockeydamen zum 1. Spiel nach der Winterpause an. Der Nibelungen-Cup am Wochenende nach Ostern hat gezeigt, dass Potenzial in der stark verjüngten Mannschaft steckt und der Klassenerhalt in der Oberliga keine Utopie sein dürfte. Allerdings machte das Fehlen von vier Stammspielerinnen die Aufgabe gegen Schott Mainz nicht leicht.
Die Mainzerinnen dominierten die ersten Minuten klar und ließen die TGW kaum aus der eigenen Hälfte kommen. Die Wormser Aufbauversuche wurden meist schnell unterbunden und der Sturm hatte mehr damit zu tun, die Mainzerinnen zu verteidigen als selbst Richtung gegnerischen Kreis vorzustoßen. Der erst 2. Angriff bescherte dem Heimteam jedoch einen berechtigten 7m, den Jenny Ganly zur 1:0 Führung verwandelte. Die Mainzerinnen waren spürbar irritiert und unterbanden manchen Wormser Angriff sehr rustikal, was von den Schiedsrichtern aber nicht geahndet wurde.
Im 2. Viertel übernahm Mainz wieder die Kontrolle, presste hoch und nutzte schon nach zwei Minuten den Fehlpass im Wormser Aufbauspiel zum Ausgleich. Durch eine harte 7m-Entscheidung gegen Worms drehte Mainz die Partie noch vor der Pause.
Die 2. Halbzeit begann mit einer guten Wormser Phase und Chancen zum Ausgleich, während Mainz das Wormser Spiel mehrmals durch unnötige Fouls unterbanden. Mindestens eine Strafecke hätte es für die TGW geben müssen, aber außer einer grünen Karte für Mainz hatte die raue Gangart keine Konsequenzen durch die Unparteiischen.
Auf der Gegenseite nutzten Schott eine Strafecke und konnte auf 3:1 erhöhen. Worms spielte weiter nach vorne, Mainz weiter hart und erhielt nach einem bösen Bodycheck eine 2. grüne Karte. Die Überzahl konnte die TGW aber nicht nutzen und es ging mit einem zwei Tore Rückstand ins letzte Viertel.
Bei nur drei Auswechselspielerinnen und 30°C machte sich nun der Kräfteverschleiß bei Worms bemerkbar. Die Bemühungen waren da, aber weder die größeren Spielanteile noch zwei Strafecken konnten die Niederlage noch verhindern.