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  • Mi., 26. Juli 2023, 16:55 Uhr
    SCHULE IM MUSEUM: Projekt bis zum 30. September im Andreasstift zu sehen

    Schüler eröffnen Ausstellung „Farbe“

    Bilder von Schülern der Pfrimmtal Realschule Plus sind aktuell im Museum der Stadt Worms bis Ende September ausgetellt.


    Bereits seit 2009 besteht die erfolgreiche Kooperation zwischen der Pfrimmtal Realschule plus und „museum live“, dem museumspädagogischen Programm der Wormser Museen. Das Team des Nibelungenmuseums koordiniert seither in Zusammenarbeit mit den Lehrern die Inhalte der wöchentlichen AG. Neben der Vermittlung von Ausstellungsinhalten stehen auch besondere Projekte auf dem Programm.

    In Zusammenarbeit mit Kunsthistorikerin Agnes Cibura und der Unterstützung von Archäologin Nadja Schulz wurde so das Projekt „Farbe“ ins Leben gerufen: Seit März entdeckten die Schüler der neunten und zehnten Klassen jeden Mittwochnachmittag mit viel Kreativität die Anwendung, Bedeutung sowie Betrachtung von Farbe innerhalb unterschiedlicher Geschichtsepochen. Am Mittwoch wurde das Ausstellungsprojekt nun im Beisein aller Beteiligten von Oberbürgermeister Adolf Kessel, der sich von den Ergebnissen beeindruckt zeigte, feierlich eröffnet. Eine Auswahl der Werke ist noch bis zum 30. September in den museumspädagogischen Räumen im Museum Andreasstift zu sehen.

    In den vergangenen vier Monaten befassten sich die Teilnehmer der AG mit den reellen und symbolischen Werten von Farben in Kunstwerken. Inspiriert durch John Gages Buch „Kulturgeschichte der Farbe“ konzipierte Kunsthistorikerin Agnes Cibura das Schülerprojekt. Unterstützung erhielt sie dabei von der Archäologin Nadja Schulz. Wöchentlich lernten die Schüler so unterschiedliche Zeichen- und Malereitechniken im Museum der Stadt Worms kennen. Auch Ausflüge ins Museum Heylshof standen auf dem Programm. Ob Collagen, abstrakte Kunst oder klassische Gemälde: Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Adolf Kessel stellten die rund 15 Schüler bei der Vernissage ihre Arbeiten der vergangenen Monate stolz den zahlreichen Gästen vor.

    Projektleiterin Agnes Cibura freut sich über den Zuspruch: „Abgesehen von der fachlichen Analyse war es mir wichtig, das Thema auch auf einer persönlichen Ebene zu vermitteln. Zu Farben hat jeder einen emotionalen Bezug und das erleichterte den Schülern auch den Zugang. Deswegen wollten wir der individuellen Kreativität und Interpretation unbedingt genug Raum geben.“ 
„Über die letzten Monate haben die Schüler wirklich einen künstlerisch-kreativen Prozess durchlebt. Das zeigt sich an den tollen Ergebnissen“, bestätigt Isabell Schärf-Miehe von „museum live“.

    Simone Gnädig, Schulleiterin der Pfrimmtal Realschule plus zeigt sich stolz über die Kooperation: „Man kann Geschichte nur verstehen, wenn man sie erlebt. Unser Schulkonzept sieht daher vor, Geschichte in Form von Erfahrungen in den Schulalltag zu integrieren. Dass uns das bereits seit Jahren durch die Zusammenarbeit mit den Museen gelingt, freut uns wirklich sehr.“ 
Nach diesem erfolgreichen Projekt verspricht die Kooperation auch weiterhin fortgeführt zu werden: „Bereits bei der Sanierung des Gebäudes war es uns wichtig, mehr Raum für die Museumspädagogik zu schaffen. Es ist wirklich schön, hier eine Vernissage veranstalten zu können und wir hoffen, es wird nicht die letzte sein,“ so Ulrike Breitwieser, Verwaltungsleiterin des Museums.

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