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  • So., 03. Dezember 2017, 22:44 Uhr
    Die Mannheimer Kufencracks unterliegen nach enttäuschender Leistung am Sonntagabend mit 2: 4 Toren in Straubing

    Schwache Adler verlieren gegen Tigers

    Matthias Plachta ist einer der wenigen Adler-Stürmer, der Normalform bringt. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler verlieren in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Sonntag mit 2:4 (0:0/0:1/2:3) Toren beim Tabellenletzten aus Straubing. In der Tabelle stehen die Mannheimer damit auf Rang sieben.

    Die Cracks im blau-weiß-roten Dress zeigten am Sonntag in Niederbayern eine schlechte Leistung und haben vollkommen verdient verloren. Wieder einmal zeigten sich die Stürmer nahezu unfähig, Tore zu schießen. Aber ohne die lässt sich kein Spiel gewinnen. Auch fehlte nach der Straubinger Führung zum 3:1 bei Mannheim der Wille und das Aufbäumen, das Match noch einmal zu drehen. Eher passiv ließen sich die Badener zur Schlachtbank führen. Sollten die Raubvögel in dieser schwachen Form weiterspielen, haben sie mit dem Ausgang der Meisterschaft nichts zu tun, ja, sie müssen gar um den Direkteinzug in die Play-Offs bangen.

    Zwar ist der Adler-Sturm mit großen Namen nur so gespickt, aber von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, wie etwa Matthais Plachta, bringen die Angreifer zurzeit so gut wie nichts auf das Eis. Viele Cracks sind eine einzige Enttäuschung. Eine bittere Analyse, die weh tut, aber die die Wahrheit ist. Mannheim ist nicht nur vom siebten Tabellenplatz her nur noch Mittelmaß, sondern auch von der Spielweise und der mangelhaften kämpferischen Einstellung her. Und die Entschuldigung mit den vielen, verletzten Spielern zieht auch nicht mehr, da bis auf drei Cracks alle wieder an Bord sind. Ob die Adler überhaupt noch eine Mannschaft sind oder der Kader nur mehr aus Individualisten besteht, lässt sich von außen nicht sagen, aber richtige Teams treten anders auf. Man darf gespannt sein, welche Diskussionen es in den nächsten Wochen rund um den Adlerhorst geben wird.

     

    Zur Chronologie

    1. Drittel

    Ein flotter Beginn von beiden Seiten, ohne dass es eine absolute Top-Partie war. In der Anfangsphase zunächst zwei gute Chancen für den Straubinger Stefan Loibl und auf der Gegenseite für den Mannheimer Matthias Plachta, aber beide scheiterten. Ab der 8. Minute dann die Adler in Überzahl. Die Mannheimer Powerplay-Formation mit Plachta, Sparre, Festerling, Raedeke und Akdag mit guten Gelegenheiten, aber ohne Torerfolg. Dann mussten ab der 16. Minute kurz hintereinander gleich zwei Adler hinaus, sodass fünf Straubinger Feldspieler gegen nur drei Mannheimer auf dem Eis standen. Doch außer einem Lattenkracher sprang nichts für die Tigers heraus. Fazit: Mit einem gerechten 0:0 Unentschieden ging es in die Kabinen.

    2. Drittel

    Der Straubinger Dylan Yeo brach in der 23. Minute den Bann und erzielte die 1:0 Führung. In der Folge waren die Tigers wacher und druckvoller. In der 33. Minute Adler-Stürmer Brent Raedeke mit der Chance, aber Tigers-Torsteher Drew MacIntyre hielt glänzend. Insgesamt blieb Straubing fixer und beweglicher. Die Adler kamen mit dem frühen Forechecking der Niederbayern überhaupt nicht zurecht. Zu Ende des Drittels die Cracks aus der Quadratestadt erneut im Powerplay, aber wiederum kein Tor. Fazit: Die Straubinger stets den berühmten Schritt schneller, daher war die Führung für die Tigers verdient.

    3. Drittel

    Der letzte Abschnitt gehörte zu weiten Phasen den Tigers. Die Adler meist im eigenen Drittel eingeschnürt und harmlos in ihren Aktionen. Etwas überraschend daher in der 46. Minute der 1:1 Ausgleich durch Adler-Stürmer Ryan MacMurchy, der sich ein Herz genommen und abgezogen hatte. Aber nur kurze Zeit später, in der 49. Minute, markierte Alexander Oblinger in Überzahl das 2:1 für die Niederbayern. Und nur eine Minute später legte Jeremy Williams gar das 3:1 für die Tigers nach. Im Anschluss probierten die Adler zwar zu verkürzen und heranzukommen, doch wirklich gefährlich war dies lange Zeit nicht, was sie da taten. Kaum ein Stürmer ging in den Bereich direkt vor den gegnerischen Torwart, wo es wehtut, vielmehr schossen die Mannheimer ideenlos von außen, was nur geringen Chancen auf den Erfolg hat. So plätscherten die Minuten herunter. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende nahmen die Adler den Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers herunter und in der 58. Minute schoss Matthais Plachta zum 2:3 Anschlusstreffer ein. Aber nur eine Minute später traf Maury Edwards zum 4:2 Endstand für die Niederbayern. Fazit: Die Straubinger waren im letzten Abschnitt das eindeutig bessere Team, daher ging der Sieg vollkommen in Ordnung.

     

    Aufstellung:

    Mannheim: Endras (Pickard) - Stuart, Reul, Johnson, Larkin, Akdag, Carle, Goc - Plachta, Raedeke, MacMurchy, Setoguchi, Festerling, Sparre, Hungerecker, Kolarik, Adam, Ullmann, Kink, Dejardins

    Straubing: MacIntyre (Vogel) - Madaisky, Klassen, Edwards, Dotzler, Bettauer, Yeo, Jobke - Loibl, Connolly, Hedden, Williams, Mitchell, Brandl, Oblinger, Zalewski, Koper, Röthke, Renner, McKinnon

    Strafminuten: Mannheim 8 Min - STraubing 6 Min

    Tore: 1:0 (22:56) Yeo (Koper/Mitchell) - EQ; 1:1 (46. Minute) MacMurchy (Carle) - EQ; 2:1 (48:43) Oblinger (Yeo) - PP1; 3:1 (49:52) Williams (Loibl) - EQ; 3:2 (57:30) Plachta (Carle) - EQ; 4:2 (58:13) Edwards (Zalewski) - EQ;
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