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  • So., 11. Mai 2025, 10:19 Uhr
    TSG PFEDDERSHEIM: Mannschaft dreht Partie gegen VfB Bodenheim / Moncada verlängert Vertrag

    Schwacher Start noch ausgebügelt

    Es war Khaled Abou Daya letztendlich egal, wie der Ball auf seinem Fuß landete. Er knallte ihn in den Winkel und brachte damit sein Team in die Partie hinein.
    Foto: Felix Diehl

    Von Marcus Diehl › Der fünfte Erfolg am Stück ist perfekt und die TSG Pfeddersheim arbeitet weiterhin sehr erfolgreich am Klassenerhalt. Der starke Aufsteiger VfB Bodenheim wurde mit 3:1 (1:1) niedergerungen.

    Im Vorspiel führte die TSG damals mit 2:0 bis zur 89. Minute, um am Ende doch noch mit 2:3 zu verlieren. Nach dem Spiel führte Gästetrainer Marco Jantz den Unterschied zwischen den zwei Spielen auf. „Die TSG ist heute eine Mannschaft.“ Ein größeres Lob kann es für das Team von Trainer Marco Streker nicht geben. Es spiegelt hundertprozentig die momentane Verfassung wider und ist ein Faktor für den möglichen Klassenerhalt. Die TSG hatte diese These am Freitagabend eindrucksvoll untermauert. Denn nach einem schwachen Start in die Partie zeigten sie in der zweiten Hälfte, was alles möglich sein kann, wenn alle Akteure an einem Strang ziehen.

    Gäste dominierten erstes Drittel

    Die erste halbe Stunde ging klar an die Gäste. Zu diesem Zeitpunkt hätte es durchaus höher als 0:1 stehen müssen. Die Gäste agierten sehr dominant, waren spielerisch voll auf der Höhe und konnten viele Lösungen finden. Die TSG hatte wenig dagegenzusetzen. Der Zugriff auf die Gegenspieler war nicht vorhanden. Bodenheim konnte schalten und walten, wie sie wollten. Die Defensive wackelte bedenklich.

    Trainer Marco Streker: „Das war unsere schlechteste Phase seit Wochen.“ Der Rückstand der TSG war nur folgerichtig. In der sechsten Minute nutzte Maik Geuder, einen Stellungsfehler zur Führung aus. Es folgte ein Lattenknaller von David Vodi und viele brenzlige Szenen im TSG Strafraum. Zwar hatte die TSG auch einige Abschlüsse – sie waren aber zu harmlos abgeschlossen, um den Ex-TSGler Patrick Stoffleth im Tor in Bedrängnis zu bringen. Auch bei einem vermeintlichen Abseitstor stand das Glück der TSG zur Seite.

    Wende per Zufall eingeleitet

    In der 33. Minute stand beim Ausgleich Kommissar Zufall zur Seite. Ein schwaches Zuspiel von Lion Schubach sollte eigentlich an die Adresse von Khaled Abou Daya gehen. Durch Umwege fiel das Spielgerät genau auf die Füße von Khaled und mit der Pike trifft er in den Winkel. Ab jetzt war die TSG im Spiel. „Danach konnten wir die Partie bis zur Pause wenigstens beruhigen“, sprach Marco Streker.

    In der Pause neu justiert

    Beim Pausentee fand er die richtigen Worte. Die TSG hat zur vollen Attacke in der zweiten Halbzeit, geblasen. Die Defensive stand nun sattelfest. Im ganzen Spiel war mehr Aggressivität dabei. Kein Zweikampf wurde gescheut. Die Gäste hatten keine Zeit zum Durchatmen. In die Karten spielte auch das schnelle Tor in der zweiten Hälfte. Lion Schubach zieht aus 20 Metern ab. Der Torhüter lässt zur Seite prallen und Nico Najda vollendet. Die Gäste versuchten, in das Spiel zurückzukommen. Sie brachten alle Offensivkräfte auf den Platz, ohne etwas Schlagfertiges zu praktizieren. 

    Jede hohe Hereingabe brachte Fabian Herchenhan per Kopf aus der Gefahrenzone. Gefühlt hatte er mehr Ballkontakte mit dem Kopf als mit dem Fuß. Nur bei den Kontergelegenheiten wurde manchmal zu hektisch der Abschluss gesucht. Die beste Chance hatte Lion Schubach, der aus der eigenen Hälfte einen Sololauf startete. Nur beim Schussversuch wäre mehr Ruhe wünschenswert gewesen. Er schoss sich selber an, sodass der Ball weit am Gehäuse vorbeiging. So mussten die Zuschauer bis zum Ende zittern, dass nicht irgendein komischer Abschluss ins Gehäuse findet. In der Nachspielzeit die Erlösung. Blitzsauberer Konter führte zum 3:1. Fabio Schmidt eröffnete mit einem langen Ball auf Francis Peprah und seine Hereingabe veredelt Khaled Abou Daya. Er ist auch ein Sinnbild für die Wiederauferstehung der TSG. Bei fünf Toren in den letzten drei Partien und seinem unbändigen Einsatz ist er momentan ein Garant im TSG-Spiel. 

    Zwei Auswärtsspiele, ein verlängerter Vertrag

    Zwei Auswärtsspiele stehen noch auf dem Plan. Dazwischen sind sie Spielfrei. Punkte müssen weiterhin noch erzielt werden. Sie stehen über dem Strich. Weiter fokussiert bleiben, jedes Spiel von beginn mit voller Konzentration angehen. Wie nach den letzten Siegen schon gesagt wurde. Erreicht hat die TSG immer noch nichts. Mittlerweile sind sie auf einem richtig guten Weg.

    Am Samstag geht es um 15 Uhr zu Basara Mainz. Nach dem Spiel die nächste gute Nachricht bei der TSG. Fabrizio Moncada wird auch in der nächsten Saison das Trikot tragen. Er ist nicht nur flexibel einsetzbar, sondern auch in der Kabine unersetzbar. Ein echter Teamplayer – und Vorbild an Einsatz und Leidenschaft.

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