Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
Sie sind hier: Startseite » Sport » Schwarzer Samstag am Leiselheimer Trappenberg
So., 26. November 2017, 15:42 Uhr
Tischtennis 3. Bundesliga Süd: TV Leiselheim steckt nach 2:6-Niederlage gegen TTC Wöschbach tief im Abstiegskampf
Schwarzer Samstag am Leiselheimer Trappenberg
Vergangener Freitag war „Black Friday“. Ein neuer Trend, der in den letzten Jahren aus den Vereinigten Staaten von Amerika über den großen Teich nach Europa und nun auch Deutschland schwappte.
Der Tag gilt als Beginn der Weihnachtseinkaufsaison. Ob auch die Tischtennis-Spieler des TV Leiselheim den „Black Friday“ nutzten, um erste Weihnachtsgeschenke zu besorgen, ist nicht verbürgt. Belegt ist indes die Tatsache, dass für den Tischtennis-Drittligisten tags darauf ein „Black Saturday“ folgte. Die bittere 2:6-Pleite gegen den bis dahin punktgleichen TTC Wöschbach im Heimspiel der 3. Bundesliga Süd gestaltete sich für die Wormser als rabenschwarzer Samstag – und Beginn des Abstiegskampfes.
Wie tief die Wormser Tischtennisasse vom Leiselheimer Trappenberg kurz nach dem Start des Spiels gegen den Aufsteiger aus der Gemeinde Pfinztal bei Karlsruhe im Abstiegssumpf stecken, konnte man ganz gut an einer Geste von Christian Kaufhold ablesen. Wenn der langjährige Leiselheimer Trainer über seine Brille auf die Tischtennis-Tische schaut, dabei tief durchschnauft und mit leerem Blick noch lange verharrt, ist etwas faul im Staate Dänemark. Sein Team hatte zwei Doppel und die beiden Einzel der Spitzenspieler Nico Stehle und Medardas Stankevicius ohne jede Chance und ohne einen einzigen Satzgewinn verloren. „Wie soll ich den Spielverlauf erklären?“, wird Christian Kaufhold später sagen.
Ernüchterndes Tischtennis!
Was er nach diesen ernüchternden 45 Minuten Einbahnstraßen-Tischtennis erst einmal in der Pause zu sagen hatte, lässt sich erahnen. „Meine erste Aufgabe war es, die Mannschaft aufzurichten. So konnten und durften wir uns nicht weiter präsentieren.“ Gut für die Wormser, dass diese Zäsur folgte, denn nach 15 Minuten der Besinnung auf das eigene Können trat die erstmals in dieser Saison in kompletter Mannschaftsstärke angetretene Truppe um Christian Kaufhold völlig anders auf. Plötzlich war’s ein Tischtennis-Spiel auf Augenhöhe. Plötzlich agierten die Wormser und nahmen das Heft des Handels in ihre Hand.
Allen voran zeigte der junge 18-jährige Vladimir Anca im Dress des TVL eine couragierte Leistung gegen den Tschechen Petr Husnik. Er und sein indischer Paarkreuzkollege Sushmit Sriram brachten die Gastgeber auf 2:4 heran. Und auch Nico Stehle sah in der Partie gegen den aus China stammenden Fu Yong lange wie der sichere Sieger aus. Der siebenfache Deutsche Hochschulmeister im Tischtennis gab das Match aber noch höchst unglücklich ab. „Irgendwie passte dies allerdings zu dem rabenschwarzen Samstag“, stellte Christian Kaufhold ernüchtert fest. Klar war in diesem Moment auch: Sein Team steckt tief drin im Abstiegskampf der 3. Bundesliga Süd.
Tischtennis 3. Bundesliga Süd TV Leiselheim vs. TTC Wöschbach 2:6 Spiele / 9:20 Sätze Punkte TVL: Sushmit Sriram, Vladimir Anca.
Vorschau 3. Bundesliga Süd:´ TV Leiselheim vs. NSU Neckarsulm am Samstag, 2. Dezember 2017, 18 Uhr, der Eintritt ist frei!
Tabellenführer NSU Neckarsulm kreuzt Samstagabend am Leiselheimer Trappenberg auf
Da muss Christian Kaufhold nicht lange drüber nachdenken: „Das Heimspiel gegen Neckarsulm kommt für unsere Mannschaft zu einem sehr ungelegenen Zeitpunkt.“ Befindet sich das Team des Leiselheimer Trainers doch derzeit nicht gerade in Topform, was durch die 3:6-Niederlage gegen TTC Weinheim und die 2:6-Pleite gegen TTC Wöschbach jüngst deutlich unterstrichen wurde.
Und dann kreuzt nun auch noch der souveräne Tabellenführer ohne Punktverlust Samstagabend, den 2. Dezember (18 Uhr), am Leiselheimer Trappenberg auf. Logisch, dass Christian Kaufhold für das Duell mit NSU Neckarsulm behauptet: „Wir sind der klare Außenseiter in der Partie.“ Zumal in Reihen der Männer aus dem Norden Baden-Württembergs drei Ausnahme-Tischtenniscracks ihrem Handwerk nachgehen. Jens Schabacker (9:1-Bilanz), Julian Mohr (7:2-Bilanz) und Josef Braun (8:0-Bilanz) gehören allesamt zu den besten Spielern der 3. Bundesliga Süd. Daher gilt für Christian Kaufhold: „Wir wollen uns gegen den Favoriten auf die Meisterschaft in der Saison 2017/2018 so gut wie nur möglich verkaufen.“
Vladimir Anca, der 18-jährige Leiselheimer Angreifer mit den knallharten Vorhand- und Rückhand-Topspins, bezwang den Tschechen Petr Husnik in vier Sätzen. Das war einer der wenigen lichten Momente für den Tischtennis-Drittligisten TV Leiselheim bei der 2:6-Niederlage im Heimspiel gegen TTC Wöschbach