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  • Di., 17. Juli 2018, 22:28 Uhr
    Die Grünen fordern größere Anstrengungen von der Stadt bei der Realisierung eines neuen Radweges nach Osthofen

    „Schwierig, aber nicht unmöglich“

    Richard Grünewald (Grüne).


    Der ADFC hat unlängst die Diskussion über eine Radwegeverbindung vom Wormser Industriegebiet nach Osthofen angestoßen. Laut einer Pressemitteilung der Stadtratsfraktion der Grünen und deren Fraktionssprecher und OB-Kandidat Richard Grünewald müsse es das Ziel aller Beteiligten sein, gemeinsam eine Lösung zu finden, damit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ganzjährig und bei jedem Wetter den „Katzensprung“ von Osthofen in die Wormser Gewerbegebiete mit dem Fahrrad oder E-Bike sicher zurücklegen können.

    Schwierige Rahmenbedingungen -und Perspektiven
    So einfach sich die Lage auf den ersten Blick darstelle, so kompliziert sei sie bei genauerer Betrachtung, weshalb sich Richard Grünewald näher mit der Materie beschäftigt habe.

    Das zu querenden Bahngleis sei in der Tat seit dem 5. Juni 2013 stillgelegt, es sei aber noch für eine andere Verwendung freigegeben, im Amtsdeutsch „entwidmet“. Theoretisch könnte die Strecke reaktiviert werden, do der Fraktionssprecher. Zu fragen und mit der Bahn zu erörtern sei also, ob eine Nutzung und Querung bis auf Weiteres möglich wäre.

    Die Bahntrasse liege auf der Osthofener Gemarkung, dies sähe man erst auf den zweiten Blick in einem detaillierten Plan. Somit sei die Stadt Osthofen Ansprechpartner gegenüber der Bahn. Daher habe sich Grünewald mit dem Osthofener Beigeordneten Günther Sum in Verbindung gesetzt, dem er die Unterstützung der Grünen für ein gemeinsames Vorgehen zugesagt habe.

    „Jede vermeintlich einfachere Alternativroute muss von den Nutzern auch angenommen werden“ ist sich der Grüne OB-Kandidat sicher. Es würde laut ihm nichts nützen, gewissermaßen eine Radweg-Umgehung zu planen, die von den Menschen, die täglich zu ihrem Job müssten, nicht angenommen würde. 

    Daher müsse auch über eine eventuelle alternative Radwegeführung gemeinsam mit den Nutzern und dem ADFC nachgedacht werden.

    Auch das Argument, dass die ADD eine Finanzierung verbiete, treffe laut Grünewald so pauschal nicht zu. Verkehrssicherheit sei keine freiwillige Leistung, sondern eine kommunale Pflicht. Ferner wäre es möglich, für konkrete Projekte Freigaben auszuhandeln, wenn man diese gut erklären könne und wirklich wolle. Das habe er in der Vergangenheit schon mit der ADD beim Thema Sprachkurse geklärt.

    Nicht klagen, sondern kämpfen
    Aufgabe der Stadt sei nach Grünewalds Dafürhalten nicht, zu erklären, warum etwas nicht ginge, sondern Wege zu suchen, damit „zweifellos sinnvolle Projekte in die Tat umgesetzt werden können“. Wer bei Widerständen schon aufgebe, werde nie etwas erreichen. Für den nötigen Radweg nach Osthofen brauche es „guten Willen, langen Atem und Entschlossenheit zur Kooperation“.

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