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Mi., 30. Oktober 2019, 20:41 Uhr
VOLLEYBALL FRAUEN: SG Worms/Hochheim gewinnt am ersten Doppel-Heimspieltag 3:1 gegen TSG Bretzenheim II und unterliegt TV Gau-Algesheim mit 2:3
Schwindende Kondition kostet zwei Zähler
Im Doppelblock oder Dreierblock eine Bank: Sabrina Herrmann (Nummer 22), Neuzugang vom TuS Gensingen, sorgte in luftiger Höhe bei der Abwehr von Schmetterbällen für manchen direkten Punktgewinn der SG Worms/Hochheim. Foto: Felix Diehl
VON JÜRGEN JAAP | Drei Hüpfer und dazu dreimal „Hey, hey, hey!“ – ein Ritual. Gerne gezeigt von den Volleyballerinnen der SG Worms/Hochheim am ersten Doppel-Heimspieltag der Verbandsliga Rheinhessen Süd in der Saison 2019/2020. So feiern die Frauen der Spielgemeinschaft von TG Worms und TuS Hochheim einen Punktgewinn. Ausgelassen im Kreis hüpfend, den Teamgeist beschwörend. In den zwei Heimspielen in der Sporthalle des BIZ West gegen TSG Bretzenheim II und nach einer halbstündigen Verschnaufpause gegen TV Gau-Algesheim hatte das Team von SG-Trainer Michael Spuck in den jeweils ersten beiden Sätzen reichlich Gelegenheit, das Ritual am Netz zu zelebrieren. 3:1 gewinnt der Absteiger aus der Rheinland-Pfalz-Liga gegen die TSG Bretzenheim II, gibt aber ob des Kräfteverschleißes nach über fünf Stunden Spielzeit bei der 2:3-Niederlage gegen TV Gau-Algesheim den schon sicher geglaubten zweiten Sieg noch aus der Hand.
Im Schlussspurt zum 3:1-Sieg über Mainz-Bretzenheim
„Wenn wir 2:0 führen, spielen die Mädels immer etwas langsamer“, stellte Michael Spuck mit leicht hochgezogenen Mundwinkeln fest. Kein Grund also für den erfahrenen Volleyball-Coach nach den beiden mit 26:24 und 25:21 knapp gewonnenen Sätzen gegen Mainz-Bretzenheim II entspannt auf der Trainerbank zu relaxen. Ganz im Gegenteil. Stand der Zweier- und Dreierblock um SG-Neuzugang Sabrina Herrmann zu Beginn noch felsenfest, so bröckelte die erste Abwehrreihe der Gastgeberinnen mit zunehmender Spieldauer. Michael Spuck tigerte folglich nervös an der Seitenlinie entlang. 23:25 im dritten Durchgang und 19:20 in Satz vier. Eine Auszeit brachte die SG wieder in die Spur. Die Stellerinnen Liv Diezel und Laura Rohn lieferten das Leder nun meist punktgenau auf Vera Ströning, die mit satten Diagonal-Schmetterbällen punktete. Ein furioser Schlussspurt mit sechs Punkten in Serie sorgte für das 25:20 und den 3:1-Erfolg.
Verletzung von Tanja Freihaut schlägt auf die Psyche
Und ähnlich gestaltete sich das Geschehen eine halbe Stunde später im 18 Meter auf neun Meter großen Volleyball-Feld. Liv Diezel, Tanja Freihaut und Sabrina Herrmann dominierten im Match gegen den Mitabsteiger TSV Gau-Algesheim am Netz. 25:19 und 25:16 lautete der scheinbar beruhigende Vorsprung. Allerdings: „Die Mädels waren nun physisch am Ende“, bemerkte Michael Spuck bei seinem Team konditionelle Schwächen. Einen psychischen Knacks gab’s dazu, als Tanja Freihaut umknickte und fortan verletzt fehlte. In der Annahme unterliefen nun zahlreiche Fehler. Der druckvolle und variable Angriff der SG Worms/Hochheim fand kaum mehr statt. TV Gau-Algesheim übernahm das Kommando. Die Sätze drei, vier und fünf gingen glatt an die Gäste. Statt sechs Punkten nur derer vier. „Am Ende mussten wir viel rotieren, was uns letztlich den Sieg gekostet hat“, konstatierte Michael Spuck, der ergänzte: „Am Saisonziel Wiederaufstieg ändert das aber nichts.“ Dafür sollte es dann aber bitteschön künftig bis zum Ende der Spiele vermehrt drei Hüpfer und dazu dreimal „Hey, hey, hey!“ bei den Volleyballerinnen der SG Worms/Hochheim geben.