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  • Do., 29. Dezember 2016, 13:11 Uhr
    LINKE wählt ihren Fraktionsvorsitzenden erneut auf die Spitzenposition für den Wahlkreis Worms bei der Bundestagswahl

    Sebastian Knopf zum Direktkandidat gekürt

    Nach 2013 tritt Sebastian Knopf im Jahr 2017 erneut als Direktkandidat für den Wahlkreis Worms bei der Bundestagswahl an. Archivfoto: Gernot Kirch


    DIE LINKE hat in einer Aufstellungsversammlung ihren Direktkandidaten für den Wahlkreis 206 Worms bestimmt. Die Wahl fiel dabei einstimmig auf Sebastian Knopf, der bereits 2013 für die Partei ins Rennen gegangen ist, als Fraktionsvorsitzender die Linksfraktion im Wormser Stadtrat anführt und zudem als Landesschatzmeister im Landesverband seiner Partei engagiert ist. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.

    Politik und Eishockey

    Knopf ist 39 Jahre alt, in Worms zu Hause und seit 20 Jahren in der LINKEN bzw. PDS aktiv. Beruflich ist er als Außendienstmitarbeiter für einen kleinen Tiernahrungshersteller im gesamten Südwesten Deutschlands und Luxemburg unterwegs. In seiner Freizeit ist er neben der Politik noch sehr an Eishockey, speziell den Eisbären Berlin, interessiert.

    Bessere Finanzausstattung für Kommunen

    „Der gesellschaftliche Stillstand muss endlich überwunden werden. Die zunehmende soziale Spaltung im Land muss aufgehalten und umgekehrt werden. Weiterhin muss die Bürgerbeteiligung und Elemente der direkten Demokratie ausgebaut und weiterentwickelt werden. Die Kommunen müssen finanziell endlich so ausgestattet werden, dass sie in der Lage sind, die anstehenden Aufgaben aus ihrem Steueraufkommen und den Zuschüssen von Bund und Land zu bezahlen und nicht wie derzeit, durch die Aufnahme von Kassenkrediten.“ beschreibt Sebastian Knopf wesentliche inhaltliche Punkte, für die er sich im Wahlkampf einsetzen will. Ein weiterer Punkt ist für Knopf die Friedenspolitik. Hier setzt er unter anderem auf ein Verbot der Waffenexporte und eine Beendigung aller Auslandseinsätze der Bundeswehr. „Statt Waffen in alle Welt zu exportieren und damit Tod und Leid sollten wir lieber etwas gegen die zunehmende Ungerechtigkeit in der Welt tun und damit letztendlich auch Fluchtursachen bekämpfen. Wer meint, dass Problem mit der Abschottung der europäischen Grenzen zu lösen, ist auf dem Holzweg.“ so Knopf weiter.

    Europäische Sozialunion

    Große Sorge bereitet Knopf der Zustand der EU. Nationalisten übernehmen in immer mehr Ländern das Ruder und versprechen nationale Lösungen in einer globalisierten Welt. Ein Widerspruch in sich, findet Knopf. Als überzeugter Europäer ist er davon überzeugt, dass es einer tiefgreifenden Reform der EU bedarf, insbesondere einer deutlichen Demokratisierung der EU Institutionen sowie die Schaffung eine Sozialunion. „Es war ein Fehler, nur eine Währungsunion zu machen. Davor hat schon 1998 Gregor Gysi im Bundestag gewarnt. Und dennoch bleibe ich dabei: Wir brauchen Europa und deswegen fordert DIE LINKE einen Neustart von unten.“ so Knopf.

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