KUNSTPROJEKT: Wormser Origami-Riesenboot komplettiert am 20. Juni in Berlin politischen Aufruf zur Menschlichkeit der AWO
„Segel der Solidarität“
Ein fünf Meter langes Papierboot am Stand der Arbeiterwohlfahrt bot am Donnerstagvormittag in der Wormser Innenstadt Gesprächsstoff.
Zuwanderung nach Europa wird heiß debattiert – Rechte streben eine „Festung Europa“ an, andere setzen auf Mitmenschlichkeit und informieren über Krisen, Kriege und Fluchtgründe. Weltweit befinden sich über 100 Millionen Personen auf der Flucht.
Vor einem fünf Meter langen Origami-Papierboot des bundesweiten AWO-Kunstprojektes „100 Boote – 100 Millionen Menschen“ setzte die örtliche Arbeiterwohlfahrt darum anlässlich der Internationalen Woche gegen Rassismus auf dem Ludwigsplatz in Worms ein „Segel der Solidarität“. Gleichsam allen weiteren Papierboote wurde auch das hiesige Pendant – sozusagen im sicheren Kreativhafen Worms – künstlerisch verziert.
Für die Kunst am Schiff zeigten sich die Kinder des Kindergartens AWOlino, die Bewohner und Kinder des AWO-Mehrgenerationenhauses Remeyerhof sowie dem Künstler Danny Scholz aus dem atelierblau verantwortlich. Die Summe aller entstehenden Kunstwerke wird dann zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni in Berlin aufgestellt.
Mit der Resonanz zeigten sich die beiden Organisatoren Hans Herbert Rolvien als AWO-Kreisvorsitzender und Isabell Neubauer, Ehrenamtkoordinatorin im AWO Remeyerhof, mehr als zufrieden. Auch der Pfälzer Liedermacher Uli Valnion, welcher den Donnerstagvormittag vertonte, möchte die Nibelungenstadt in Gestalt des Seniorenzentrums Remeyerhof erneut besuchen. „Junge Mütter haben sich über Luftballons für ihre Kinder gefreut, andere wiederum über Lieder der Freiheits- und Demokratiebewegungen vom Vormärz bis zur Gegenwart. Jedenfalls ist die Aktion sehr gut aufgenommen worden“, so das Fazit der Zwei.