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  • Fr., 20. Dezember 2019, 11:34 Uhr
    PSYCHOSOZIALES ZENTRUM: Ausstellungseröffnung sorgt für großen Andrang im Gleis 7

    „sehen - sichtbar“

    Die Ausstellung zeigt eine bunte und abwechslungsreiche Mischung aus Einzel- und Gruppenprojekten.


    Großer Andrang herrschte bei der Ausstellungseröffnung „sehen - sichtbar“ im Psychosozialen Zentrum Gleis 7 in der Renzstraße 3 in Worms mit Arbeiten von Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Caritas-Förderzentrums St. Johannes und St. Michael in Ludwigshafen, der zum psychosozialen Zentrum gehörenden Caritas-Tagesstätten in Worms sowie der Gesellschaft für Einrichtungen der Gemeindepsychiatrie in Frankenthal.
 Musikalisch umrahmt war die kleine Feierstunde von Mona Rogalski an der Geige und Andreas Hopfenzitz an der Gitarre.

    Abwechslungsreiche Ausstellung

    Mit 57 Werken ist eine umfangreiche und bemerkenswert abwechslungsreiche Ausstellung entstanden, die einen Querschnitt der Tätigkeit in den verschiedenen Werkstätten widerspiegelt. Für eine derartige Fülle an Werken musste bei der Hängung improvisiert werden, verrät Sigrid Spiegel, im Gleis 7 für die Kulturkoordination zuständig. Und dabei erfolgte im Vorfeld eine Auswahl der jeweils für Tagesstätten und Betreuung der Malwerkstatt zuständigen Sozialpädagogen bzw. Therapeuten. Die bunte und abwechslungsreiche Mischung aus Einzel- und Gruppenprojekten zeigt, dass Menschen mit ganz unterschiedlichen Krankheiten und Handicaps auch ohne künstlerische Ausbildung kreativ ihrem Befinden eine Projektionsfläche bieten und dabei berührende und aussagekräftige Werke entstehen lassen können; eine beachtliche Leistung, wie die Laudatorin anmerkt.

    Gelungene Mischung

    Ulrich Thul, Leiter des Caritas Förderzentrums in Ludwigshafen und seit seinem 15. Lebensjahr selbst in Sachen Kunst unterwegs, erläutert die grundsätzliche Tätigkeit in den Mal-Werkstätten. Er entferne die Farben Schwarz und Braun aus den Malkästen, bevor er mit seinen Teilnehmern ans Werk geht. „Sonst würden die Bilder oft dunkel“, hat er festgestellt. Eine gute Entscheidung wie die leuchtend freudigen, farbenfrohen Arbeiten in der gelungenen Mischung beweisen. 
Es läge nun am Betrachter, eher distanziert, mit Abstand wie durch ein Fernglas zu blicken oder über eine Brücke gehend in das Bild einzutauchen um sich einzulassen und zu entdecken. Dabei spiele es keine Rolle, ob die Gedanken des
    Künstlers nachvollzogen werden, vielmehr sei erlaubt, ja gewünscht, eigene Fantasien und Gefühle zu entwickeln.

    Gezeigt wird die Ausstellung bis einschließlich Freitag, dem 31. Januar, zu den allgemeinen Öffnungszeiten montags bis freitags von 9 bis 17.30 Uhr und ist barrierefrei zu erreichen.

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