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  • Mo., 02. Juni 2014, 20:14 Uhr
    Am Montag war der Probenbeginn bei den Wormser Nibelungen-Festspielen

    „Seid auf der Hut, Ihr Nibelungen!“

    Heitere Diskussionen über das Bühnenbild. Von links: Dieter Wedel, Elisabeth Lanz und Susanne Uhlen. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Jetzt ist es wieder soweit, in Worms grassiert das Nibelungen-Fieber und elektrisiert die Stadt. Unter großer Aufmerksamkeit von Medienvertretern begannen am Montag die Proben für die diesjährigen Festspiele, die unter dem Motto stehen: „Hebbels Nibelungen - born this way.“ Vom 18. Juli bis zum 3. August wird an insgesamt 16 Abenden an der Nordseite des Doms die Inszenierung gezeigt.

    Größtes Ensemble Es werden die 13. und letzten Festspiele unter der Intendanz und Regie von Dieter Wedel sein. Gezeigt wird der zweite Teil der Sage, das Ende der Nibelungen am Hof von Hunnen-König Etzel. Insgesamt wirken dieses Jahr 26 Schauspieler und rund 40 Kleindarsteller mit. Damit ist es das größte Ensemble, das es bei den Wormser Festspielen je gab. Zu den großen Stars zählen in diesem Jahr unter anderem Markus Majowski (Volker von Alzey), Susanne Uhlen (Königin Ute), Elisabeth Lanz (Götelinde), Erol Sander (König Etzel) und Lars Rudolph (Hagen).

    Samt und Seide
    Bevor es am Montag zu den ersten Textproben kam, standen Schauspieler, Techniker und Intendanz für Fragen der Journalisten zur Verfügung. Von Film- und Fernsehteams besonders umlagert war Elisabeth Lanz, die den Zuschauern aus den Fernsehserien „Tierärztin Dr. Mertens“ und „Samt und Seide „ bekannt ist. Dem NK verriet die Österreicherin, dass sie parallel zu den Proben für die Nibelungen Festspiele auch noch in Wien an einer Filmproduktion mitwirkt und so immer hin und her pendeln muss. Sie freue sich aber sehr auf die Arbeit in Worms. Als wichtigsten Grund  für ihre Engagement nannte sie Dieter Wedel, mit dem sie zusammenarbeiten wollte. Von Worms kenne sie noch nicht viele, gestand Elisabeth Lanz mit einem herzerfrischenden, sympathischen Lächeln und ergänzte, dass es aber ein sehr süßes, kleines Städtchen sei.

    Vier Projekte
    Markus Majowski ist bereits das zweite Jahr in Worms und freut sich auf den Fortgang des Stückes, dessen erster Teil im vergangenen Jahr zu sehen war. Neben seiner Rolle als Volker Alzey ist Markus Majowski an drei weiteren Projekten in Worms beteiligt. So wird er gemeinsam mit Regisseur Joern Hinkel und der Nibelungen Horde das Stück „Das blaue Flüstern“ in einem Workshop einstudieren. Dabei geht es um die Wasserprivatisierung, also ein politisch, gesellschaftskritischer Stoff. Es wird hierbei auch kein Happy End geben, verriet Markus Majowski vorab. Das Stück wird am 24. und 25. August in Bobenheim-Roxheim aufgeführt.

    Außerdem  wird Markus Majowski zweimal im Wormser Lincoln Theater zu sehen und zu hören sein, einmal am 22. Juni, wenn er sein Buch vorstellt, und einmal am 2. August zu einer Lesung.

    Leseprobe
    Den Abschluss des ersten „Nibelungen-Tages“ in Worms, zumindest für die zahlreichen Kamerateams und Medienvertreter, war die Leseprobe, bei der die Schauspieler ihren Text präsentierten. Den Anfang machte dabei die Szene als die Nibelungen in Richtung des Hofes von König Etzel zogen und das düstere Ende am Horizont aufzuziehen begann. Dietrich von Bern sagte hier: „Seid auf der Hut, Ihr Nibelungen.“

     

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