HERZENSANGELEGENHEIT: Angehörige von Karl-Heinz Münk aus Eich überreichen 2.000 Euro-Spende an Kinderleukämie-Station in Heidelberg
Sein letzter Wunsch ging in Erfüllung
Mit dem Besuch in Heidelberg und der Übergabe eines Spendenschecks an Stefanie Baldes, Vorsitzende Aktion für krebskranke Kinder e.V. Heidelberg für die Kinderleukämie-Station durch die kleine Joline und Nina Münk (rechts), ging der letzte Wunsch von Karl-Heinz-Münk in Erfüllung.
VON STEFFEN HEUMANN Eine schöne, aber auch traurige Geschichte zugleich: Im August verstarb Karl-Heinz Münk aus Eich im Alter von nur 67 Jahren in Folge einer schweren Erkrankung. Sein letzter Wunsch war es, dass die freundlichst gedachten Zuwendungen aus den Trauerkarten nach seiner Beisetzung im Friedwald nahe Kirchheimbolanden an die Kinderleukämie-Station in Heidelberg gespendet werden.
„Sein letzter großer Wunsch ging in Erfüllung“, so Witwe Elke Münk und Tochter Nina. Vor kurzem konnte ein Scheck in Höhe von 2.000 Euro in Heidelberg überreicht werden. Auch an zwei Präsentkörbe hatten die Überbringer gedacht, „denn wir wissen, welche unglaubliche Arbeit Mediziner und Personal dieser Station leisten“, erklärte Nina Münk. Mit dabei war auch die kleine Joline. Das dreijährige Mädchen, die Tochter einer Freundin der Familie, war ebenfalls Patientin der Krebsstation. Sie hat die Krankheit, die im Alter von zwei Jahren diagnostiziert wurde, besiegt, muss aber noch regelmäßig zu Kontrollen in die Klinik.
Von Schicksal tief bewegt
Das Schicksal von Joline berührte Karl-Heinz Münk zu Lebzeiten. Er nahm großen Anteil an der Bürde, die das Kind zu tragen hatte und trägt. Spätestens nach der positiven Nachricht, dass das Ärzteteam in Heidelberg der kleinen Joline wieder zur Normalität im Leben und Alltag verhelfen konnte, war der letzte Wunsch für den gebürtigen Eicher in Stein gemeißelt. „Daran haben wir uns natürlich gehalten. Das war für uns eine Herzensangelegenheit“, betonen Elke und Nina Münk. „Über das Lächeln der Kinder auf der Station hätte sich bestimmt auch mein Mann gefreut“, erklärt Elke Münk. Neue Spielsachen, die von den Spenden gekauft werden, bringen Abwechslung und Trost, denn Leukämie, das bedeutet für die Kinder oft Isolation und eine Tortur.