WORMS: Rotarische Freundschaft zwischen dem RC Worms Nibelungen und dem RC Cairo Cosmopolitan
Seit 29 Jahren erfolgreiche Zusammenarbeit
Am Sonntag begrüßte Bürgermeisterin Stefanie Lohr die Delegation aus Kairo im Andreasstift. Foto: RC Worms Nibelungen
Als vor 29 Jahren die Möglichkeit einer Partnerschaft zwischen den Wormser Rotariern und dem Rotary Club Cairo Cosmopolitan diskutiert wurde, war man eher skeptisch, ob das kleine Städtchen Worms mit der Megastadt Kairo tatsächlich eine Partnerschaft eingehen sollte. Zu groß die Entfernung und zu unterschiedlich die Mentalität. „David mit Goliath“ – kann das gut gehen?
Tatsächlich war es ein voller Erfolg, und es hat sich eine herzliche und auch sehr persönliche Freundschaft zwischen Rotariern aus Kairo und Worms entwickelt. Im Jahresrythmus reisen Rotarier von Kairo nach Worms und umgekehrt. Viele Projekte für die ärmsten der Armen wurden aus dieser gewachsenen Freundschaft heraus in Ägypten gemeinsam geschultert.
Jetzt im Juni reisen wieder zehn Rotarier aus Kairo nach Worms, um im Rahmen der diesjährigen Übergabe von Präsident Carsten Feldmann an den neuen Präsident Frank Puschhof die lange Zusammenarbeit zu feiern.
Bereits 2005 wurde die Kairoer Delegation von unserem damaligen Oberbürgermeister Michael Kissel im Rathaus empfangen und diesmal hat auch Bürgermeisterin Stefanie Lohr die Rotarier aus Kairo im Andreasstift am Sonntag, 18. Juni, um 11.30 Uhr mit einer Eintragung ins Stadtbuch begrüßt.
Die beiden Rotary Service Clubs in Worms und Kairo haben in den letzten 29 Jahren bereits viele gemeinsame Projekte zum Wohl der ägyptischen Bevölkerung durchgeführt, wie z.B. vier Wasser- und Abwasserprojekte, Alphabetisierungsprojekte, Projekte für Straßenkinder und Gesundheitsprojekte – im Gesamtwert von bereits über 200.000 Euro.
Im mittelägyptischen Dorf Saleh Farid zum Beispiel wurden über 65 der ärmsten Familien mit einem Trinkwasseranschluss verbunden, was für diese Familien bedeutete, endlich Wasser im Haus zu haben für Waschplatz und Toilette. Das laufende Projekt der beiden Rotary Clubs im Nachbardorf Kafr Darwish wurde mit einem Global Grant von 60.000 Euro gefördert. Die ärmsten Bewohner dort müssen das Wasser immer noch vom Brunnen mit Kanistern in ihre Häuser bringen. Eine Abwasserentsorgung gibt es auch nicht - ein unhaltbarer Zustand. Es ist zu hoffen, dass dieses Projekt noch dieses Jahr abgeschlossen werden kann.
Die Wormser Rotarier haben für ihre Freunde aus Kairo für die vier Tage ein interessantes Programm zusammengestellt, um ihnen unsere Heimat näher zu bringen. Nächstes Jahr reisen die Wormser Rotarier wieder nach Kairo.