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  • Do., 14. November 2013, 15:06 Uhr
    Zur frühen Berufsorientierung führte die Nibelungen-Realschule einen praktischen Kennenlerntag in elf Tätigkeitsfeldern durch

    Selbst den Hammer geschwungen

    Christoph Hogen (links) von der Firma Renolit gab den Schülern Einblicke in Metallberufe. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Der Knackpunkt, an dem viele Jugendliche aus der Spur geraten, ist der Übergang von Schule zu Beruf.  Der Hintergrund ist, dass die Jungen und Mädchen oft keine richtige Vorstellung haben, was sie werden möchten, wo ihre Stärken und Schwächen liegen und was es überhaupt für Möglichkeiten gibt. Leicht sind bei großer Passivität dann drei, vier Jahre verschenkt, der Anschluss ist verpasst und einige Jugendliche sind vielleicht sogar auf die „schiefe Bahn” geraten.

    Diese Problemlage ist längst erkannt und die Politik in Worms hat mit den Job-Füxen und dem Übergangsmanagement entsprechende Einrichtungen geschaffen. Den Erfolg kann man etwa an der Nibelungen-Realschule sehen. Dort gibt es seit 2009 die Job-Füxe und seitdem finden immer mehr Jungen und Mädchen auf Anhieb einen Ausbildungsplatz. Waren es vor der Zeit der Job-Füxe nur etwa zehn der Absolventen, die eine Lehrstellen fanden, sind es heute rund 50 Prozent.

    Doch die Nibelungenschule macht noch mehr. So wird einmal in Jahr ein so genannter „SchmEx-Tag”durchgeführt, was so viele bedeutet wie „Schüler treffen Experten”. Am Donnerstag war es wieder soweit und die rund 65 Schüler der 8. Klasse konnten sich über elf verschiedene Berufe informieren. Jeder Schüler konnte dabei zwei Workshops besuchen, also sich über zwei Berufsfelder intensiv informieren. Wobei der Schwerpunkt nicht auf theoretischen Darstellungen Präsentation der Tätigkeiten lag, sondern die Schüler selbst Hammer, Feile, Bohrmaschine oder Pipette in die Hand nehmen und praktisch arbeiten sollten. Die Betreuung und Einweisung übernahmen dabei gestanden Ausbilder und Handwerker aus bekannten Unternehmen aus der Region. Zu nennen sind hier etwa das Hochstift, die Firmen Evonik und Renolit, aber auch der Friseursalon Struwwelpeter oder Blumen Bucher.

    Die Verantwortlichen zogen ein positives Fazit und beabsichtigen den Tag auch im nächsten Jahr wieder durchzuführen. Auch die meisten Jungen und Mädchen werteten den Tag als Erfolg. Zwar fand nicht jeder Schüler auf Anhieb seinen Traumberuf, doch viele haben einen wichtigen Einblick in die Tätigkeiten gewonnen, in der sie sich eine Ausbildung vorstellen könnten. Manch einer stellte auch fest, dass die Vorstellungen über seinen Traumberuf sich nicht nicht mit der Realität deckten und er sich umorientieren muss. Auch dies ist ein wichtige Erkenntnis. Denn auch mit einer begonnenen und dann abgebrochenen Ausbildung verliert der Jugendliche unnötige Zeit.

     

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