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Mo., 11. Februar 2019, 13:16 Uhr
Knapper Sieg des Wormser Schachvereines gegen Lambsheim / Erfolg nach fünfeinhalb Stunden gesichert
Senior Waldemar Tschilingiri rettet die Punkte in letzter Sekunde
Am drittletzten Spieltag musste die 2. Mannschaft des Wormser Schachvereines in Lambsheim antreten. Ohne das Urgestein Gregor Werner, der für den Rest der Saison ausfällt, rechnete die Nibelungenmannschaft dennoch mit einem klaren Sieg. Nach einer Stunde Spielzeit verfügten die Wormser an den meisten Brettern über deutliche Vorteile, die nach einer weiteren Stunde durch Siege von René Dausch an Brett 1 und Frank Schäfer an Brett 8 planmäßig zum 2:0 führten.
War dies zu einfach gelaufen? Jedenfalls kam Worms nun Schritt um Schritt unter Druck. Zunächst einiget sich Stefan Wrede mit seinem deutlich schwächeren Gegner noch auf ein Remis. Mannschaftsführer Köhler hatte Im Mittelspiel einen Bauern für Königsangriff geopfert. Die offene Königstellung des Kontrahenten erwies sich allerdings als erstaunlich stabil und irgendwie wurden alle Angriffe erfolgreich abgewehrt. Der dann einsetzende Gegenangriff im Zentrum brachte den ersten Punkt für Lambsheim. Fabian Guckes erhöhte kurz danach zum 3,5 zu 1,5 für Worms. Der Dämpfer folgte auf dem Fuß, als Jungtalent Musiolik in ausgeglichener Stellung in Zeitnot fehl griff, zunächst eine Figur und dann die Partie verlor. Jetzt ging es darum, in den verbleibenden beiden Partien noch einen Punkt zu holen. Patrick Boos hatte mit den weißen Steinen voll auf Angriff gesetzt, einen Bauern für schnelle Entwicklung geopfert, dann aber den Faden verloren und musste nach großem Kampf und insgesamt fünf Stunden Spielzeit seine Partie aufgeben.
Die Spannung war jetzt auf dem Höhepunkt, zumal die Buschtrommel meldete, dass auch Mitkonkurrent Frankenthal sich noch keine nennenswerten Vorteile gegen Hagenbach erspielt hatte. Bei einem Sieg der Wormser und gleichzeitiger Niederlage der auf Platz 1 stehenden Frankenthaler wäre immer noch der Aufstieg in Sicht. Alles hing nun von Senior Tschilingiri ab. Dieser hatte sich in der Partie eine Mehrqualität erobert, konnte aber gegen den festungsartigen Aufbau seines Gegners zunächst keine offenen Linien kreieren. Gerade als sein Gegner glaubte, durch einen Blockadezug endgültig das Unentschieden gesichert zu haben, schlug der Altmeister taktisch zu. Ein Turmopfer öffnete den Weg für einen Freibauern auf der 6. Reihe und der Sieg zum 4,5 zu 3,5 für Worms war nach fünfeinhalb Stunden gesichert. Worms bleibt damit hinter Frankenthal, das mit 5:3 gegen Hagenbach Sieger blieb, mit zwei Mannschaftspunkten und weniger Brettpunkten auf dem 2. Platz. Bei weitgehend gleichschwerem Programm muß der Aufstieg der Nibelungenstädter wieder mal auf die kommende Saison verschoben werden. Gäste und Neumitglieder sind im Wormser Schachverein immer herzlich willkommen. Schauen sie einfach mal unverbindlich vorbei.
Kinder und Jugendliche treffen sich dienstags ab 16.30 Uhr sowie freitags ab 17.30 Uhr im Hotel Boos in der Mainzer Straße 5 in Worms zum Spielabend/Training. Erwachsene und Senioren kommen ab 19 Uhr zum Zug. Informationen bei Patrick Boos, Telefon 06241/52456 oder im Internet unter http://www.worms1878.de/