Nach aktuellen Analysen wird der Fehlbetrag im Etat der Stadt Worms von geplanten 25 Millionen Euro auf nur mehr 3,5 Millionen Euro sinken
Sensationelle Entwicklung beim städtischen Haushalt
Eine deutsche Ein-Euro-Muenze. Foto: Steffi Loos/dapd
Von Gernot Kirch Der Haushalt der Stadt Worms für das Jahr 2018 wurde im April diesen Jahres im Stadtrat präsentiert und umfasste prognostizierte Ausgaben von rund 273 Millionen Euro. Dem standen auf der Einnahmeseite nur berechnete Erträge von 248 Millionen Euro gegenüber. Dies machte einen erwarteten Fehlbetrag von rund 25 Millionen Euro. Damit lag die Stadtkämmerei in ihrer Prognose ungefähr bei dem Ansatz der letzten Jahre.
Auf der Sitzung des städtischen Haupt- und Finanzausschusses am Mittwochnachmittag konnte Oberbürgermeister Michael Kissel jetzt verkünden, dass der Fehlbetrag nach jüngsten Auswertungen der Fachbereiche nur etwa 3,5 Millionen Euro betragen werde. Damit fällt die Deckungslücke um die gewaltige Summe von 21,5 Millionen Euro geringer aus als erwartet. In erster Linie, so Oberbürgermeister Michael Kissel, liege dies an geringeren Aufwendungen im sozialen Bereich.
Der Sozialetat war mit ursprünglich berechneten rund 100 Millionen Euro der dickste Brocken im städtischen Haushaltsentwurf von 273 Millionen Euro. Rechnet man zu den eigentlichen Sozialausgaben noch die dazugehörigen Personalkosten hinzu, machten die Aufwendungen für Soziales gar fast die Hälfte des städtischen Etats aus.
Oberbürgermeister Michael Kissel zeigte sich über die Entwicklung mehr als erfreut und wies darauf hin, dass sogar ein ausgeglichener Haushalt bis zum Jahresende 2018 denkbar sei.