Sie sind hier:
Startseite
» Sport » Sensibilität, Eigeninitiative und Engagement
Fr., 18. Dezember 2020, 15:57 Uhr
GEMEINSCHAFTSPROJEKT: Sportjugend Rheinhessen setzt Zeichen gegen sexualisierte Gewalt im Sport / Bis 31. Januar bewerben
Sensibilität, Eigeninitiative und Engagement
„Wir schauen hin - keine Chance für sexualisierte Gewalt“ - so heißt das Gemeinschaftsprojekt der Sportjugend Rheinhessen, das gemeinsam mit dem Landessportbund Rheinland-Pfalz sowie den Sportjugenden Rheinland und Pfalz einen weiteren Beitrag zum Kinder- und Jugendschutz im rheinland-pfälzischen Sport leistet. Zehn Vereine aus Rheinhessen und 10 Fachverbände aus RLP könnten am Ende davon profitieren – so viele werden bei dem dazu ausgeschriebenen Projekt ausgezeichnet. Bei erfolgreicher Umsetzung winkt neben einem Zertifikat eine Förderprämie von 500 Euro. „Der Sport steht in der Verantwortung, die ihm anvertrauten Kinder und Jugendlichen bestmöglich gegen Gewaltübergriffe zu schützen“, erklärt Aline Bessling, die im Sportbund Rheinhessen als Ansprechpartnerin für das Projekt fungiert. „Unser gemeinsames Ziel ist es, rheinland-pfälzische Vereine und Verbände für das schwierige Thema zu sensibilisieren und dafür zu sorgen, dass vor Ort entsprechende Schutzmaßnahmen verankert werden.“
Fachverbände und Vereine gesucht
Deshalb suchen die vier Sportbünde zehn Fachverbände und 30 Sportvereine (zehn aus jeder Region), die geeignete Maßnahmen zum Schutz des Kindeswohls in die Wege leiten und schon in ihren Strukturen eine Kultur der Aufmerksamkeit schaffen. Unterstützung erhalten sie dabei von professionellen Fachkräften, die während der Projektlaufzeit von zwölf Monaten die Teilnehmer qualifizieren, beraten und begleiten. Neben einem Teilnehmerzertifikat erhalten alle Projektteilnehmer bei erkennbarer Verankerung eines Präventionskonzepts eine Förderprämie von 500 Euro für ihre Jugendarbeit.
Anspruchsvolle Aufgabe
Interessierte Vereine schicken ihre formlose Bewerbung bis zum 31. Januar 2021 per E-Mail an a.bessling@sportbund-rheinhessen.de. „Das Projekt stellt für alle Beteiligten eine anspruchsvolle Aufgabe dar, die viel Sensibilität, Eigeninitiative und Engagement erfordert“, weiß Bessling, die den teilnehmenden Vereinen während der gesamten Projektlaufzeit beratend und unterstützend zur Seite steht. Zeitgemäß startet das Projekt: In einer digitalen Auftaktveranstaltung am 27. Februar lernen sich alle Teilnehmer kennen und stellen ihre Projektpläne vor. Am 19. Juni folgt dann eine eintägige Schulung, bei der aus jedem teilnehmenden Verein ein bis zwei Mitglieder als interne Ansprechpartner für das Thema „Prävention von sexualisierter Gewalt“ qualifiziert werden. Dabei werden notwendige Hintergrundinformationen vermittelt, rechtliche Aspekte besprochen und Empfehlungen zum Aufbau eines Präventionskonzepts sowie zum empfohlenen Umgang im Verdachtsfall gegeben. Im Anschluss startet dann die zwölfmonatige Umsetzungsphase, in der die Teilnehmer Maßnahmen zum Kinderschutz in ihren Vereinsstrukturen implementieren sollen. Die abschließende Bewertung und Auszeichnung durch die Projektträger erfolgt im Sommer 2022.
Der Sportbund Rheinhessen vertritt als Dachorganisation die Interessen seiner rund 280.000 Mitglieder sowie der rund 900 Vereine, 60 Fachverbände und sechs Sportkreise.