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  • So., 15. Mai 2022, 09:57 Uhr
    Fußball Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar: TSG Pfeddersheim geht im Spitzenspiel gegen 1. FC Kaiserslautern U21 mit 0:5 (0:1) unter

    Serie zerplatzt wie eine Seifenblase

    Vincent Haber (links) musste sich im Spiel gegen die U21 des 1. FC Kaiserslautern auf der Sechser-Position der TSG Pfeddersheim den flinken Mittelfeldspielern und Angreifern der Gäste erwehren und hatte damit alle Hände und Füße voll zu tun. Foto: Felix Diehl


    Von Jürgen Jaap |Hoppla! Diese derbe Klatsche war so nicht wirklich zu erwarten. Immerhin brachte die TSG Pfeddersheim eine Serie von zwölf Spielen ohne eine einzige Niederlage im Jahr 2022 auf die Waage.

    Doch das Spitzenspiel der Abstiegsrunde der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar zwischen den Wormser Vorstädtern und der U21 des 1. FC Kaiserslautern nahm einen unerwarteten Verlauf. 5:0 (1:0) gewannen die kleinen roten Teufel aus der Pfalz im Uwe-Becker-Stadion.

    „Lieber einmal 0:5 verlieren, als fünfmal 0:1“, zog Pfeddersheims Trainer Daniel Wilde wenigstens eine positive Quintessenz aus der ersten Niederlage seiner Mannschaft seit über einem halben Jahr.

    Patrick Stofleth hält TSG zunächst im Spiel

    Ob’s daran lag, dass die Gäste den Klassenerhalt noch nicht endgültig in der Tasche haben, Pfeddersheim bereits letzte Woche das Ticket für ein weiteres Jahr in der Oberliga buchte, sei dahingestellt.

    Jedenfalls legten die mit vier Talenten aus der eigenen U19 gespickten Pfälzer bei frühsommerlichen Temperaturen sofort ein hohes Tempo vor. „Wir liefen 20 Minuten nur hinterher“, konstatierte Daniel Wilde. Turm in der Schlacht auf Pfeddersheimer Seite: Patrick Stofleth. Erst bugsierte der TSG-Torwart einen Schuss von Aaron Basenach nach schöner Ablage von Moritz Theobald gerade noch an Latte und Pfosten des eigenen Tores (15.).

    Bei der nächsten vehementen Attacke durch Angelos Stavridis musste Stofleth gleich wieder Kopf und Kragen riskieren (17.). Kaiserslautern ließ Ball und Gegner gekonnt laufen.

    TSG gerät kurz vor der Pause ins Hintertreffen

    Doch der Klassenprimus berappelte sich allmählich. Und beinahe hätte ein Freistoß durch Fabio Schmidt, den FCK-Keeper Lorenz Otto unterlief, sogar die überraschende TSG-Führung bedeutet, doch Henrik Nagel legte das ihm vor die Füße fallende Leder knapp am Tor vorbei (22.).

    Pfeddersheim gestaltete die Partie nun ausgeglichen, musste aber dennoch den 0:1-Rückstand quittieren. Moritz Theobald ließ im Mittelfeld mit einer Körperdrehung zwei TSG’ler aussteigen, passt auf Phinees Bonianga, der Stofleth diesmal keine Chance ließ (37.). „Ein zu diesem Zeitpunkt ärgerlicher Rückstand“, fand Daniel Wilde.

    Daniel Wilde: „Zweites Gegentor hat die Partie entschieden“

    Und es sollte noch bitterer für Pfeddersheim kommen. Bei einem Sprint verletzte sich Sebastian Kaster am Oberschenkel (47.). In die Aufregung um die Auswechselung des TSG-Stürmers hinein sorgte Bonianga für den nächsten Nadelstich, als der quirlige FCK’ler der TSG-Abwehr das Spielgerät wegfischt und mit links im rechten Toreck versenkt (48.).

    „Die Entscheidung im Spiel“, stellte Daniel Wilde fest, zumal der TSG-Coach den Eindruck hatte, „dass dies nicht unser Tag ist“. Gute Chancen hatte Pfeddersheim danach nämlich, um wieder ins Spiel zu finden.

    Waaris Bhatti mit einem Schuss an die Latte (52.), Aymen Chahloul mit einem Schlenzer aus 20 Metern, den Lorenz Otto zur Ecke lenkt (59.). Oder eine doppelte Möglichkeit, die erst der nach dem Rückstand nach vorne beorderte Abwehrchef Mathias Tillschneider ausließ, indem er einen Chahloul-Pass an den Pfosten knallt (65.). Den Abpraller drischt Rouven Amos zwar hart in Richtung Tor, doch mit gemeinsamen Kräften rettet die FCK-Abwehr auf der Linie.

    Kleine rote Teufel verdienen sich den Kantersieg

    Treffsicher präsentierten sich dagegen die jungen und spielerisch überzeugenden Pfälzer. Moritz Theobald krönte seine starke Leistung mit dem Tor zum 3:0 durch einen klasse Schuss aus 15 Metern (68.). Und damit nicht genug.

    Eine Bonianga-Flanke schiebt der ebenfalls brillant agierende Angelos Stavridis zum 0:4 ein (75.). Die TSG befand sich da längst im „Auslauf-Modus“. Den Schlusspunkt unter einen ob der spielerischen Leichtigkeit der kleinen roten Teufel im Endeffekt verdienten 5:0-Kantersieg setzte der eingewechselte Marco Müller mit einem sauber abgeschlossenen Konter (87.). Die Serie der TSG Pfeddersheim war damit ziemlich spektakulär zu Ende gegangen.

    Fußball Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar – Abstiegsrunde:
    TSG Pfeddersheim – 1. FC Kaiserslautern U21 0:5 (0:1)
    TSG Pfeddersheim: Stofleth – Burkert, Tillschneider, Nagel, Schmidt – Bräuner (73. Mörschel), Haber – Huth (73. Schünke), Chahloul, Bhatti (Yeboah) – Kaster (51. Amos).
    Karten: TSG Pfeddersheim – Gelb: Amos (72.). / 1. FC Kaiserslautern U21 – Gelb: Heckmann (36.), Morabet (40.).
    Tore: 0:1 Bonianga (37.), 0:2 Bonianga (48.), 0:3 Theobald (68.), 0:4 Stavridis (75.), 0:5 Müller (87.).
    Zuschauer: 185.

     
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