
Die Goethestraße in Worms ist seit vielen Jahren die Anlaufstelle der Wormser und regionalen AOK-Versicherten. Von hier aus werden fast 40.000 Kunden betreut. Geschäftsführer Werner Straßer hat seine Geschäftsstellen im Griff, wie der Wormser SPD-Abgeordnete Jens Guth bei einem Besuch gemeinsam mit Stadträtin Patricia Sonek vor Ort in Worms feststellen durfte. Zwar ist er nur tageweise am hiesigen Standort präsent, aber dies sei auch absolut ausreichend in einem funktionierenden Team aus langjährigen und jungen Mitarbeitern, erläuterte er seinen Gästen.
Bezüglich der daraufhin angesprochenen Personalsituation konnte der Geschäftsführer berichten, dass etwa 70 Personen am Standort Worms arbeiten. Natürlich werde in Worms auch ausgebildet, aber es werde immer schwieriger junge und gute Leute zu finden. Die Demografie mache sich auch hier bemerkbar. Für die Weiterentwicklung der Krankenkasse, die Gestaltung neuer Produkte und eines guten und zeitgemäßen Leistungsangebotes, die Anpassung an Gesetzesänderungen und die Digitalisierung, verbunden mit der Ausweitung des Online-Angebots sei eine ausgewogene Personalstruktur immens wichtig. „Auch der Wettbewerb und die Wahlfreiheit der Versicherten oder sich ändernde Erwartungen von Arbeitgebern an eine Krankenkasse wie beispielsweise Betriebliches Gesundheitsmanagement, erfordern Anpassungen und Veränderungen“, erläuterte Straßer.
Die Krankenkassen heute sind nicht mehr nur die Zahler von Gesundheitsleistungen, sie sind Gestalter im Krankenversicherungs- und Sozialleistungsdschungel. Seine Krankenkasse biete heute zusätzlich ganz spezielle Leistungen an wie Osteopathie, Homöopathie, Hautkrebs-Früherkennung, Darmkrebsvorsorge, zusätzliche Leistungen bei Schwangerschaft und Geburt oder Reiseschutzimpfungen. Und das alles bei einem sehr attraktiven Beitrag. Entwickelt wurden diese neuen Leistungen ihm zufolge auf der Basis einer gezielten Versichertenbefragung.
Und trotz guter Leistungen und eines günstigen Beitrages dürfe der Service und die persönliche Betreuung der Versicherten vor Ort nicht auf der Strecke bleiben. Dies bekomme die Wormser Geschäftsstelle mit ihren 20 Berater und zahlreichen Backoffice-Mitarbeitern auch sehr gut hin. „Hier in Worms kann man seinen Berater auch noch persönlich erreichen und landet nicht im Irgendwo eines Callcenters“, antwortete Straßer auf eine Nachfrage von Patricia Sonek.
Weitere Themen der Gesprächsrunde waren neben der rheinland-pfälzischen Krankenhaussituation, die paritätische Finanzierung der Krankenversicherungen, die auf Forderung der SPD durch die Große Koalition (GroKo) Mitte Januar 2018 beschlossen wurde. „Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollen nun wieder zu gleichen Teilen die kompletten Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung tragen. Also auch die Zusatzbeiträge werden künftig geteilt“, lobt Guth die Entscheidung aus Berlin. Dies begrüßten alle Gesprächspartner unisono.
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