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Fr., 28. Februar 2014, 21:08 Uhr
Trainer Norbert Hess vom Oberligisten TSG Pfeddersheim vor dem heutigen Spiel um 16.30 Uhr bei der U23 des 1. FC Saarbrücken
Setze ich mehr auf Jugend oder mehr auf Routine?
VON KLAUS DIEHL Als die TSG Pfeddersheim im Hinspiel am 14. August auf dem Rasenplatz von TuS Neuhausen mit 4:0 gegen die Saarbrücker U23 gewann, so war dies bereits der vierte Sieg im 4. Spiel der Saison 2013/2014. Da hatte man noch den Schwung und die Spielfreude aus dem Endspiel-Sieg um den Bitburger SWFV-Verbandspokal gegen Arminia Ludwigshafen mitgenommen. Ein Höhenflug der bis zum zehnten Spiel anhielt, ehe Verletzungspech in der Offensive – Marcel Veek fiel mehrere Monate aus – den Schwung etwas aus den TSG-Beinen nahm.
Doch der derzeitige 7. Tabellenplatz mit 29 Punkten ist für das zweite Jahr als Aufsteiger aller Ehren wert, wenn auch die Spieler wissen, dass durchaus mehr an Punkten möglich war. Deshalb auch kein Grund die Beine hochzulegen, sondern alles dafür zu tun, alsbald in den sicheren Hafen des Klassenerhalts einfahren zu können. Aber auch Spiele nicht mehr allzu leichtfertig zu verlieren, wie das im letzten Heimspiel im Jahr 2013 mit 0:3 gegen SV Rossbach/Verscheid. Das war eine Niederlage, die absolut unter dem Leistungsniveau der Hess-Schützlinge lag.
Vorsätze zu Herzen genommen
Dies scheint man sich auch zu Herzen genommen zu haben, denn in den meisten Testspielen, zuletzt mit einem 2:1-Sieg beim Verbandsligisten Südwest Ludwigshafen, vor dem weiteren Rückrundenverlauf zeigte sich die Mannschaft meist sehr spielfreudig und man darf die Hoffnung hegen, dass die TSG-Elf gar wieder an den Saisonbeginn anknüpfen kann. Wenn nur nicht erneut das Verletzungspech zugeschlagen hätte. Denn mit einem komplizierten linken Handbruch fällt Mathias Tillschneider wohl für etliche Wochen aus, und dessen Qualitäten zu ersetzen, wird nicht ganz einfach sein. Da muss die ganze Mannschaft noch mehr zusammenrücken, will man wieder in die Erfolgsspur finden.
Die Qual der Wahl
Ansonsten sieht es im Mannschaftskader sehr erfreulich aus und Norbert Hess hat vor dem Spiel am Samstagnachmittag auf Kunstrasen die Qual der Wahl, in welcher Formation und mit welcher Taktik seine Schützlinge in Saarbrücken auflaufen werden. Denn die dortige U23 hat noch Sorgen um den Klassenerhalt, was für deren Erste in der 3. Liga aber noch viel gravierender ist.
Offenbar hat man dort etwas ausgemistet und nach Berichten aus der Saar-Metropole, vier Spieler in die U23 versetzt. „Da weiß man nie was einen erwartet“, so Norbert Hess. Wie seine Aufstellung heute aussehen wird und mit welchen taktischen Vorgaben seine Schützlinge auflaufen werden, dazu wollte er auch das letzte Training abwarten. „In der Vorbereitung haben sich alle Spieler bewährt, doch letztlich kann ich nur elf Spieler auflaufen lassen. Gesetzt ist wohl die Achse mit Thorsten Müller im Tor, Matthias Lang als Abwehrchef, Tobias Klotz im Mittelfeld und Bartosz Franke als vorderste Sturmspitze.
Für die Defensive sowohl auf den Außenverteidiger-Postionen wie auch in der Innenverteidigung hat Norbert Hess die Qual der Wahl zwischen Sven Oswald, Christopher Ludwig, Jakob Siebecker, Yannick Krist, Mario Cuc und Björn Miehe. Auch Robin Schittenhelm bietet sich für die Defensive an, wenn er noch rechtzeitig zum heutigen Spiel eine Gesichtsmaske wegen seines gebrochenen Nasenbeins erhält. Für den Platz hinter den Spitzen und den mehr offensiven Außenpositionen sind Dennis Seyfert, Sebastian Schulz, Enis Aztekin und Arjan Berisha weitere Optionen. Für Marcel Veek kommt nach über vier Monaten Pause wegen eines Bandscheibenvorfalls an der HWS ein Einsatz von Beginn an noch zu früh. Doch für die vielleicht wichtige Jokerrolle sollte es schon reichen.
Die TSG Pfeddersheim geht, wenn auch mit Mathias Tillschneider ein wichtiger Eckpfeiler fehlt, gut gerüstet in die noch ausstehenden 14 Spiele. Die Mannschaft muss nur an sich glauben und geschlossen und kompakt auftretend versuchen ihr Spiel zu machen. Sicherlich wird die U23 des 1. FC Saarbücken darauf aus sein, sich für die 0:4-Hinspielklatsche zu revanchieren, darauf heißt es sich zusätzlich einstellen.