Israelische Tanzgruppe „Tata Zaza“ zu Gast in Worms / Partnerschaftsbeauftragter Patrick Mais (Worms - Tiberias) begleite die Besuchergruppe auf ihrer Sightseeing-Tour / Besuch im Rathaus
Shalom in Worms
Beim Internationalen Sportfestival „Gymnastica“ ist diesmal die israelische Tanzgruppe „Tata Zaza“ vertreten. Am heutigen Donnerstag besuchte die Gruppe die Stadt Worms und erkundete die Sehenswürdigkeiten.
Schon seit Mitte der 70er Jahre nehmen israelische Tanzgruppen am Internationalen Sportfestival „Gymnastica” in der hessischen Nachbarstadt Bürstadt teil. Ebenso zur Tradition geworden ist ein Abstecher der Gruppen nach Worms. Die Nibelungenstadt mit ihrer großen jüdischen Vergangenheit pflegt im Rahmen einer Städtepartnerschaft seit 1986 freundschaftliche Beziehungen zu Tiberias am See Genezareth in Israel. Organisiert wurde der eintägige Worms-Besuch, wie seit vielen Jahren, von der Arbeiterwohlfahrt unter Regie von Karl Kronauer. Trainerin Dorit Porat, die schon seit über dreißig Jahren meist mit jugendlichen Tanzgruppen zur „Gymnastica" kommt, hat diesmal die Gruppe „Tata Zaza“ mitgebracht. Die angereisten Damen im Alter von 60 bis 80 Jahren, die aus dem Jordantal – der gegenüberliegenden Seite von Tiberias kommen - tanzen in anmutender Choreografie Geschichten mit teils kritischen Botschaften. Ihren Auftritt vor großem Publikum haben die Tänzerinnen bereits am heutigen Donnerstagabend, dem 18. Juli, bei der Eröffnungsfeier des Sportfestivals, zusammen mit 35 anderen Gruppen aus zehn Nationen.
Die Region kennenlernen
„Wichtig ist uns als Organisatoren, dass Menschen aus aller Welt während der Gymnastica nicht nur Bürstadt, sondern auch die Region kennenlernen“, macht Lothar Ohl von der TSG Bürstadt deutlich. Durch die Veranstaltung hätten sich im Laufe der Jahre viele enge Kontakte und Freundschaften entwickelt. „Wir freuen uns immer, in Worms zu sein. So lernt die Tanzgruppe auch das Umfeld kennen. Einigen ist Worms durch den Rhein, den Dom, die Nibelungensage und als ´Klein Jerusalem´ bereits ein Begriff. Das macht den Aufenthalt spannend“, so Ohl. Auf dem Programm stand neben der Besichtigung des jüdischen Friedhofs, Doms, Lutherdenkmals und Raschi-Hauses auch ein Besuch des Wormser Rathauses.
Begrüßung im Rathaus
Im Foyer begrüßte der Partnerschaftsbeauftragte für Tiberias, Patrick Mais, die israelischen Gäste und richtete die herzlichen Grüße von Oberbürgermeister Adolf Kessel aus, der aufgrund einer anderen wichtigen terminlichen Verpflichtung leider nicht präsent sein konnte. Nach einer vom Büro des Oberbürgermeisters arrangierten Erfrischung und Einträgen ins Gästebuch der Stadt, begab sich die israelische Besuchergruppe mit ihren deutschen Gastgebern auf eine Sightseeing-Tour durch Worms, bevor es am Nachmittag für „Tata Zaza“ mit vielen neuen und bleibenden Impressionen wieder zurück nach Bürstadt ging. Nähere Informationen zur Gymnastica gibt es im Internet unter www.gymnastica-buerstadt.de