Brauchtumsverein feiert Kauf der Bojemääschterei mit Schlüsselübergabe / Herzstück wird Heimatmuseum
„Sicherer Hafen für kulturelles Kleinod“
Schlüsselerlebnis: Am Dienstag ging die Bojemääschterei offiziell in die Fischerhände über. Foto: Florian Helfert
VON FLORIAN HELFERT Stolz feierte der Fischerwääder Verein zur Brauchtumspflege am Dienstag seinen Kauf der Bojemääschterei in der Großen Fischerweide 31. „Wir möchten unsere Bojemääschterei als Heimatmuseum ausbauen und etablieren, um die Geschichte der Wormser Fischerzunft besser vermitteln zu können“, erläuterte Erich Kegel als Vorsitzender des Vereins ein ambitioniertes Ziel.Immerhin gelten die Wormser Fischer mit inzwischen 907 Jahren als älteste, urkundlich belegte Zunft Deutschlands. Dass das „Herzstück der Fischerwääd“ sogar pünktlich zum 25-jährigen Jubiläum des Vereins zur Brauchtumspflege erworben werden konnte, sei ein ganz besonderer Umstand, betonte Bojemääschter Markus Trapp. Dankend begrüßte er Gründungs- und Vereinsmitglieder, Freunde und Nachbarn des Vereins und vor allem „seine“ Bojemääschterei mit einem dreifachen Ahoi.
„Nachdem wir gemeinsam lange um einen für beide Seiten guten Verkaufspreis gerungen haben, freuen wir uns jetzt über eine maßgeschneiderte Zukunft für das Haus“, legte Jürgen Beck vor der Schlüsselübergabe im Namen der Wohnungsbau GmbH Worms als bisheriger Eigentümer dar. „Die Werte vergangener Generationen der Fischerwääd werden mit dem Kleinod Bojemääschterei einen sicheren Hafen erhalten“, erklärte Oberbürgermeister Michael Kissel. Aufgrund des großen bürgerschaftlichen Engagements der Fischerwääder rund um das Backfischfest und die Brauchtumspflege werde er den Verein auch gerne weiterhin unterstützend begleiten. Bei einem guten Glas Wein rundeten ein Vortrag zur Geschichte des Wormser Fischereiwesens durch Stadtarchivar Dr. Gerold Bönnen und ein Rundgang durch die erworbene Immobilie die akademische Feier vor Ort ab.