
Von Marcus Diehl › Viele Fußballphrasen passen zum Spiel der TSG Pfeddersheim. Wer keine Tore schießt, kann keine Spiele gewinnen oder wer vorne nicht trifft, kassiert hinten die Tore. Die Frage, was eine Spitzenmannschaft ausmacht, beantwortete der TSG Trainer Marco Streker in der Pressekonferenz. „Bad Kreuznach ist eine Topmannschaft. Sie machen zwei Tore aus drei Chancen. Die ganze zweite Hälfte haben wir auf ein Tor gespielt, unfassbar, dass wir nicht gewonnen haben. So ein Spiel darfst du nicht verlieren.“
Was macht die TSG Pfeddersheim? Sie machen nur ein Tor aus unzähligen Torgelegenheiten. Gleichzeitig helfen sie in einer großzügigen Art und Weise, dass die Gäste ihre Tore erzielen dürfen. Bad Kreuznach war mit 1:2 (1:1) der Sieger. Nichts wurde es mit der angestrebten Revanche für die Niederlage in der Hinrunde. Wie gegen Marienborn, muss die TSG sich an die eigene Nase fassen. Absolut unnötig und was noch schlimmer ist, sie war vermeidbar. Außer den vielen vergebenen Torchancen hat die TSG auch nur 75. Minuten Fußball gespielt.
Von der 25. bis zur 40. Minute war die TSG nicht dabei. In dieser Zeit sind sie wieder in alte Muster gefallen. Fehler an Fehler häuften sich im Spiel. Beide Tore sind in dieser Zeit gefallen. Bei einem langen Ball verschätzte sich Marcel Oehler und der Ex-TSGler Gianni Auletta hatte freie Bahn.
Beim zweiten Treffer konnten sich die Gäste mit mehreren Zuspielen, die TSG-Defensive zurechtlegen. Wieder war am Ende Auletta der Torschütze. Ist schon ein Phänomen, wie die TSG ihre Gegentore kassiert und in der Häufigkeit nicht nachvollziehbar.
Kurz vor der Pause kommen sie zurück in die Partie. Der Anschlusstreffer war immens wichtig. Lion Schubach behielt auf dem Weg in Richtung gegnerischen Tor die Ruhe und machte damit die Partie wieder spannend. Zu diesem Zeitpunkt waren sie sogar nur zu zehnt, weil Fabio Schmidt nach einem Foul eine Zeitstrafe aufgebrummt bekam.
Was nach der Pause dann passierte, ist schnell zu erklären. Die TSG startete einen Sturmlauf vom Feinsten. Mit dem Manko, dass er nicht erfolgreich war. Beste Gelegenheiten wurden nicht genutzt. Immer wieder war ein Bein oder ein anderes Körperteil im Weg, das die Gäste ihnen entgegenwarfen. Schon verrückt, dass die Gäste das Ergebnis halten konnten. Gästetrainer Thorsten Effgen machte auch keinen Hehl daraus, dass sie dankbar sein müssen, mit einem Sieg nach Hause fahren zu dürfen. Für TSG Coach Marco Streker ein bitterer Abend.
Es ist keine Zeit für Trübsal zu blasen. „Irgendwann werden wir belohnt, wenn wir weiterhin so hart arbeiten.“ Am besten schon am Sonntagmittag, wenn sie um 16 Uhr nach Gau-Odernheim fahren müssen.