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  • Mo., 25. September 2023, 10:00 Uhr
    OBERLIGA: Endlich wieder drei Punkte für die TSG Pfeddersheim

    Sieg der Gemeinschaft

    Die Beine waren leider zu kurz. Wenige Zentimeter fehlten Reda Chkifa, um den Ball im Tor unterzubringen. Foto: Felix Diehl


    Von Marcus Diehl › Endlich wieder einmal ein Sieg wird jeder sagen. Trainer Mario Cuc wusste, wie er zustande kam: „Ein Sieg der Gemeinschaft“. Als Tabellenletzter und nach vier Niederlagen am Stück müssen Erfolgserlebnisse her, egal wie. Denn wie die Siege zustande kommen, ist in der momentanen Situation egal. Der 1:0 Sieg gegen FV Morlautern ist als verdient anzusehen. Balsam für die Seele für die ganze TSG Familie. Dies ist jetzt der erste Schritt, aus der Misere zu kommen, weitere werden folgen müssen. An einigen Stellschrauben wird Trainer Mario Cuc weiterhin schrauben.

    Defensivreihe ausgetauscht

    Gegenüber der Mittwochspartie in Baumholder tauschte er fast die gesamte Defensivreihe aus. Nur Torhüter Patrick Stofleth und Matthias Tillschneider standen in der Startelf. Beide Außenbahnen wurden neu besetzt. Die linke Seite bearbeitete Nico Najda und rechts kam Rouven Amos zu seinem Startelfdebüt. In die Mitte rückte Marcel Oehler. „Marcel und ich hatten beide ein gutes Gefühl dabei, er hat einen starken linken Fuß und kommuniziert viel während dem Spiel“, erklärt Trainer Mario Cuc die Umstellung. Pascal Schmidt spielte wieder eine Position davor. Eine Umstellung, die von Erfolg gekrönt war. Im 13. Saisonspiel spielte die TSG das erste Mal zu null. Viel zugelassen haben sie über die gesamte Spielzeit nicht, richtige glasklare Torgelegenheiten konnten die Gäste sich nicht erarbeiten.

    Die Gäste enttäuschten auf der ganzen Linie. Trainer Daniel Graf sprach von einem blutleeren Auftritt seiner Mannschaft. Sie reisten mit drei Siegen am Stück nach Pfeddersheim. Die Gastgeber bestimmten die erste Hälfte. Der Ball lief teilweise gut durch die eigene Reihe. Vor allem die beiden Außen, Najda und Amos, versuchten auf ihrer Seite, immer wieder Dampf zu machen. Gute Ansätze und vielversprechende Spielzüge verpufften einige Male. Wie so oft in dieser Runde fehlte dabei die Perfektion in der Box. Nicht immer wurde die richtige Lösung gefunden. Dies sollte im Abstiegskampf auch nicht erwartet werden.

    Trainer überrascht

    Einsatz, Wille und Kampf sind die richtigen Tugenden und werden benötigt. Alles andere kommt dann von allein. Dabei kann Ryoji Matsumura als Beispiel genannt werden. Sein Spiel ist von einem riesigen Aufwand geprägt. Sein Einsatz für die Mannschaft ist vorbildlich. Die größte Torchance der TSG basierte auf seiner Vorbereitung. Bei seiner flachen Hereingabe kam Reda Chkifa die berühmte Fußspitze zu spät. Zwei Minuten später scheiterte Matthias Tillschneider an der dicht stehenden Abwehr. „Ich war schon überrascht, wie gut wir gespielt haben“, sprach Trainer Mario Cuc.

    Nach der Pause spielten auch die Gäste etwas Fußball. Die TSG hatte das Geschehen weiterhin in der Hand. Wenn etwas auf das TSG-Gehäuse gekommen ist, dann aus der Ferne. In der 65. Minute drang Fabio Schmidt in den Strafraum ein und wurde kurz vorm Abschluss, mit einem Stoß von hinten, daran gehindert. Der Elfmeterpfiff hätte ertönen können, blieb aber aus. Mit zunehmender Dauer war es ein typisches 0:0 Spiel. Ein Treffer lag, aus dem Spiel heraus, nicht in der Luft. In der 79. Minute ertönte, mit einigen Minuten Verspätung, doch noch der Elfmeterpfiff. In einer undurchsichtigen Situation fiel Belem Meslem, umringt durch die Gästedefensive, im Strafraum. Diesmal kam der Pfiff sofort.

    „Spiel kostet viel Substanz“

    Mit seinem siebten Saisontreffer verwandelte Fabio Schmidt sicher. Jetzt war Defensivarbeit angesagt. Die Gäste holten die Brechstange raus und versuchten, mit hohen Bällen zum Erfolg zu kommen. Alles zu ungenau. Einige Flanken hätten für Gefahr sorgen können. Doch die TSG-Abwehr war zur Stelle. Riesige Erleichterung nach dem Schlusspfiff. „Unser Spiel kostet viel Substanz. Von der ersten Minute an müssen wir viel Aufwand betreiben. Meine Jungs haben enorm gearbeitet“, sprach Trainer Mario Cuc sehr zufrieden. Die Rote Laterne wurde weitergereicht. An diese Leistung muss in Zukunft angeknüpft werden. Am Mittwoch ist um 19 Uhr Pokal in Geinsheim. Am Samstag geht es weiter um 15.30 Uhr in Mechtersheim. Der TuS steht auf dem vorletzten Tabellenplatz. Seit dem 3:0 in Koblenz am ersten Spieltag warten sie auf einen Sieg.
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