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  • Mo., 01. April 2019, 10:01 Uhr
    HSG Worms schiebt sich endgültig in Richtung Tabellenmittelfeld

    Sieg in Vallendar

    Der Klassenerhalt ist nun auch rein rechnerisch perfekt, selbst im Worst-Case-Szenario mit drei Absteigern. Durch einen 30:29 (14:16)-Auswärtserfolg beim HV Vallendar haben sich die Handballer der HSG Worms endgültig in Richtung Tabellenmittelfeld geschoben. Wie bereits bei den vorherigen vier Siegen in Serie ging es wieder bis in die Schlusssekunden spannend zu, abermals durften die Wormser Drachen am Ende jubeln. „Wir haben nicht nur den fünften Sieg in Folge eingefahren, sondern den Gegner in der Tabelle endgültig abgehängt und noch dazu erneut unter Beweis gestellt was für ein Potenzial in der Mannschaft steckt“, freut sich Marco Tremmel.

    Offensiv agierende Abwehr
    Obwohl der Trainer beim Gastspiel auf dem Mallendarer Berg aufgrund von Verletzungen auf Moritz Brestrich, Luca Steinführer, Steffen Dietz und Jan Gabrys verzichten musste, setzten sich die Wormser Drachen vom Anpfiff weg gegen einen motivierten Gegner zur Wehr. Vallendar, das für viele ziemlich überraschend noch um Klassenerhalt kämpft und aufgrund eines schweren Restprogramms dringend Punkte benötigt, wollte unbedingt vor heimischem Publikum die Kontrolle übernehmen. Doch die ersatzgeschwächte HSG, bei der Trainer Marco Tremmel zunächst mit Moritz Happersberger, Konstantin Herbert und Kubo Balaz im Rückraum begannen, hielt dagegen. Während die Tormaschinerie schnell ins Rollen kam, haperte es noch an der Abstimmung in der Abwehr. Zwar legte die HSG bis zum 5:5 (7.) stets einen Treffer vor, jedoch glichen die Löwen immer wieder aus. Vor allem der starke Kreisläufer Oliver Lohner bereitete dem Wormser Deckungsverbund enorme Probleme. Die offensiv agierende Abwehr der Wormser hatte Probleme Zugriff zu bekommen. Das Gleiche galt aber auch für Vallendar, allen voran Mittelmann Konstantin Herbert wirbelte mächtig.

    So entwickelte sich ein offenes Duell, das die Hausherren über weite Strecken mit zwei bis drei Toren Vorsprung führten. Denn die HSG leistete sich nach gutem Start rund 5 Minuten, in denen offensiv nichts gelang und der HVV erfolgreich blieb. „In so einem Spiel tuen ein paar Unaufmerksamkeiten weh“, kommentierte Marco Tremmel, der daraufhin die Markert-Brüder anstelle von Konstantin Herbert und Moritz Happersberger in die Partie brachte. Und diese Maßnahme zeigte Wirkung, Denis und Fabian Markert markierten einige Treffer, ebenso wie Marvin Seyfried auf Linksaußen. Dennoch ging es aufgrund der kurzen Schwächephase mit einem 14:16-Rückstand in die Halbzeitpause.

    Richtig gute Phase
    „Unaufmerksamkeiten wurden zwar bestraft, aber uns war auch klar, dass wir das Ding auf jeden Fall noch drehen können. In der Kabine haben wir dann einige Umstellungen besprochen und diese gut umgesetzt“, kommentierte Marco Tremmel, der in der Abwehr auf eine 5:1-Deckung mit Youngster Jonas Beyer als persönlicher Bewacher von HVV-Spielmacher Merlin Busse umstellte. Und diese Maßnahme zeigte die erhoffe Wirkung aus Sicht der Gäste. Vallendar fand nach dem Seitenwechsel offensiv fünf Minuten nicht statt. Und das bestrafte die HSG eiskalt. Gegnerische Ballverluste münzte die HSG in Gegenstoßtore um. Allen voran Denis Markert war in diesen Minuten heißgelaufen und netzte Tor um Tor. Aus einem Zwei-Tore-Rückstand machten Markert und Co. eine Drei-Tore-Führung. Durch zwei Tore in Serie von Konstantin Herbert stand es nach 42 Spielminuten plötzlich 23:19 pro HSG. „Das war eine richtig gute Phase von uns, das war richtig guter Handball“, freute sich Marco Tremmel ob des Zwischenspurts seiner Mannschaft.

    Die Löwen waren spürbar angeknackt. Doch den Wormser Drachen gelang die Vorentscheidung nicht. Weil von der einen auf die andere Minute wieder Nachlässigkeiten in Angriff und Abwehr passierten, konnte sich Vallendar im Spiel halten. 65 Sekunden vor Spielende lag die HSG aber noch mit zwei Toren vorne. Trotz einiger Hektik in der Schlussminute blieben die HSGler clever und ließen nach dem 29:30-Anschlusstreffer keinen Gegenangriff vom HVV mehr zu. „Wir hätten das nicht so spannend machen müssen, wir müssen den Gegner bei aller Emotion versuchen zu kontrollieren. Am Ende haben wir das Spiel verdient gewonnen, ich finde wir haben als Mannschaft gewonnen und jeder mit seinen Qualitäten dazu beigetragen“, bilanzierte Marco Tremmel.

    Erfreulich neben dem Sieg und dem Klassenerhalt: Mit Jonas Kraft konnte sich ein Wormser Bub als Torschütze in der Oberliga eingetragen. Der Herrnsheimer ist seit Jahren fester Bestandteil der zweiten Welle und hilft der Mannschaft aufgrund der Ausfälle auf Rechts mit bemerkenswerten Leistungen aus.
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