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  • Sa., 10. Dezember 2016, 00:07 Uhr
    Wormatia hat heute um 14 Uhr den 1. FC Saarbrücken in der EWR-Arena zu Gast / VfR von Anfang an lautstark unterstützen

    Sieg wäre vorweihnachtliche Bescherung

    Auf die Zweikampfstärke von Patrick Auracher müssen die Wormaten heute wegen einer dringenden Knieoperation verzichten. Archivfoto: Felix Diehlrmatia


    VON KLAUS DIEHL | Das dramatischste und wohl unvergessenes Spiel zwischen dem VfR Wormatia und dem 1. FC Saarbrücken fand am 20. Januar 1952 vor ausverkauftem Haus im altehrwürdigen Wormatia-Stadion statt. Nach einem 1:3-Pausenrückstand gegen eine damals hochklassig besetzte Saarbrücker Mannschaft, geleitet vom unvergessenen Schiedsrichter Dusch aus Kaiserslautern, drehten die Wormaten den Rückstand nach der Pause bis eine Viertelstunde vor Schluss in ein 3:3, ehe Hans Mechnig und Helmut Müller in der 85. und 86. Minute mit ihren Toren zum 5:3-Sieg die Arena in ihren Grundfesten beben ließ.  Ein echtes Jahrhundertspiel, auf dessen Fortsetzung man heute gar zu gerne hoffen würde.

    Dies auch, weil die Wormaten in den letzten beiden Heimspielen gegen Saarbrücken als Sieger die EWR-Arena verließen, mit allerdings schmerzlichen Erinnerungen an diese Spiele. So beim 3:0-Sieg am 23. Mai 2015, als Eugen Gopko schon frühzeitig ebenso mit einem Kreuzbandriss ausscheiden musste, wie am 29. Februar diesen Jahres beim 2:1-Sieg Benjamin Himmel. Gottlob sind beide Wormaten mittlerweile wieder soweit gut auf den Beinen und werden auch heute wieder zur ersten Wahl gehören, die Trainer Steven  Jones auf den Hybridrasen schicken wird. Allerdings hat die Saarbrücker Mannschaft seit ihrem letzten Gastspiel ein ganz anderes Aussehen, denn nach dieser Niederlage wurde nicht nur Trainer Falko Götz entlassen, sondern für die neue Saison mit Dirk Lottner ein neuer Trainer verpflichtet. Ein halbes Dutzend Spieler verließen den Verein und von den vielversprechenden Neuzugängen haben sich gleich sieben Akteure einen Stammplatz gesichert. Besonders zu beachten ist ihr Top-Scorer Patrick Schmidt mit bisher 16 Toren. Dennoch liegen die Saarländer, die derzeit ihre Spiele in Völklingen austragen müssen, da ihr Stadion von Grund auf erneuert wird, nur auf dem 3. Tabellenplatz. Dabei gingen sie mit dem festen Vorsatz in die neue Saison, den verpatzten Aufstieg in die 3. Liga unbedingt erreichen wollen. Stand vor dem heutigen Gastspiel der Saarländer ist der 3. Platz mit 42 Punkten und zwei Zählern weniger als der Tabellenzweite SV Waldhof Mannheim, aber schon sechs Punkte weniger als der Spitzenreiter SV Elversberg. Da kann man heute sicherlich davon ausgehen, dass der 1.FC Saarbrücken mit Volldampf agieren wird, zumal man nach zuletzt sieben nicht verlorenen Spielen am letzten Spieltag eine  0:2-Heimniederlage gegen die U23 des VfB Stuttgart erlaubte. So viel zu  den Voraussetzungen zum heutigen Spiel.

    Wormatia-Trainer Steven Jones ist diese Konstellation bestens bekannt und ärgerte sich ein bisschen, dass die Saarländer gegen die Zweite des VfB Stuttgart verloren haben, die hinter seiner Mannschaft in der Tabelle rangieren. Das macht die heutige Aufgabe nicht gerade leichter.

    Auf Heimstärke hoffen

    Steven Jones setzt bewusst  auf die Heimstärke und das nötige Selbstbewusstsein seiner Schützlinge mit den zuletzt zwei Heimsiegen gegen VfB Stuttgart II und der TSG Hoffenheim II. Auch wenn er heute auf den bisher so stark spielenden Innenverteidiger Patrick Auracher verzichten muss, dessen Knieprobleme sich durch Schwellungen vergrößerten und deshalb eine sofortige Operation unausweichlich war. Fehlen werden weiterhin die angeschlagenen Fatih Köksal mit einer hartnäckigen Fußprellung, Enis Saiti mit einem Muskelfaserriss und Enis Aztekin, der im Training auf den Rücken fiel und deshalb in seiner Beweglichkeit stark eingeengt ist. Aus der zweiten Reihe fehlen ja schon länger Max Rose und Adrian Emerllahu. Da ist die Auswahl der einsatzfähigen Spieler nicht mehr gerade besonders groß. Ob die Wormaten taktisch mit einer Dreierkette und damit mehr Offensivdrang auflaufen werden, oder sich eine andere Option vorbehalten? Jones und die Mannschaft wünschen sich in der Adventszeit, dass die Wormatiafans mithelfen, das Team vom Anpfiff weg voll zu unterstützen. Drei Punkte wären ein  besonderes Geschenk, weshalb  ein  dritter Heimsieg in Folge ganz nach dem Geschmack der Rot-Weißen wäre. Alla Wormatia, packen wir es vor dem Jahresende noch einmal voll an!
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