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  • So., 24. März 2019, 20:20 Uhr
    Wormser Drachen setzen sich gegen den Hunsrück durch

    Siegeszug fortgesetzt

    Die Wormser Drachen haben ihren Siegeszug im Saisonendspurt in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar fortgesetzt. Gegen die HSG Kastellaun/Simmern gewann die HSG Worms vor heimischem Publikum mit 32:29 (17:20) - und das trotz einer roten Karte gegen Abwehrchef Fabian Markert sowie Verletzungen von Kreisläufer Moritz Brestrich und Torwart Jan Gabrys. „Ich hoffe, wir haben diesen Sieg nicht sehr teuer mit zwei Ausfällen bezahlen müssen. Aber die Jungs haben das Ding für unsere Verletzten, für unsere Fans und für unser Selbstvertrauen nach Hause geholt, auch wenn es der erwartete Kampf wurde“, sagte HSG-Trainer Marco Tremmel nach einem packenden Duell mit ständig wechselnden Führungen.

    Den besseren Start in die Partie erwischten die Krokodile aus dem Hunsrück. Angeführt vom bestens aufgelegten Routinier Andrius Zigelis gingen die Gäste mit 1:3 in Führung (4.). Kastellaun/Simmern agierte mit einem Sieg und einem Unentschieden im Rücken konsequent in Angriff und Abwehr. Vor allem der körperlich starke Rückraum bereitete den Wormser Drachen zu Anfang eine gewisse Eingewöhnungszeit. Doch mit jeder Minute fand die HSG besser ins Spiel, auch wenn das zunächst nur in der Offensive für Jedermann ersichtlich war. Defensiv musste die HSG den Gegner zu oft passieren lassen und auch der junge HSG-Torwart Adrian Taday erwischte keine gute, erste Halbzeit. „Wir haben zwar auch im Angriff Fehler gemacht, aber in der Abwehr war das gar nichts. Das habe ich meiner Mannschaft auch genau so gesagt und für die zweite Halbzeit mehr Konzentration und Entschlossenheit in der Arbeit gegen den Ball gefordert“, kommentierte Marco Tremmel, dessen Team mit einem 17:20-Rückstand in die Kabine ging. Sinnbildlich für den Verlauf der ersten Halbzeit war die Schlussminute, als die HSG anstatt mit einem Unentschieden mit einem Drei-Tore-Rückstand in die Halbzeit ging. Während vorne überhastet der Ball abgegeben wurde, lud man den Gegner in der eigenen Abwehr zum Torwerfen ein. Trotz einiger Probleme war die Mannschaft bereits nach der Hälfte der Halbzeitpause wieder auf der Platte. „Die Ansage war kurz und wirkungsvoll“, sagte Marco Tremmel mit Blick auf das, was nach dem Seitenwechsel kommen sollte.

    Drei Tore in sieben Minuten
    Kastellaun/Simmern konnte die Wormser Drachen exakt sieben Spielminuten auf drei Tore weg halten. Dann legten die Gastgeber mit der Unterstützung des Publikums eine Schippe drauf, verteidigten aggressiver und nutzten ein Großteil der sich bietenden Gelegenheiten. Der Gegner blieb zwar kämpferisch, jedoch war die Wende im Spiel spürbar in der gesamten Halle. Und in der 45. Spielminute war es dann soweit: Moritz Happersberger schoss das 25:24 für seine Farben. Fabian Markert, Jan Gabrys und Moritz Brestrich waren zu diesem Zeitpunkt aus den bekannten Gründen nicht mehr einsatzbereit. „Jeder hat für seinen Mitspieler alles gegeben, wir sind als Team marschiert. Und was Adrian in der Schlussviertelstunde im Tor abgezogen hat, das war ganz große Klasse. Freut mich für den Jungen, insbesondere nach der schwachen Halbzeit eins“, sagt Marco Tremmel, dessen Team die Führung nicht mehr hergeben sollte. Im Gegenteil: Schnell erspielten sich die Wormser Drachen zwei, drei Tore Vorsprung. Die Hunsrücker ließen die Köpfe zwar nicht hängen, jedoch war HSG-Torhüter Adrian Taday im Kopf des Gegners. Der 18-jährige Schlussmann vernagelte sein Tor und ließ in der Schlussviertelstunde noch noch vier Gegentreffer zu. Am Ende siegte die HSG mit 32:29.

    Mit dem vierten Sieg in Serie konnte die Tremmel-Sieben sich noch mehr Luft in Richtung der Abstiegszone verschaffen und zugleich das Polster auf die direkten Verfolger der HSG weiter ausbauen. „Rein rechnerisch sind wir natürlich noch nicht sicher, wir haben uns jetzt gut positioniert für ein Saisonfinale, das wir rocken können und wollen.“ Am kommenden Wochenende reißt die HSG mit dem Bus zum HV Vallendar. Die Löwen stecken noch ganz Tief im Abstiegskampf und müssen gegen die Wormser Drachen unbedingt gewinnen. Die HSG hat wiederum die Chance ohne den ganz großen Druck dem nächsten Konkurrenten die Punkte zu klauen. „Wir haben aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen und wir wollen unsere Serie natürlich fortsetzen, die Gier nach dem nächsten Sieg ist groß. Ob Jan Gabrys und Moritz Brestrich dabei sein können, das werden Untersuchen in dieser Woche zeigen.“
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