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  • Mo., 06. März 2017, 11:23 Uhr
    Gute Stimmung im Haus der Jugend bei Bandwettbewerb „Rock-N-Pop-Youngsters“

    „Sinu“ gewinnt erstes Vorrundenkonzert

    Am vergangenen Samstagabend wurde im Wormser Haus der Jugend der diesjährige Musikerwettstreit, bei dem jeder Act eine halbe Stunde Zeit hat, um Publikum und Jury von sich zu überzeugen, mit dem ersten Vorrundenkonzert eröffnet. Foto: Jannik Reinecke/ Die Knipser

     Zum 17. Mal findet dieses Jahr der rheinhessische Jugendbandwettbewerb „Rock-N-Pop-Youngsters“ statt. Das Projekt eines solchen Wettbewerbs, bei dem es darum geht, jungen und talentierten Nachwuchsmusikern aus der Region eine Bühne zu geben, entstand im Jahr 2001 aus einer Kooperation verschiedener Jugendhäuser im Landkreis Mainz-Bingen. Seit 2005 ist auch Worms ein bewährter Kooperationspartner, und mit „Joleen“ (2012 noch als „Stereoswitch“) und „Uncle Herb“ (2013) konnten bereits zwei Wormser Bands den Wettbewerb für sich entscheiden. 


    Den Anfang machte die vierköpfige Band „Epic Fate“ aus Worms, die mit eingängigen Melodien, treibenden Gitarrenriffs und der für das Genre Metal typischen härteren musikalischen Gangart überzeugte. Auch über ihre musikalische Darbietung hinaus schaffte es die Band, die ca. 100 in Schwarzlicht getauchten Zuschauer voll in das Konzert miteinzubeziehen, etwa bei dem Song „Paper Planes“, als das Publikum die Bühne mit einem Schwarm aus zuvor eigens ausgeteilten Papierfliegern bedeckte.


    Nach einer kurzen Pause folgte der Auftritt des Singer-Songwriters „Sinu“.


    Mit nichts außer einer Akustikgitarre und seiner eindrucksvollen Stimme sorgte er mit ruhigeren Tönen für einen Kontrast zum vorausgegangenen Auftritt. Durch die stimmungsvollen eigenen Lieder auf Deutsch, die mit ihren Texten eine poetische Atmosphäre hervorriefen und von kreativem Gitarrenspiel untermalt wurden, zog der junge Mainzer die Zuhörer in seinen Bann.


    Als letzte Band des Wettbewerbs traten schließlich „Illegal Limits“ auf, bestehend aus sechs Mitgliedern, davon zwei Sängerinnen.


    Während das begeisterte Publikum die Feuerzeuge schwenkte, besangen die „Illegal Limits“ in ihren selbstgeschriebenen Rocksongs unter anderem Freundschaft und Liebe.


    Zum Abschluss begeisterte die junge Wormser Band noch einmal das gesamte Haus der Jugend mit „Seven Nation Army“ von den „White Stripes“.


    Eigentlich hätten an diesem Abend vier Bands um den Einzug ins Finale der „Rock-N-Pop-Youngsters“ am 29. April in Ingelheim kämpfen sollen, doch die angekündigten „Dying Shadows“ mussten ihren Auftritt, und damit die Teilnahme am Wettbewerb, leider krankheitsbedingt absagen.


     Die Entscheidung, wer am Ende des Abends als Sieger feststeht, lag zum Teil bei einer Jury, bestehend aus erfahrenen Musikern, und zum Teil beim Publikum selbst.


    Vom Einlass um 19 Uhr bis zu Beginn des ersten Auftritts um 20:00 wurden an alle Gäste Stimmkarten verteilt, die sie nach Ende des letzten Konzerts wieder abgeben mussten, und auf denen sie ihre Favoriten vermerken konnten.Während das Ergebnis ausgewertet wurde, bekamen die Gäste noch Metal vom Feinsten präsentiert: „Light to the Blind“, deren Auftritt wegen technischer Komplikationen leicht verzögert wurde, sorgte für den finalen und explosiven Höhepunkt des Abends.Die Metalcoreband aus Mainz spielte dabei natürlich als „Late Night Act“, und somit außer Konkurrenz zu den vorausgegangenen Darbietungen.


     Am Ende wurde mit dem Mainzer Singer-Songwriter „Sinu“ schließlich der verdiente Sieger bekannt gegeben.


    Zusammen mit den Siegern aus den anderen beiden Vorrundenkonzerten am 10.03.2017 im Jugendhaus Bingen, am 24.03.2017 im Kulturkeller Oppenheim, sowie mit einem noch unbekannten „Lucky Loser“ aus den drei Vorrundenkonzerten, steht „Sinu“ somit im Finale des rheinhessischen Jugendbandwettbewerbs, das am 29.04.2017 im JuKuZ Yellow in Ingelheim stattfindet. Während bei den Vorrunden der Eintritt frei ist, kosten Tickets für das Finale 6€, dafür gibt es jedoch traditionell den neuen 2017er-CD-Sampler der Veranstaltung kostenlos dazu.


    Zudem wird als „Late Night Act“ dann mit Lilli Rubin auch eine ehemalige Teilnehmerin von „The Voice of Germany“ auftreten.


    Dennoch steht bei „Rock-N-Pop-Youngsters“ nicht zwangsläufig der Wettbewerbsgedanke im Vordergrund, das Motto lautet: „Um zu gewinnen, muss man nicht der Sieger sein“.


    Gemäß dieser Mentalität sieht auch Andrea Nandelstaedt, die Leiterin des Wormser Jugendhauses den Sinn der Veranstaltung darin, „Spaß zu haben“ und „jungen talentierten Musikern eine Bühne zu geben“.


    Obwohl die Zuschauerzahlen des Bandwettbewerbs leicht zurückgehen, und dieses Jahr im Vergleich zum Vorjahr nur noch halb so viele Bands auftreten und Konzerte stattfinden, darf man dennoch mit Zuversicht in die Zukunft der Rock- und Popmusik in Rheinhessen blicken, was bereits die ersten drei Acts des Wettbewerbs am Samstagabend in Worms eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben.


     

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