Auf dem monatlichen Fraktionsstammtisch des Stadtrates der Partei DIE LINKE wurde über den Wochenmarkt diskutiert. Anhand der Aussagen eines Händlers kam die Misere zur Sprache. Seit Jahren erlebt der Wochenmarkt einen kontinuierlichen Abstieg. Es sind immer weniger Stände zu sehen. Der Wochenmarkt zeigt ein trostloses Bild. Die Zahl der Besucher hat sich in den letzten Jahren stetig verringert. Ein langjähriger Händler hat sich schon vom Wochenmarkt verabschiedet, andere denken darüber nach.
Dass es auch anders geht, ist in Frankenthal oder Mainz zu sehen. Dort ist der Wochenmarkt sehr belebt und ein Treffpunkt für die Bevölkerung.
Dies hat nach Meinung des Stadtrates der LINKEN Franz Lieffertz einige Ursachen. Die Händler fühlen sich von der Stadtverwaltung nicht ernst genommen. Die Gespräche welche geführt wurden, verliefen im Großen und Ganzen ergebnislos. Dies kommt nicht von ungefähr. Es scheint ein Problem von Teilen der Stadtverwaltung zu sein, sich mit den Problemen von Kleingewerbetreibenden auseinander zu setzen. Es gab ja in den letzten Jahren immer wieder lautstarke Proteste gegen die Art und Weise der Behandlung durch Teile der Stadtverwaltung. Hier sei an die Auseinandersetzung mit den Taxifahrern erinnert. Es ist an der Zeit, dass die Verwaltung der Stadt Worms begreift, dass Worms nur durch die Kleingewerbetreibenden ihr Stadtbild und ihr Image verbessern kann.
Weiterhin sind die Standgebühren und vor allem die Nebenkosten zu hoch, wenn man dies mit anderen Gemeinden vergleicht. Hier ist eine Senkung der Kosten anzudenken.
Der nächste Punkt ist die Parkplatzsituation. Wie schon berichtet, besuchen viele Senioren den Wochenmarkt. Diese sind nicht in der Lage, größere Einkäufe zu tätigen, weil sie nicht mehr so schwer tragen können. Viele Besucher des Wochenmarktes klagen darüber, dass sie ein Bußgeld erhalten haben, weil sie die Parkzeit minimal überschritten haben. Einige Besucher sind nicht mehr bereit, dieses Verhalten des Ordnungsamtes zu akzeptieren.
Des weiteren ist der Marktplatz durch viele Events sehr oft im Jahr besetzt. Die Ausweichmöglichkeiten sind an diesen Tagen nicht im Interesse der Händler. Der vorgeschlagene Weckerling platz ist für die Händler nicht akzeptabel. Die Händler erleiden große Umsatzeinbußen, die sie zwingen, ihre Stände aufzugeben.
Zu guter Letzt ist die Werbung der Stadt für die Händler nicht ausreichend und bietet einige Kritikpunkte. Es nützt nichts, wenn die Stadt die Kritik als unberechtigt abtut.
Der Stadtrat fordert die Stadtverwaltung auf, von ihrem Podest herunter zu kommen, die Probleme der Händler ernst zu nehmen und gemeinsam Lösungen zu finden, welche zu einer Verbesserung der Situation des Wochenmarktes beitragen.
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