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  • Fr., 02. Juni 2017, 16:20 Uhr
    38 Wanderfreunde des Pfälzerwald Vereins Ortsgruppe Worms unternahmen Reise nach Italien

    Sizilien - das Land, wo die Zitronen blühen

    Am zweiten Tag stand die Fahrt zur eindrucksvollen Landschaft durch das Ätna-Gebiet auf dem Programm.

    Seit alters her übt die mit 1.200 km Küste größte Insel im Mittelmeer auf Reisende einen ganz eigenen Zauber aus. Wer das „Land, wo die Zitronen blühen“ sucht, findet  seine Sehnsucht auf Sizilien gestillt. Tiefblaues Meer, verschwiegene Badebuchten, üppige Wein- und Zitronengärten, aber auch imposante Berglandschaften und weite, nahezu menschenleere Ebenen, prägen die Bilderbuchlandschaften der Insel vor den Toren Afrikas.


    38 Wanderfreunde des Pfälzerwald Vereins Ortsgruppe Worms, machten mit „reisewelt - Teiser & Hüter GmbH“ eine wunderschöne Reise nach Sizilien.


    Mit einem Reisebus angekommen, flogen die Teilnehmer sehr früh am Morgen von Frankfurt Hahn nach Comiso. Hier erwartete sie ein Reisebus, der sie direkt nach Catania zur Stadtrundfahrt brachte. Griechen, Römer, Araber, Normannen und die Spanier haben hier Spuren hinterlassen. Kaum eine sizilianische Stadt ist so temperamentvoll und voller Gegensätze. Immer wieder durch Lavaströme von Ätna und Erdbeben zerstört, entstand das heutige Catania aus schwarzer Lava und Basalt zu einer Perle des sizilianischen Barocks. Die Weiterreise zum Hotel nach Roccalumera führte entlang der üppig grünen Zyklopenriviera Richtung Messina. Angekommen im 4-Sterne-Hotel „Main Palace“ in Roccalumera bot sich ein schöner Blick zur gegenüberliegenden Kalabrischen Küste.


    Am zweiten Tag nach dem Frühstück stand die Fahrt zur eindrucksvollen Landschaft durch das Ätna-Gebiet auf dem Programm. Der Ätna ist mit einer Höhe von 3340 m der beeindruckendste Vulkan Europas. Die Busfahrt durch die verschiedenen Vegetationszonen wird zu einem botanischen Erlebnis und endet bei ca. 1950 m in einer Mondlandschaft in der Nähe des erloschenen Silvestri-Kraters. Von hier gelangt man per Kabinenbahn oder mit Allradfahrzeugen zur Bergstation La Montagnola auf 2500 m und zu Fuß bis zur Absperrung.


    Am Tag danach ging die Fahrt in das weltberühmte Bergstädtchen Taormina am Fuße des Monte Tauro. Aufgrund der einzigartigen natürlichen Lage sowie der geschichtlichen, kulturellen und archäologischen Schätze gilt Taormina als „Aushängeschild Siziliens“. Schon Goethe berichtet 1787 in seinem Werk „Italienische Reise“ begeistert von der Schönheit dieses Küstenabschnitts. Hauptanziehungspunkt ist zweifellos das berühmte Griechische Theater mit dem Blick auf den Vulkan.


    Die Tagesfahrt am nächsten Tag führte die Gruppe entlang der Küste des Ionischen Meeres nach Syrakus, eine der größten Metropolen der antiken Welt. In diesem mächtigen Stadtstaat lebten unter anderem Archimedes, zeitweise Platon, aber auch der Tyrann Dionysos. Apostel Paulus wirkte hier bei seiner letzten Reise nach Rom. Wir besuchten hier die einzigartige archäologische Zone mit dem großen griechischen Theater, das Ohr des Dionysos mit seiner beeindruckenden Akustik und die Paradiessteinbrücke.


    Anschließend durchstreiften die Wanderer die Altstadt von Syrakus auf der Halbinsel Ortigia. Bei einem Rundgang sahen sie die Reste des Apollotempels - dem ältesten dorischen Tempel aus Sizilien, die Piazza Archimede und den Dom, in dessen Inneren die Bauelemente des Athena Tempels aus dem 5. Jh. V.Chr. zu erkennen waren. Die sagenumwobene Arethusa- Quellen bildeten den Abschluss des Besichtigungsprogramms.


    Am folgenden Tag ging die Fahrt durch das Inselinnere nach Agrigent am Afrikanischen Meer. Die antike Stadt war eines der blühendsten Zentren der Magna Graecia auf Sizilien. Neben dem alten Agrigent lockt das Valle di Templi (Tal der Tempel) gleich mit mehreren griechischen Heiligtümern. Vom sehr gut erhaltenen Concordia-Tempel bis zu den Resten des 112 Meter langen Tempels des Olympischen Zeus gingen die Reisenden durch eine der schönsten antiken Ausgrabungsstätten im Mittelmeerraum. Die darauffolgende Mittagspause verbrachten sie direkt am Meer.


    Das Ziel des sechsten Tages waren die Liparischen Inseln. Kaum eine Schiffstunde von der Nordküste Siziliens entfernt erheben sich sieben Vulkanspitzen aus dem bis zu 3.000 Meter tiefen Tyrrhenischen Meer. Eine Naturlandschaft par excellence! Nach einer 45-minütigen Busfahrt vom Hotel entfernt erreichen sie den Hafen von Milazzo. Mit dem Schiff ging es zunächst zur Hauptinsel Lipari, wo wir während einer Inselrundfahrt bezaubernde Ausblicke auf die Nachbarinseln und vor allem zu dem aktiven Vulkan Stromboli genießen konnten. Anschließend setzten die Teilnehmer zur Nachbarinsel Vulcano über, welche bis heute mit dem beinahe 400 m hohen Gran Cratere einen noch immer tätigen Vulkan besitzt. Die Schwefeldämpfe lassen die unruhige Natur eindrucksvoll erahnen.


    Eine Gruppe von sechs Wanderern bestieg den Krater mit seinen vielen schwefelhaltigen Gasquellen.


    Am späten Nachmittag traten alle die Rückfahrt mit dem Schiff, entlang der zerklüfteten Ostküste nach Milazzo, an und weiter ging es dann mit dem Reisebus zum Hotel.


    Der letzte Ausflugstag ging entlang der sizilianischen Ostküste mit dem Reisebus zur Meerenge von Messina, wo sich das Thyrrenische mit dem Ionischen Meer trifft. Nach der Überfahrt mit der Fähre, erreichten sie die faszinierende Altstadt von Reggio Calabria, der größten Stadt Kalabriens. Die antike Chalkis Kolonie, die im 8. Jh. v. Chr. gegründet wurde, glänzte nicht nur im Zeitalter der Magna Graecia, sondern auch in römischer und byzantinischer Zeit. Besonders sehenswert war das Nationale Archäologische Museum mit den berühmten Bronzestatuen von Riace Marina - ein Seebad am Ionischen Meer, an deren Küste 1972 diese gefunden worden sind.


    Anschließend besuchten die Wanderfreunde des Pfälzerwald Vereins das 28 km nördlich von Reggio Calabria gelegene Fischerdorf Scilla, ein beliebter Anziehungspunkt für Touristen. Oberhalb der Kirche “Chiesa dell’ Immacolata“ liegt das Kastell der Familie Ruffo, die vom 16. bis Anfang des 19. Jh. über die Stadt herrschte.


    Danach nahmen sie die Fähre zurück in Richtung Messina. Hier besuchten wir den von Staufenkönig Heinrich VI. errichteten Dom mit einer der größten astronomischen Uhren der Welt und traten den Rückweg zum Hotel nach Roccalumera an. Am nächsten Morgen ging es heimwärts von Comiso nach Frankfurt Hahn.

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