
Der Sommer macht einfach Laune: Bunte Sommerblumen blühen und die Sonne lacht vom stahlblauen Himmel. Wer möchte bei so einem herrlichen Wetter schon drinbleiben? Doch an heißen Tagen müssen Sie einplanen, dass Ihr Vierbeiner sich zwischendurch immer wieder abkühlen muss. Hunde haben eine sehr eingeschränkte Thermoregulation: Die gleichwarmen Tiere können nicht schwitzen. Allein in den Pfotenballen haben Hunde Schweißdrüsen, die aber bei der Abkühlung keine wesentliche Rolle spielen, sondern eher zum Markieren ihres Reviers eingesetzt werden. Hunde können sich also nur über das Hecheln abkühlen und es ist daher darauf geraten, dass für Erfrischung gesorgt wird – spätestens, wenn die Temperaturen über 25 Grad Celsius klettern.
Mit Sicherheit Spaß im Wasser
Den Sprung ins Wasser lieben viele Hunde. Am besten werden die Gassirunden jetzt auf die kühleren Morgen- und Abendstunden gelegt und so, dass sie an einem Gewässer entlangführen. Allerdings muss bei dem Gewässer darauf geachtet werden, dass der Badespaß für den Hund ungefährlich ist. Kleine Seen und Teiche können im Sommer mit Blaualgen belastet sein, die zu Vergiftungen führen können. In freigegebenen Gewässern ist man auf der sicheren Seite. Obacht: Im Meer und in Flüssen kann es starke Strömungen geben, denen Hunde vielleicht nicht gewachsen sind. Auch Gewässer mit Bootsverkehr oder Angelstellen bergen Gefahren. Es ist also besser, sich eine ruhige Ecke zu suchen es nicht zu übertreiben, vielleicht muss der Hund gebremst werden: Er sollte nie erhitzt ins kalte Wasser springen. Auch mit vollem Magen ist Baden tabu. Nach spätestens 20 Minuten muss auch der routinierteste Schwimmer eine Pause im Schatten einlegen. Wenn der Hund sehr helles oder nicht so dichtes Fell hat, nimmt man am Besten Sonnencreme mit – besonders an den Ohren oder am Nasenspiegel sollte sie aufgetragen werden. Ein Erste-Hilfe-Set dabeizuhaben kann auch nicht schaden, weil Pfotenverletzungen beim Baden durch spitze Steine, Scherben oder scharfkantige Muscheln entstehen können.
Praktische Helferchen
Ist der Hund keine Wasserratte, freut er sich sicher über eine erfrischende Kühlweste oder ein Kühlhalsband – beides kann er auch auf der Gassirunde tragen. Ist er nur kein guter Schwimmer, aber dem Wasser nicht abgeneigt, sorgt der Gartenschlauch oder ein Hundepool für eine willkommene Erfrischung. Im Hundepool kann man übrigens auch mit wasserscheuen Hunden üben, ihre Angst vor dem Wasser zu überwinden. Am besten setzt man sich mit in den Pool und gibt Schritt für Schritt mehr Wasser hinein, bis der Hund sich entspannt abkühlen kann. Erzwingen sollte man aber natürlich nichts. Wenn der Hund sich partout nicht mit dem nassen Element anfreunden kann, hilft ihm bestimmt ein leckeres Hundeeis beim Abkühlen.