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Mo., 02. März 2015, 20:53 Uhr
CDU-Bildungsexpertin Marion Schneid und Wormser CDU diskutierten mit Bürgern über Schulbuchausleihe, Schulsozialarbeit und Fördermaßnahmen
»So geht’s nicht weiter mit der Bildungspolitik!«
Raimund Sürder und Marion Hartmann vom Wormser CDU Arbeitskreis Bildung und Schule, CDU-Bildungsexpertin Marion Schneid und CDU-Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter Adolf Kessel (v. links) können viele interessierte Gäste begrüßen.
„So geht’s nicht weiter mit der Bildungspolitik!“, lautet das Fazit des Wormser CDU-Arbeitskreises Bildung und Schule. Die rot-grüne Landesregierung begegne den Problemen mit großer Hilflosigkeit und müsse mehr tun. Wo genau Probleme in Worms und im Land liegen und welche Lösungen gesehen werden, das zeigten die Mitglieder des Arbeitskreises im Rahmen einer Gesprächsrunde auf, zu der sie ins Herrnsheimer Weingut Sandwiese eingeladen hatten. Als besonderen Gast konnte der CDU-Kreisverbandsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Adolf Kessel die Bildungsexpertin der CDU-Landtagsfraktion, Marion Schneid, begrüßen. Eine große Zahl interessierter Gäste war gekommen. Kessel lobte den Arbeitskreis, der sehr aktiv sei. „Der Staat soll Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder zwar unterstützen, Erziehung muss aber vorrangig Aufgabe des Elternhauses bleiben“, fassten Marion Schneid und Adolf Kessel zusammen und wendeten sich entschieden gegen staatliche Bevormundung. „Eltern sollen bei Betreuungs- und Bildungsangeboten immer eine Wahlmöglichkeit haben“. Isabelle Schweisthal, die selbst Lehrerin ist, beschrieb, dass zu viele Kinder – auch solche ohne Migrationshintergrund – zu schlecht Deutsch könnten. Sie regte an, in den letzten beiden Jahren der Kita Sprachtests in logopädischer Form durchzuführen. So könnten rechtzeitig Fördermaßnahmen in die Wege geleitet werden, damit alle Kinder dem Unterricht in der Grundschule folgen können. Die Schulbuchausleihe, wie sie in Rheinland-Pfalz durchgeführt wird, müsse verbessert werden: Bedürftige Eltern können zwar Bücher für ein Drittel des Neupreises leihen. Ein Problem sei aber, dass die Bücher immer nur im Gesamtpaket alle drei Jahre gekauft werden. Sürder sagte, die Wormser Kommune habe die Ausleihe hervorragend organisiert, bleibe aber trotzdem auf einem Großteil der Kosten sitzen. In die Schulsozialarbeit müsse mehr investiert werden, mahnte Marion Hartmann an. Sie ist die stellvertretende Sprecherin des Arbeitskreises und arbeitet selbst als Gymnasiallehrerin. Alle Schularten hätten Bedarf für Schulsozialarbeit. Sürder ergänzte, Sozialarbeiter seien inzwischen längst auch in den Grundschulen angekommen. „Das macht die Stadt aufgrund freiwilliger Leistungen und bezahlt das, was eigentlich das Land bezahlen müsste.“ Die Kommunen würden vom Land allein gelassen.