LEISELHEIMER KESSELHEXEN: 13. Knutfest trotz Klimadebatte gut besucht / Teile des Erlöses für ASB Wünschewagen und Kindergarten
„So können wir weitermachen"
Zahlreiche Besucher des Knutfestes beobachteten gespannt das große Feuer.
Trotz Klimadiskussion fanden sich auch dieses Jahr knapp 200 Menschen bei strahlendem Vollmond am Winterhimmel zum 13. Knutfest der Leiselheimer Kesselhexen e. V. auf dem Feld oberhalb des Trappenbergs ein. Es ist inzwischen in und um Leiselheim eine gute Tradition, die abgeschmückten Weihnachtsbäume einem lodernden Feuer zu übergeben.
Im Vorfeld gab es wohl bei einigen Vereinen im Umland Diskussionen, ob die Verbrennung der Bäume in der heutigen Zeit klimagerecht ist. Die Hexen hatten sich bezüglich der Umwelt bereits beim letzten Knutfest Gedanken gemacht, und die Besucher aufgefordert, selbst Trinkgefäße mitzubringen oder einen der eigens angeschafften Thermobecher für ihr Heißgetränk zu kaufen. Viele Besucher kamen dieser Aufforderung nach und so war es möglich, fast ohne Müll das neue Jahr zu begrüßen: wiederverwendbare Plastikbecher für den heißen Apfelsaft, Tassen und Thermobecher für weißen und roten Winzerglühwein sowie Papierservietten, die die vom ASB gereichten Bratwürste begleiteten, sorgten dafür, dass möglichst wenig Müll produziert wurde. Ein Pfandsystem brauchte man nicht, alle Besucher brachten auch so die benutzten Trinkgefäße zurück.
Mit großem Respekt
„So können wir weitermachen“, freuen sich die Hexen über die gut vorbereiteten Besucher, „auf das Feuer verzichten möchten wir jedoch nicht.“ Dies bestätigen auch viele, die mit ihrem abgeschmückten Weihnachtsbaum nach Leiselheim zogen. „Es ist einfach stimmungsvoll und gemütlich, in der dunklen Jahreszeit an einem lodernden Feuer zu stehen, und das Thema Klimaschutz sollte mit Maß und Ziel angegangen werden. Jeder kann seinen Beitrag dazu leisten, in unterschiedlicher Form“, so die Leiselheimer Hexen. Viele Kinder sahen staunend und mit großem Respekt zu, wie sich ihr Weihnachtsbaum in Sekundenschnelle lodernd in den Flammen auflöste und die Hexen hatten auch dieses Jahr wieder ein Heißgetränk gratis für jeden, der seinen Baum mitbrachte.
„Schönes Fest im Winter"
„Es ist einfach eine tolle Möglichkeit, ein schönes Fest im Winter draußen zu feiern – wir kommen jedes Jahr und freuen uns, so viele Freunde zu treffen und die Stimmung ist super,“ so eine ältere Besucherin. Dass dabei ein Teil des Erlöses einem guten Zweck zukommt, verstärkt die Freude um so mehr. Geschäftsführer des ASB, Ralf Hofmann, freut sich ebenfalls mit Kollege Hans Oppermann, für das leibliche Wohl der Besucher zu sorgen: „Es ist erstaunlich, dass bei diesem Fest wirklich alle Altersklassen von 0 bis über 80 zusammenkommen, das ist ein familiärer Charakter, der richtig Spaß macht und den wir gerne unterstützen.“ Die Leiselheimer Kesselhexen e.V. bedanken sich bei allen Besuchern für den regen Zuspruch und hoffen, dass auch im nächsten Januar die stimmungsvolle Begrüßung des neuen Jahres mit einem prasselnden Feuer möglich sein wird. Bedanken möchten sich die Hexen herzlich bei Weingut Schwahn, Ortsvorsteher Johann Nock und Wolfgang Bremmer, denn ohne deren tatkräftige Unterstützung wäre ein solches Fest nicht zu stemmen.