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  • So., 02. August 2015, 19:33 Uhr
    Wormser NABU-Projekt zur Ansiedlung von Steinkäuzen sehr erfolgreich 

    So viele Käuze wie noch nie

    Jonas Bösl mit einem jungen Steinkauz.


    Rund 90 Niströhren für den Steinkauz betreut der NABU Worms und Umgebung. Sie hängen an einzeln stehenden Bäumen in Feldern und Weinbergen, aber auch an Strommasten. Mit diesem Projekt wurde die kleine Eule, deren Hauptproblem der Mangel an geeigneten Baumhöhlen für die Brut ist, in der Region vor dem Aussterben bewahrt. Erfolge stellten sich schnell ein, doch in diesem Jahr war das Ergebnis besonders gut. Der NABU-Vorsitzende Matthias Bösl berichtet: „Der milde Winter kam den Mäusen als Hauptbeute der Steinkäuze zu Gute. Beste Startbedingungen also für die Brutsaison. Die von uns betreuten 32 Brutpaare in Worms und den umliegenden rheinhessischen Verbandsgemeinden legten stolze 176 Eier, aus denen gut 150 Jungvögel flügge wurden. Das ist unser Rekord in 15 Jahren Steinkauzschutz!“

    Alle Jungvögel erhalten von den Naturschützern einen nummerierten Ring von der Vogelwarte Radolfzell, der locker am Bein sitzt und den Vogel nicht behindert. So kann bei einem Wiederfund der Herkunftsort ermittelt werden. Bei den jährlichen Kontrollen zeigte sich, dass viele "Wormser" Steinkäuze ursprünglich aus dem Kreis Mainz-Bingen, aus der Vorderpfalz oder dem Rhein-Main-Gebiet stammen. Doch es gibt auch Ausnahmen: Ein im Mai 2014 kontrollierter Steinkauz stammte laut Ringnummer aus dem 232 km entfernten Binzen in Südbaden. Er wurde dort 2002 als Jungvogel beringt und war somit 12 Jahre alt. "Ein beachtliches Alter, das nur die wenigsten Steinkäuze erreichen. Die Verluste sind vor allem bei den unerfahrenen Jungvögeln sehr hoch. Natürliche Feinde wie Steinmarder, Eulen und Greifvögel, aber nicht zuletzt auch Hauskatzen und der Straßenverkehr fordern ihren Tribut", erklärt Matthias Bösl und bemerkt abschließend: "Mit unserem rein ehrenamtlichen Projekt können wir dem Abwärtstrend für den Steinkauz etwas entgegen setzen. Mein Dank gilt allen Helfern und natürlich auch den passiven Unterstützern unserer Arbeit!"

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